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Das kleine 1x1 der Artenkunde

Das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch | Unterricht

STAND
Autor/in
Lucia Hefti


Themen
• Wildtiere
• Tierarten
• Horn
• Geweih
• Lebensraum Wald

Fächer
• Sachunterricht
• Biologie
• Naturwissenschaft

Klassenstufen
• ab Klasse 3, Grundschule
• ab Klasse 5, alle Schularten

Lernziele/Kompetenzen

Grundschule:

- Tiere eines Lebensraums exemplarisch beschreiben, benennen und unterscheiden
- Sensibilität, Interesse, Neugier gegenüber der Umwelt entwickeln
- verantwortungsvoller Umgang mit der Natur

Sek 1:

- Säugetiere anhand ausgewählter Beispiele in ihrer Lebensweise und Vielfalt beschreiben – auch im Hinblick auf ihre stammesgeschichtliche Verwandtschaft
- Gesamtzusammenhang ökologischer Aspekte, ganzheitliches Bild von Natur und Wissenschaft, wechselseitige Abhängigkeit von Mensch und Umwelt, verantwortungsvoller Umgang mit der Natur

Bezug zum Bildungsplan

Grundschule / Sachunterricht / 3.–4. Klasse
„Tiere in ihrem Lebensraum“, „Natur und Leben“, „Lebensraum Wald“, oder Projektunterricht „Wald“, „Wildtiere“, „Verwandtschaft von Säugetieren“

Sekundarstufe I / Biologie / 5.–6. Klasse
„Wirbeltiere“ „Vertreter der Säugetiere", „Verwandtschaft von Säugetieren“, oder „Ökologie“(„Typische Organismen des Lebensraums Wald“)

Unterrichtsverlauf

Der Film kann wegen seiner umfangreichen Informationen über einen Zeitraum von ca. fünf Unterrichtsstunden genutzt werden. Der Unterrichtsverlauf bezieht sich auf die Arbeitsblätter für die Grundschule. Die Arbeitsblätter für Sek I stehen online und können identisch eingesetzt werden.
Zur besseren Übersicht der Themenbereiche werden diese wie folgt untergliedert:

ThemenbereicheTimecodeZeitaufwandEinsatz des Materials
IReh und Rothirsch auf der Spur00:00–05:551 Stunde1. Stunde:
Arbeitsblatt 1–2
IIDer Familie der Hirschartigen auf der Spur05:55–07:252 Stunden2. Stunde:
Arbeitsblatt 3–4 + Arbeitsblatt 1

3. Stunde:
Präsentationen
IIIGeweihträgern und Hornträgern auf der Spur07:25–11:552 Stunden4. Stunde:
Arbeitsblatt 5–6 + Arbeitsblatt 1

5. Stunde:
Arbeitsblatt 7a+7b, Arbeitsblatt 8 + Arbeitsblatt 1

Themenbereich I – Reh und Rothirsch auf der Spur

1. Stunde:
● Einstieg: Lehrkraft schreibt folgende Begriffe an die Tafel, Schüler*innen aktivieren Vorwissen, indem sie diese erläutern:
- Hörner einer Ziege, Hirschgeweih, Pferdehuf, Schweinefuß, Wiederkäuer
● Erarbeitung: Im Plenum wird Spalte 2 von Arbeitsblatt 1 (Unser gesammeltes Vorwissen) bearbeitet.
Hinweis: Fehlerhafte Antworten der Schüler*innen werden nicht korrigiert, weil im Laufe des Filmes alle Fragen korrekt beantwortet werden können und falsches Vorwissen verbessert wird.
● Film „Das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch“.
● Erarbeitung: In Partnerarbeit bearbeiten die Schüler*innen das Arbeitsblatt 2a (Reh und Rothirsch im Vergleich) mithilfe des Films (Timecode beachten!).
● Sicherung: Schüler*innen besprechen Lösungen und ergänzen.

