In dieser Folge lernst du, wie du eine literarische Inhaltszusammenfassung erstellst. Du erfährst, welche Schritte wichtig sind, um alle wichtigen Aspekte eines Textes zu erfassen.
Die Bedeutung der Inhaltszusammenfassung
Eine literarische Inhaltszusammenfassung ist wie die Landkarte eines Romans: Sie zeigt die wichtigsten Orte, Wege und Wendepunkte, aber nicht jeden Grashalm am Wegesrand. So spiegelt sie die wesentlichen Informationen und orientiert den Leser über den Text. Die Inhaltszusammenfassung dient dazu, die wichtigsten Aspekte eines literarischen Werkes zu erfassen und dem Leser alle wichtigen Aussagen davon zu vermitteln.
Das Wichtigste im Überblick
| Merkmale einer Inhaltszusammenfassung | Inhalte |
|---|---|
| Aufbau | Einleitung, Hauptteil, Abschlusssatz |
| Struktur | lineare und logische Struktur |
| Sprache | sachlich, beschränkt auf das Wichtigste, eigene Worte |
| Zeitform | Präsens |
| Redewiedergabe | Umformulierung von direkten Reden in indirekte |
Einleitung
Beginne deine Inhaltszusammenfassung mit einem Basissatz, der die grundlegenden Informationen zum Text enthält. Der Basissatz sollte den Autor, den Titel, die Textsorte und gegebenenfalls das Erscheinungsjahr und den Erscheinungsort des Werkes oder auch der vorliegenden Textausgabe nennen. Dies schafft eine solide Grundlage für die weiteren Ausführungen und gibt dem Leser die notwendigen Eckdaten. Wenn du nicht mehr genau weißt, wie das funktioniert, kannst du dir unsere Folge über den Basissatz nochmals anschauen!
Wiedergabe des Kerninhalts
Nachdem du den Basissatz formuliert hast, geht es darum, den Kerninhalt des Textes in ein bis zwei Sätzen zusammenzufassen. Manche Lehrkräfte zählen diesen Handlungskern (und ggfs. einen Deutungsansatz) noch zum Basissatz. Hierbei ist es wichtig, den Inhalt in deinen eigenen Worten wiederzugeben und die zentralen Themen des Textes zu erfassen. Eine klare und präzise Wiedergabe des Kerninhalts hilft dem Leser, das Wesentliche des Textes schnell zu erfassen.
Gliederung des Hauptteils
Teile den Text in Sinnabschnitte ein und fasse jeden Abschnitt mit einfachen, prägnanten Sätzen zusammen. Ein neuer Sinnabschnitt beginnt oft dort, wo sich die Handlung oder die Perspektive ändert, etwa durch das Hinzukommen einer neuen Figur oder durch eine Veränderung des Schauplatzes. Achte darauf, unwichtige Details wegzulassen und dich auf die wesentlichen Handlungsschritte zu konzentrieren. Denke daran, dass du sowohl die innere Handlung als auch die äußere Handlung wiedergeben musst.
Aufbau und Struktur
Eine gute Inhaltszusammenfassung folgt einer klaren Struktur und gibt den Inhalt in chronologischer Reihenfolge wieder. Selbst wenn der Originaltext einer nicht-linearen Erzählweise folgt, sollte die Zusammenfassung linear und logisch aufgebaut sein. Nutze strukturierende Signalwörter wie „zunächst“, „danach“, „anschließend“ und „schließlich“, um die Chronologie zu verdeutlichen.
Wichtige Regeln und Tabus
Beim Verfassen einer Inhaltszusammenfassung gibt es einige Regeln, die du beachten solltest. Verzichte auf detaillierte Beschreibungen und direkte Zitate. Die Zusammenfassung sollte sachlich und distanziert formuliert sein, ohne Spannung oder persönliche Wertungen. Vermeide es, die Struktur des Originaltextes zu übernehmen. So darfst du beispielsweise den Ausgang einer Situation oder Handlung, wenn nötig, gleich zu Beginn deiner Inhaltszusammenfassung benennen. Achte auch darauf, die Zusammenfassung im Präsens zu schreiben und dass deine Inhaltszusammenfassung am Ende kürzer als deine Textvorlage ist.
Abschlusssatz
Ein optionaler Abschlusssatz kann die Zusammenfassung abrunden, indem er die zentrale Aussage oder die Botschaft des Textes noch einmal kurz zusammenfasst. Ein solcher Satz kann helfen, dem Leser einen letzten Gedankenanstoß zu geben und die Zusammenfassung abzurunden.