kolleg24 Deutsch | Folge 30

Feedback geben

Stand

Von Autor/in Beatrix Krausenecker, Robert Wolf

In dieser Folge lernst du, wie du effektives und konstruktives Feedback geben kannst. Du erfährst, wie du deine Kommunikation verbesserst und eine positive Lernumgebung schaffst.

Richtig Rückmelden

Feedback ist ein wesentlicher Bestandteil des Lernprozesses und der persönlichen Entwicklung. Eine konstruktive Rückmeldung ermöglicht uns, unsere Stärken zu erkennen und Bereiche zu identifizieren, in denen wir uns verbessern können. Konstruktives Feedback ist besonders wertvoll, da hier nicht nur Kritik geäußert wird, sondern auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung angeboten werden.

Illustration: Frau hält Mann einen Spiegel vor | kolleg24 Deutsch

Die Kunst des Feedback-Gebens

Beim Geben von Feedback ist es wichtig, einen geeigneten Rahmen zu wählen. Plane das Gespräch sorgfältig und wähle eine passenden Zeitpunkt und einen geeigneten Ort, um sicherzustellen, dass dein Gegenüber offen und ungestört zuhören kann. Eine ruhige und respektvolle Umgebung trägt dazu bei, dass dein Feedback besser aufgenommen wird.

Vermeide Wertungen und Verurteilungen. Konzentriere dich stattdessen auf konkrete Beobachtungen und beschreibe deine Inhalte genau. Durch die Verwendung von Ich-Botschaften kannst du deine Perspektive klar darstellen, ohne den anderen anzugreifen. Achte darauf, nur Feedback zu Aspekten zu geben, die tatsächlich veränderbar sind.

Direktes Feedback ist am effektivsten. Sprich die Person persönlich an und argumentiere auf der Sachebene. Ein wertschätzender Ton kann helfen, Spannungen zu vermeiden und die Bereitschaft zur Veränderung zu fördern.

Das Sandwichprinzip

Eine bewährte Methode für konstruktives Feedback ist das Sandwichprinzip: Beginne mit einem positiven Aspekt, äußere dann konstruktive Kritik und schließe mit einem weiteren positiven Punkt ab. Diese Technik hilft, das Feedback ausgewogen und motivierend zu gestalten.

Tipps für konstruktives Feedback

Effektives Feedback ist ein wertvolles Werkzeug zur Unterstützung und Entwicklung von Fähigkeiten und Beziehungen. Indem wir klar, konstruktiv und empathisch sind, können wir eine positive Umgebung schaffen, die Wachstum und Lernbereitschaft fördert. Hier sind noch mal die wichtigsten Punkte:

  1. Klarheit und Präzision: Beim Geben von Feedback ist es wichtig, klar und präzise zu sein. Vermeide vage Aussagen und konzentriere dich darauf, spezifische Beispiele zu nennen. Anstatt zu sagen „Du machst das gut“, könntest du sagen „Ich finde, du hast die Präsentation sehr gut strukturiert und die wichtigsten Punkte klar hervorgehoben.“
  2. Konstruktiv und positiv: Feedback sollte immer darauf abzielen, zu helfen und zu verbessern. Beginne mit positiven Aspekten, bevor du konstruktive Kritik äußerst. Dies schafft eine positive Atmosphäre und erhöht die Bereitschaft des Empfängers, das Feedback anzunehmen. Zum Beispiel: „Du hast großartige Ideen eingebracht. Vielleicht könntest du noch etwas mehr auf die Details achten, um sie noch besser zu präsentieren.“
  3. Zuhören und Dialog fördern: Feedback sollte keine Einbahnstraße sein. Ermutige den Empfänger, Fragen zu stellen und seine Sichtweise darzulegen. Dies fördert einen offenen Dialog und ermöglicht ein besseres Verständnis der Perspektiven beider Seiten. Frage: „Wie siehst du das? Gibt es etwas, das du anders wahrgenommen hast?“
  4. Zeitpunkt und Kontext: Der richtige Zeitpunkt und Kontext sind entscheidend für die Wirksamkeit von Feedback. Gib Feedback zeitnah, aber nicht in stressigen oder unangemessenen Momenten. Ein ruhiges und entspanntes Umfeld hilft dem Empfänger, das Feedback besser aufzunehmen und darüber nachzudenken.
  5. Empathie und Respekt: Zeige Empathie und respektiere die Gefühle des Empfängers. Feedback kann sensibel sein, und es ist wichtig, den Ton und die Wortwahl sorgfältig zu wählen, um Missverständnisse oder Verletzungen zu vermeiden. Verwende Formulierungen wie „Ich verstehe, dass dies herausfordernd sein kann“ oder „Ich schätze deine Bemühungen“.
  6. Zielorientiert: Fokussiere dich auf die Ziele und die Entwicklung des Empfängers. Feedback sollte helfen, diese Ziele zu erreichen und die Entwicklung zu fördern. Frage: „Was möchtest du erreichen und wie kann ich dir dabei helfen?“
  7. Regelmäßigkeit: Regelmäßiges Feedback hilft, kontinuierliche Verbesserungen zu erzielen. Es sollte nicht nur gegeben werden, wenn Probleme auftreten, sondern auch, um Fortschritte zu bestätigen und zu motivieren.
Stand
Autor/in
Beatrix Krausenecker
Robert Wolf
Onlinefassung
Textgliederung erstellt mit KI-Unterstützung