Themenbereich II – Der Familie der Hirschartigen auf der Spur

2. Stunde
● Einstieg: Abfrage im Plenum, welche Tiere ein Geweih tragen.
● Erarbeitung: Ausgabe Arbeitsblatt 3a (Die Familie der Hirschartigen), Sequenz aus dem Film zeigen (Timecode beachten!), um weitere Vertreter der Hirschartigen kennenzulernen.
● Sicherung: Die Schüler*innen kehren zu Arbeitsblatt 1 zurück und korrigieren, wenn nötig, die Frage 2 in der dritten Spalte.
● Erarbeitung: Gruppenarbeit. Anhand einer Wahlaufgabe auf Arbeitsblatt 4 beschäftigten sie die Schüler*innen näher mit einem Vertreter der Hirschartigen.
(Wahlaufgaben: Informationsschild, Rätselfragen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Hirschartigen)

3. Stunde
● Erarbeitung: Gruppenarbeit aus der Vorstunde beenden
● Sicherung: Präsentationen zu den Schülerwerken.

Themenbereich III – Geweihträgern und Hornträgern auf der Spur

4. Stunde
● Einstieg: Lehrkraft zeigt ein Bild eines männlichen Rindes und eines männlichen Hirschs, Schüler*innen finden Gemeinsamkeiten.
● Erarbeitung: Vertiefung des Themas durch Filmsequenz (Timecode beachten!) und Arbeitsblatt 5a (Gemeinsamkeiten von Geweihträgern und Hornträgern)
● Sicherung: Arbeitsblatt 1, Frage 4.
● Erarbeitung: Auseinandersetzung mit dem Begriff „Paarhufer“ durch
Arbeitsblatt 6. Aufgabe 1: Bildbetrachtung; danach Bearbeitung der weiteren Fragestellungen mithilfe einer Filmsequenz.
● Sicherung: Arbeitsblatt 1, Fragen 5 und 6.

5. Stunde
● Einstieg: Erläuterung, dass nun die Unterschiede von Geweih- und Hornträgern beleuchtet werden, da die Gemeinsamkeiten durch die letzte Stunde bekannt sind.
● Erarbeitung: Filmeinsatz zur Vertiefung des Themas mithilfe der Arbeitsblätter 7a und 7b (Unterschiede von Geweihen und Hörnern) in Partnerarbeit.
● Sicherung: Die Partner*innen vergleichen ihre Antworten und ergänzen das jeweils andere Arbeitsblatt (Horn/Geweih). Danach kehren die Schüler*innen zurück zu Arbeitsblatt 1, Frage 3.
● Transfer: Die Lehrkraft zeigt den noch fehlenden Teil des Filmes und thematisiert kurz, weshalb es wichtig ist, dass die Rehpopulation durch Jagd geregelt wird. Danach Rückkehr zu Arbeitsblatt 1, Frage 1.
● Arbeitsblatt 8 (Wiederholung und Kreuzworträtsel) wird in Einzelarbeit gelöst.

Alle Themen zum Schwerpunkt Das kleine 1x1 der Artenkunde

Der Salamander ist keine Eidechse

"Das kleine 1x1 der Artenkunde“ soll dabei helfen, Tiere richtig zu bestimmen und ihre Verwandtschaftsverhältnisse kennenzulernen. In dieser Folge prüfen wir, ob Salamander mit Eidechsen verwandt sind.
Auf den ersten Blick ist ihr Körperbau sehr ähnlich. Aber wer genauer hinschaut, entdeckt wichtige Unterschiede: Die Beschaffenheit der Haut, das Vorhandensein von Giftdrüsen und sogar die Anzahl der Zehen unterscheiden die beiden Arten voneinander. Feuersalamander sind auf Gewässer für ihren Nachwuchs angewiesen. Junge Zauneidechsen dagegen entwickeln sich vom Wasser unabhängig. Das hat Auswirkungen darauf, wo diese Arten überleben können und welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind. Wir zeigen, was die einen zu Reptilien und die anderen zu Amphibien macht und stellen einige ihrer Verwandten vor.

Das kleine 1x1 der Artenkunde SWR Fernsehen

Der Karpfen ist kein Barsch

"Das kleine 1x1 der Artenkunde“ zeigt, wie sich Tierarten unterscheiden und richtig bestimmen lassen. Die Filme helfen dabei genau hinzuschauen und Ähnlichkeiten und Unterschiede einzuordnen. Ein spielerisch gestalteter Zugang zur Welt der Tiere für Kinder und andere Naturbegeisterte.
In dieser Folge geht es um heimische Süßwasserfische. Unter der Wasseroberfläche von Flüssen und Seen versteckt sich eine überraschend große Artenvielfalt. Besonders viele Fischarten stammen aus der Karpfenfamilie. Karpfen sind so etwas wie die genügsamen Weidetiere unter den Fischen. Sie suchen den Boden nach Essbarem ab und sind dabei nicht sehr wählerisch: Pflanzen, Würmer, Insekten oder Aas werden gerne genommen. Flinke Jäger sind Karpfen allerdings nicht - im Gegensatz zu Flussbarschen, die gerne auch kleinere Artgenossen erbeuten. Wir zeigen, wie sich Barsche von Karpfen unterscheiden und wie man mit etwas Glück beim Schnorcheln im Baggersee sogar Hechte und Welse entdecken kann.

