kolleg24 Deutsch | Folge 19

Überzeugend Argumentieren

Stand

Von Autor/in Irmhild Mäurer, Robert Wolf

In dieser Folge lernst du, wie du deine Behauptungen klar formulieren, diese mit schlüssigen Begründungen untermauern und durch anschauliche Beispiele verstärken kannst.

Die Bedeutung der Argumentation

Argumentation ist das Herzstück der Kommunikation, sei es in schriftlicher oder mündlicher Form. Im schulischen Kontext ist sie unerlässlich, um komplexe Sachverhalte zu analysieren und zu diskutieren. Überzeugend zu argumentieren bedeutet, deine Meinung oder deinen Standpunkt so zu präsentieren, dass andere Menschen deine Sichtweise verstehen und sie bedenken. Eine überzeugende Argumentation kann nicht nur im Deutschunterricht, sondern auch in anderen Fächern und im Alltag von großem Vorteil sein.

Grundlagen der Argumentation

Eine überzeugende Argumentation besteht aus mehreren Elementen, die sorgfältig miteinander verknüpft werden müssen:

1. Behauptung / These formulieren („Dass-Stufe“)
Deine Behauptung sollte klar und prägnant sein. Sie dient als Antwort auf die zentrale Frage oder das Thema, das du behandelst. Achte darauf, dass sie differenziert genug ist, um eine zielgerichtete Diskussion zu ermöglichen. Ein guter Einstieg ist, die Behauptung mit einer Frage zu verknüpfen, die den Leser interessiert.

2. Begründung liefern („Weil-Stufe“)
Die Begründung ist das Fundament deiner Argumentation. Hier erklärst du, warum deine Behauptung zutreffend ist. Beantworte alle möglichen Fragen, die sich aus deiner Begründung ergeben könnten. Um überzeugend zu sein, reicht es nicht, nur einen Begründungssatz vorzubringen. Die Begründung muss ausgestaltet werden. Verwende Kausalsätze, um die Logik deiner Argumentation zu verdeutlichen. Wörter wie „weil“ und „da“ sind hierbei hilfreich.

3. Beweis und Belege einfügen („Wie-Stufe“)
Untermauere deine Argumentation mit einem konkreten Beweis, den du mit Belegen veranschaulichst. Diese helfen, deine Punkte anschaulich und nachvollziehbar zu machen. Nutze aktuelle Ereignisse oder Studien, um deine Argumente zu stützen.

4. Rückbindung und Folgerung
Um den roten Faden nicht zu verlieren, sollte am Ende der Diskussion eine Rückbindung zur ursprünglichen Behauptung erfolgen. Dies verstärkt den inhaltlicher Zusammenhang deiner Argumentation. Eine abschließende Folgerung kann helfen, einen gesamtgesellschaftlichen Kontext herzustellen. Bei vielen Themen ist die Formulierung eines Kompromisses zum Schluss auch sinnvoll.

Häufige Fehler beim Argumentieren:

  • Unklare Argumente: Wenn deine Argumente in sich widersprüchlich sind, wird es schwer, andere zu überzeugen.
  • Fehlende Beweise: Ohne Belege wirken Argumente schwach und unglaubwürdig.
  • Angriff statt Argument: Bei mündlichen Argumentationen solltest du persönliche Angriffe vermeiden und dich auf die Sache konzentrieren.

Herausforderungen und Tipps

Die Kunst der Argumentation bringt einige Herausforderungen mit sich. Es ist wichtig, die Argumente logisch zu strukturieren und sich nicht in Details zu verlieren. Vermeide es, zu viele Nebenaspekte einzuführen, die vom Hauptargument ablenken könnten.

Weitere Tipps für überzeugende Argumentieren:

  • Klarheit: Formuliere deine Argumente klar und verständlich. Vermeide komplexe Sätze, die verwirrend sein könnten.
  • Struktur: Halte dich an die oben genannte Struktur, um deine Argumente logisch aufzubauen.
  • Fakten und Beispiele: Nutze konkrete Fakten und anschauliche Beispiele aus dem bereitgestellten Material, um deine Argumente zu untermauern.
  • Gegenseitiger Respekt: Höre beim mündlichen Argumentieren aktiv zu und respektiere die Meinungen anderer, auch wenn du nicht zustimmst. Dies zeigt, dass du offen für Dialoge bist.

Richtig argumentieren

Eine überzeugende Argumentation ist nicht nur im Deutschunterricht, sondern auch im gesellschaftlichen Kontext von Bedeutung. Sie erfordert klare Behauptungen, schlüssige Begründungen und anschauliche Beispiele. Mit diesen Werkzeugen bist du bestens gerüstet, um deine Meinung überzeugend zu vertreten und andere zu für deinen Standpunkt zu gewinnen. Denke daran, dass Übung den Meister macht – je häufiger du argumentierst, desto besser wirst du darin.

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Irmhild Mäurer
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