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Lebensräume · Gefiederte Waldbewohner

Vögel im Winter | Unterricht

STAND
Autor/in
Silke Harrer

Hinweise zur Sendung

Der Film kann sowohl im Heimat- und Sachunterricht der Primarstufe eingesetzt werden, als auch im Biologieunterricht der Sekundarstufe I. Er kann zum einen im Rahmen einer ganzen Lehrplaneinheit "Vögel" gezeigt werden beim Teilthema "Vögel im Winter". Zum andern ist sein Einsatz aber auch im Rahmen einer kurzen Unterrichtssequenz im Winter denkbar, die das aktuelle Naturgeschehen ins Bewusstsein rückt. Ziele hiervon sollten sein, das derzeitige Naturgeschehen aufzugreifen, zu eigenen Beobachtungen zu animieren und - falls witterungsbedingt erforderlich - zur vogelgerechten Fütterung anzuhalten.

Kohlmeise (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Kohlmeise SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Rotkehlchen SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Buchfink SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Groblernziele, die verfolgt werden sollten, sind folgende: Die Schülerinnen und Schüler

● werden zu Naturbeobachtungen animiert.

● erlangen Artenkenntnisse.

● beschäftigen sich mit ökologisch orientierten Grundsätzen der Vogelfütterung im Winter. Dadurch erlangen sie Verantwortungsbewusstsein gegenüber der heimischen Tierwelt.

Folgende Vorgehensweise ist für die Sekundarstufe I denkbar, wenn sich die Kinder mit einzelnen Vogelarten beschäftigen sollen. Die Klasse sieht zunächst gemeinsam den Film "Vögel im Winter". Jede Schülerin und jeder Schüler hält beim Betrachten möglichst viele der gezeigten Tiere auf einem Notizzettel fest. Gemeinsam werden dann 6 Vögel ausgewählt, mit denen man sich näher beschäftigen wird. Der Klasse muss mitgeteilt werden, dass das Ziel dieser Beschäftigung das Erstellen eines Steckbriefes über einen der ausgewählten sechs Vögel ist.

Der Lehrer sollte klare Arbeitsanweisungen geben und den Kindern erklären, wie sie mit dem zur Verfügung gestellten Material (Texte mit Bildern, Karteikarten, Schulbücher, Abbildungen, Stopfpräparate usw.) arbeiten sollen, welche Elemente ihr "Steckbrief" enthalten und in welcher Form er angelegt sein soll. Die Zusammensetzung der Lerngruppen könnte man zwar vorgeben, man wird aber einen höheren Motivationsgrad erreichen, wenn dieser Gruppenbildungsprozeß der Klasse selbst überlassen bleibt.

Für die Erarbeitungsphase sind zwei alternative Vorgehensweisen denkbar:

a) Gruppenpuzzle

  • Bildung von Lerngruppen (Stammgruppen) mit je 6 Teilnehmern.
  • Jeder Schüler einer Lerngruppe entscheidet sich für eines der 6 Tiere, für das er Experte werden will (in jeder Lerngruppe gibt es also für jedes Tier einen Experten).
  • Bildung von Expertengruppen (in Abhängigkeit von der Klassengröße eine bis zwei Expertengruppen für jedes der 6 Tiere). Jede Expertengruppe besteht aus 2 bis 3 Schülern.
  • Aufgaben der Expertengruppen:
  • Sich sachkundig machen über ein bestimmtes Tier mit Hilfe des ausgelegten Materials, also zum Experten werden!
  • Entwerfen eines übersichtlichen, gut gegliederten Hefteintrages ("Steckbrief") über dieses Tier!

Die ursprünglichen Lerngruppen kommen wieder zusammen. Jeder Experte unterrichtet seine Partner über sein Tier. Die Partner übernehmen - die in der Diskussion evtl. verbesserten - Hefteinträge, kleben eventuell Abbildungen der vorgestellten Tiere ins Heft (sollte der Lehrer austeilen) und kennzeichnen bzw. beschriften entsprechend.

Schematische Darstellung dieses Vorgehens:

3 Lerngruppen (Stammgruppen) mit je 6 Experten für die 6 ausgewählten Vögel
6 Expertengruppen für 6 ausgewählte Vögel

Schematische Darstellung der Gruppenarbeit (Foto: SWR, Silke Harrer)
So könnten die Gruppen zusammengestellt werden SWR, Silke Harrer

b) Partnerarbeit

Es befassen sich immer zwei Schüler in Partnerarbeit mit einem der Vögel und stellen anschließend ihr Tier der ganzen Klasse vor.

Auch für die Aufarbeitung des Themas Winterfütterung sind verschiedene Vorgehensweisen denkbar. Folgende zwei Vorschläge können eingesetzt werden, wenn das Thema im Winter behandelt wird.

  • a) Der Lehrer/die Lehrerin kann z.B. den Auftrag erteilen, in Gruppenarbeit die Informationen aus dem Film über eine sinnvolle Fütterung zusammenzutragen und Plakate mit dem Thema "Winterfütterung der Vögel" anzufertigen, die der Öffentlichkeitsarbeit dienen sollen. Sie können in der Schule aufgehängt werden, noch motivationsfördernder wären aber Orte, die mehr Menschen zugänglich sind, z.B. Schaufenster von Geschäften oder Schaukästen an öffentlichen Gebäuden. Wichtig ist, dass bereits geklärt ist, wo die Plakate hängen werden und dass es sich um sichere Orte handelt.
  • b) Das Thema Winterfütterung eignet sich hervorragend zum handlungsorientierten Unterricht. Was liegt näher als nach dem neu erworbenen Wissen selbst aktiv zu werden und eine Futterstelle zu bauen. Eine derartige Vorgehensweise ermöglicht das häufig geforderte Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Je nach Altersstufe sucht der Lehrer/die Lehrerin eine einfache oder auch eine komplexere Konstruktion aus. Für die Primarstufe z.B. bietet sich der Blumentopf mit dem Fett-Körnergemisch an oder die Herstellung von Meisenknödeln (siehe Arbeitsmaterial "Vogelfutter - für jeden das richtige"). In der Sekundarstufe kann - je nach Zeitkontingent und Möglichkeiten an der Schule - ein komplexeres Haus gezimmert werden.