Das kleine 1x1 der Artenkunde SWR Fernsehen

Die Hornisse, die keine ist

„Das kleine 1x1 der Artenkunde“ zeigt, wie sich Tierarten unterscheiden und richtig bestimmen lassen. Die Filme helfen dabei genau hinzuschauen und Ähnlichkeiten und Unterschiede einzuordnen. Ein spielerisch gestalteter Zugang zur Welt der Tiere für Kinder und andere Naturbegeisterte.
Ein großes, schwarz-gelbes Insekt brummt durch die Luft. Es ist viel größer als eine Biene. Das wird wohl eine Hornisse sein. Oder doch nicht? Es könnte auch ein Hornissenschwärmer sein – keine Wespenart, sondern ein Schmetterling. Das faszinierende Insekt hat durchsichtige Flügel und ist im Laufe der Evolution mit seinem schwarz-gelben Hinterleib zu einem fast perfekten „Doppelgänger“ der Hornisse geworden. Biologen bezeichnen dieses Nachahmen des Aussehens als „Mimikry“. Das wespenähnliche Aussehen schützt den Hornissenschwärmer vor vielen Fressfeinden, zum Beispiel vor Vögeln, die den Stachel von Hornissen fürchten. Der gefährlich aussehende Schmetterling ist für Mensch und Tier allerdings völlig harmlos und hat auch einen ganz anderen Lebenswandel als die Hornissen.

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Die Spitzmaus ist keine Maus

„Das kleine 1x1 der Artenkunde“ zeigt, wie sich Tierarten unterscheiden und richtig bestimmen lassen. Die Filme helfen dabei genau hinzuschauen und Ähnlichkeiten und Unterschiede einzuordnen. Ein spielerisch gestalteter Zugang zur Welt der Tiere für Kinder und andere Naturbegeisterte.
In dieser Folge vergleichen wir Spitzmaus und Hausmaus. Zwei sehr unterschiedliche Tierarten, die nur der Name verbindet.
Äußerlich ist ihr Körperbau sehr ähnlich. Aber ein Blick auf das Skelett zeigt, wie unterschiedlich die Schädel sind: Hausmäuse und ihre Verwandten können mit ihren großen Schneidezähnen härteste Nüsse öffnen. Spitzmäuse haben eher eine Art Raubtiergebiss, mit dem sie auf die Jagd nach Insekten gehen. Spitzmäuse verhungern, wenn sie nur zwei bis drei Stunden keine Nahrung finden, denn kein anderes Tier hat einen so hohen Stoffwechsel. Ihr Herz schlägt bei Anstrengung bis zu 1500-mal pro Minute. Hausmäuse und Ratten profitieren vom Menschen und haben sich erfolgreich an das Leben in der Stadt angepasst. Spitzmäuse dagegen brauchen naturbelassenere Lebensräume.

Das kleine 1x1 der Artenkunde SWR Fernsehen

Das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch

"Das kleine 1x1 der Artenkunde“ zeigt, wie sich Tierarten unterscheiden und richtig bestimmen lassen. Die Filme helfen dabei genau hinzuschauen und Ähnlichkeiten und Unterschiede einzuordnen. Ein spielerisch gestalteter Zugang zur Welt der Tiere für Kinder und andere Naturbegeisterte.
Häufig wird das Reh für die „Frau“ oder das „Kind“ vom Hirsch gehalten. Tatsächlich sind Hirsche und Rehe aber zwei verschiedene Tierarten. Die Männchen der beiden Spezies kann man gut an ihren unterschiedlichen Geweihen erkennen. Bei den Weibchen ist die Unterscheidung schwieriger, aber wir zeigen, worauf es ankommt. Ein wichtiger Unterschied liegt in ihrem Verhalten: Rehe sind Einzelgänger, Hirsche leben in Rudeln. Beide Tierarten verbindet aber auch vieles: Sie müssen die gleichen Feinde fürchten, haben ähnliche Nahrungsbedürfnisse und sie tragen Geweihe. Was unterscheidet eigentlich ein Geweih von Hörnern? Sind Hornträger wie Rinder oder Ziegen mit Hirschen oder Rehen verwandt? Der Film klärt die Beziehungen und zeigt, wie die Tiere leben.

Das kleine 1x1 der Artenkunde SWR Fernsehen

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Lucia Hefti