kolleg24 Deutsch | Folge 40

Kurzvortrag gestalten

Stand

Von Autor/in Robert Wolf, Maximilian Frisch

In dieser Folge lernst du, wie du den Inhalt deines Kurzvortrags verständlich strukturierst und erläuterst. Hier erfährst du, was für eine überzeugende Präsentation wichtig ist.

Vorbereitung des Kurzvortrags

Ein Kurzvortrag ist eine gute Möglichkeit, Informationen prägnant zu präsentieren und andere zu überzeugen. Dafür musst du gut vorbereitet sein: dein Thema klar gliedern, ordentlich recherchieren und auf die Zeit achten. Hier dich wichtigsten Schritte zur Vorbereitung:

1. Themenwahl

  • Im Unterricht kann der Kurzvortrag entweder ein festgelegtes Thema haben oder du darfst dir selbst eins aussuchen. Wenn das Thema vorgegeben ist, lies die Aufgabenstellung ganz genau und frag im Zweifel lieber einmal mehr bei deiner Lehrkraft nach, damit nichts unklar bleibt.
  • Wenn du frei wählen darfst: Such dir ein Thema, das dich wirklich interessiert und gleichzeitig für deine Mitschüler spannend oder wichtig ist.
  • In beiden Fällen gilt: Überleg dir vorher, was du mit deinem Vortrag erreichen willst. Willst du vor allem informieren, überzeugen oder eher unterhalten?

2. Recherche

  • Informationen sammeln: Such dir Material aus zuverlässigen Quellen, z.B. Bücher, Sachtexte, seriöse Internetseiten.
  • Kernpunkte festlegen: Überleg dir, welche Informationen wirklich wichtig sind und unbedingt in deinen Vortrag müssen.

3. Strukturieren

  • Einleitung: Stelle dein Thema kurz vor und versuche, die Zuhörer neugierig zu machen. Erkläre kurz, warum das Thema wichtig ist.
  • Hauptteil: Ordne deine Argumente in einer klaren Reihenfolge. Nutze Unterpunkte, damit man gut fo lgen kann.
  • Schluss: Fasse die wichtigsten Punkte zusammen und ziehe ein Fazit. Gib deinen Zuhörern vielleicht noch Denkanstöße oder Vorschläge, was sie danach tun oder weiterdenken können.

4. Visualisierung

  • Präsentationsmedien: Nutze unterstützende Medien wie PowerPoint, Plakate oder Handouts, damit man deine Argumente besser versteht.
  • Grafiken und Bilder: Verwende Grafiken und Bilder, um komplexe Informationen verständlicher zu machen.
Illustration mit einer Person, die an einem Bildschirm einen Vortrag hält | kolleg24 Deutsch

Der motivierende Einstieg

Ein gelungener Kurzvortrag beginnt mit einem Einstieg, der deine Zuhörer sofort neugierig macht. Du kannst zum Beispiel einen Bezug zu ihrem Alltag herstellen oder zeigen, warum das Thema gerade aktuell und wichtig ist. Auch Zitate, Witze oder interessante Statistiken eignen sich hervorragend, um die Aufmerksamkeit zu gewinnen. Zum Beispiel: „Wusstest du, dass etwa 15 Prozent aller Kinder in Deutschland übergewichtig sind?“

Überleitung zur Problemstellung

Nachdem du die Zuhörer neugierig gemacht hast, musst du den Bogen zum eigentlichen Thema spannen. Eine klare, kurze Überleitung hilft dabei, dass alle dranbleiben und verstehen, worum es geht. Du könntest zum Beispiel sagen: „Diese Zahlen zeigen deutlich, dass viel zu viele Kinder in Deutschland mit Übergewicht zu kämpfen haben.“

Die Themenfrage formulieren

Die Problemstellung führt dann zur zentralen Frage deines Vortrags. Die Zuhörer sollen verstehen, worauf du eigentlich hinauswillst. Du könntest zum Beispiel sagen: „Weil das so ein großes Problem ist, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Werbung für ungesunde Lebensmittel verbieten soll. Aber ist so ein Werbeverbot wirklich sinnvoll?“

Erläuterung wichtiger Begriffe

Während deines Vortrags solltest du wichtige Begriffe und Zusammenhänge erklären. So verhinderst du Missverständnisse und alle können dir besser folgen. Zum Beispiel: Was heißt eigentlich „an Kinder gerichtete Werbung“ genau? Oder: Welche Lebensmittel wären von so einem Verbot betroffen? Solche Fragen solltest du im Vortrag klären.

Visuelle Unterstützung

Ein Vortrag wirkt mit Bildern und anderen Medien viel lebendiger und ist leichter verständlich. Nutze zum Beispiel Präsentations-Folien, Mind-Maps oder Bilder, um die wichtigsten Inhalte zu zeigen. Achte darauf, dass alles übersichtlich bleibt – lieber weniger Text und Effekte. Nutze stattdessen klare Bilder und einfache Diagramme.

Frei sprechen

Beim freien Vortrag ist es wichtig, deine Zuhörer direkt und lebendig anzusprechen. Achte auf deine Körpersprache, wechsle mal das Sprechtempo und die Lautstärke und schau dein Publikum an. Versuch, Dialekt und viele Füllwörter zu vermeiden. Ein übersichtlicher Stichwortzettel hilft dir, den roten Faden zu behalten.

Zu guter Letzt

Am Ende solltest du deinen Vortrag kurz zusammenfassen. Wiederhol die wichtigsten Punkte und gib den Zuhörern die Chance, Fragen zu stellen. So kannst du klären,ob alles verstanden wurde.

Lernen fürs nächste Mal

Die Nachbereitung ist genauso wichtig wie die Vorbereitung. Nimm dir danach Zeit und überleg: Was lief gut? Was nicht so? Schreib dir auf, was du beim nächsten Mal besser machen willst. So wirst du Schritt für Schritt sicherer und deine Vorträge werden immer besser.

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Autor/in
Robert Wolf
Maximilian Frisch
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