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Vögel im Winter

Wird es kalt in unseren Breiten, verlassen uns die Zugvögel und machen sich auf in wärmere Regionen. Für die Standvögel brechen dagegen manchmal harte, sehr kalte Zeiten an.

Natur nah: Vögel im Winter SWR Fernsehen

Spechten auf der Spur

In über 30 Jahren Spechtforschung ist es dem Ornithologen Klaus Ruge noch nie gelungen, das Rätsel zu lösen, was sich im Inneren eines Spechtnests abspielt. Doch dank Tierfilmer Markus Zeugin und dessen Spezialkameras erhalten die beiden Forscher völlig neue Einblicke ins Spechtleben: vom Ei bis zum Flüggewerden.
Ein umfassendes Internet-Angebot bei Planet Schule ergänzt diesen Film zu einem ganz besonderen multimedialen Bildungsangebot. Schüler werden abwechslungsreich an das Thema „Ökosystem Wald“ herangeführt. Durch tägliches Beobachten einer Spechtfamilie im Internet wird eine enge Beziehung zu den Tieren aufgebaut. Dadurch findet eine Sensibilisierung für die Belange unserer Umwelt statt. Neugier über das Funktionieren ökologischer Zusammenhänge wird geweckt und aktive Mitarbeit im Umweltschutz angeregt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Spying on Woodpeckers

In über 30 Jahren Specht-Forschung ist es dem Ornithologen Klaus Ruge noch nie gelungen, das Rätsel zu lösen, was sich im Inneren eines Specht-Nests abspielt. Doch dank Tierfilmer Markus Zeugin und dessen Spezialkameras erhalten die beiden Forscher völlig neue Einblicke ins Specht-Leben: vom Ei bis zum Flüggewerden.
Ein umfassendes Internet-Angebot ergänzt diesen Film zu einem ganz besonderen multimedialen Bildungsangebot. Schüler werden abwechslungsreich an das Thema „Ökosystem Wald“ herangeführt. Durch tägliches Beobachten einer Specht-Familie im Internet wird eine enge Beziehung zu den Tieren aufgebaut. Dadurch findet eine Sensibilisierung für die Belange unserer Umwelt statt. Neugier über das Funktionieren ökologischer Zusammenhänge wird geweckt und aktive Mitarbeit im Umweltschutz angeregt.

Knocking on Wood SWR Fernsehen

Specht & Co

Wenn im Bergwald die Knospen sprießen und in den Tälern der Frühling einzieht, bricht bei den Spechten das Baufieber aus. Das Weibchen klopft nur leicht an den Stamm, doch das genügt, um ihren Auserwählten anzuspornen. Jetzt lassen Bunt- und Schwarzspechte ihren spitzen Schnabel mit voller Wucht gegen den Buchenstamm krachen, bis die Späne fliegen – eine harte Arbeit bis die Höhle fertig ist. Dietmar Keil hat das vielfältige Leben im Wald in unterschiedlichen Jahreszeiten eingefangen. Wildschweine brechen durchs Unterholz, suhlen sich genüsslich, Frischlinge toben ausgelassen, sind verspielt, wie auch die kleinen Füchse. Im Frühjahr überzieht ein Blütenmeer aus Buschwindröschen, Blausternlilien und Veilchen den Boden. Im Herbst wachsen die bizarren Fruchtkörper der Pilze ans Licht. Laut röhrend sorgt der Platzhirsch dafür, dass sein Rudel beisammen bleibt.

Die Rückkehr der bedrohten Vögel

Das Salek-Tal im Norden Sloweniens ist ein Paradebeispiel dafür, wie der Mensch einerseits die Umwelt zerstört, sie andererseits durch die richtigen Maßnahmen aber auch retten kann. Die Seenlandschaft im Salek-Tal war lange ein Vogelparadies. Ab den 1950er Jahren gelangten dann die Abfallprodukte eines Braunkohlekraftwerks jahrzehntelang ungereinigt in den Velenje-See und machten ihn zu einer giftigen, lebensfeindlichen Wasserwüste. Die Vögel waren verschwunden. Ab 1985 wurden Filter- und Schutzmaßnahmen eingeleitet. Seitdem konnte sich der See erholen und viele Vogelarten haben sich ihren Lebensraum zurückerobert. Das Wasser ist sauber genug, dass Blässhühner, Kormorane, Haubentaucher und Zwergtaucher hier ausreichend Nahrung finden. Reiher waten am Ufer entlang und in den Steilufern der Zuflüsse brüten Eisvögel. Die angrenzenden Wälder sind das Revier von Waldkauz, Turmfalke, Pirol und Kuckuck. Beispielhaft zeigt der Film, dass Umweltschutz funktionieren kann. Durch effektive Renaturierung könnten auch ehemalige Braunkohlereviere in Deutschland seltenen Arten in Zukunft neue Lebensräume bieten.

Natur nah SWR Fernsehen

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Autor/in
Silke Harrer