kolleg24 Deutsch | Folge 34

Dass oder das

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Von Autor/in Irmhild Mäurer, Beatrix Krausenecker

In dieser Folge lernst du, wie du „das“ und „dass“ richtig verwendest. Wir erklären dir die Unterschiede zwischen den beiden kleinen Wörtern und welche Regeln du beachten musst.

Wann benutzt man „das“?

„Das“ als Artikel

Wenn „das“ ein Artikel ist, steht es vor einem Nomen im sächlichen Geschlecht – also vor Dingen wie „das Haus“ oder „das Buch“. Es gehört zum Nomen dazu und bildet mit ihm eine feste Einheit.

Beispiele:

  • das Haus
  • das Buch
  • das Kind

„Das“ als Demonstrativpronomen

Demonstrativpronomen sind hinweisende Fürwörter. Sie betonen etwas oder weisen auf etwas hin und können Artikel oder Nomen ersetzen. Die wichtigsten Demonstrativpronomen sind: der, die, das, dieser, diese, dieses, jener, jene, jenes, derjenige, diejenige, dasjenige, derselbe, dieselbe, dasselbe.

Beispiele:

  • Das ist mein Lieblingseis.
  • Ich finde das schön, wenn viele Gäste kommen.
  • Hast du das bemerkt?

„Das“ als Relativpronomen

Relativpronomen leiten Nebensätze ein und beziehen sich meist auf ein vorangestelltes Nomen, das sogenannte Bezugswort.

Beispiele:

  • Das ist das Kind, das laut schreit.
  • Ich lese das Buch, das spannend ist.
  • Sie trägt das Kleid, das hübsch ist.
  • Wir besuchen das Zentrum, das nicht weit weg ist.

Wann benutzt man „dass“?

„Dass“ als Konjunktion

„Dass“ ist eine Konjunktion (Bindewort) und wird verwendet, um Nebensätze einzuleiten. Es verbindet den Hauptsatz mit einem Nebensatz und kann nicht durch „welches“, „dieses“ oder „jenes“ ersetzt werden.

Beispiele:

  • Es nervt mich, dass du so laut bist.
  • Es ist erfreulich, dass du gekommen bist.
  • Ich hoffe, dass das Wetter morgen besser wird.

„dass“ bei Signal-Wörtern

Verben, die eine persönliche Haltung, wie einen Wunsch, ein Gefühl oder eine Absicht ausdrücken, können einen „dass“-Satz einleiten. Beispiele für solche Verben sind: meinen, versprechen, erwarten, annehmen, unterlassen, versuchen, verlangen, hoffen, ablehnen, befürchten, wünschen, vermeiden, glauben, vergessen, sich weigern.

Beispiele:

  • Er verspricht, dass er morgen kommt.
  • Ich hoffe, dass du erfolgreich bist.
  • Sie befürchtet, dass er krank ist.

„dass“ bei indirekter Rede

In der indirekten Rede werden die Aussagen einer anderen Person mit „dass“ eingeleitete und zur Kennzeichnung der indirekten Rede wird der Konjunktiv verwendet.

Beispiel:

  • Er meinte, dass dies notwendig sei.
  • Anna vermutet, dass die anderen schon gegangen seien.
  • Sie schrien, dass er sich beeilen solle.

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Irmhild Mäurer
Beatrix Krausenecker
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