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Lebensräume · Gefiederte Waldbewohner

STAND
Autor/in
Susanne Decker

Vögel, die im Wald zuhause sind, wählen ihren Lebensraum sehr sorgfältig aus. Jedes „Stockwerk“ bietet für unterschiedliche Spezialisten – ob Baumkronen-, Stamm- oder Unterholzbewohner - Brutgelegenheiten und ein entsprechendes Futterangebot. Je nach Jahreszeit gibt es Samen, Beeren und Insekten im Überfluss! Auch wenn Singen nicht gerade zu seinen Stärken zählt - im Wald ist der Specht trotzdem nicht zu überhören. Für ihn gehört „Hämmern“ zum Alltagsgeschäft. Ob er sich eine Bruthöhle zimmert oder zum Anzeigen seines Reviers den Schnabel mit einer unglaublichen Frequenz von bis zu zwanzig Schlägen pro Sekunde auf einen Baumstamm surren lässt – dank spezieller „Tricks“ im Körperbau bekommt er nicht mal Kopfschmerzen davon! Eine Kamera in der Bruthöhle verfolgt die rasante Entwicklung der Specht-Küken vom Ei bis zum Flügge werden. Im Winter am Futterhäuschen lassen sich die Vögel des Waldes auch ohne aufwändige Kamerainstallationen gut beobachten. Zu den Filmen „Vögel im Winter“ und „Spechten auf der Spur“ werden im Wissenspool interaktive Multimediaelemente, weitere Hintergrundinformationen und Tipps für den Einsatz im Unterricht angeboten.

Bild eines Eichelhähers. (Foto: Colourbox)
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Alle Themen zum Schwerpunkt Lebensräume · Gefiederte Waldbewohner

Vögel im Winter

Wird es kalt in unseren Breiten, verlassen uns die Zugvögel und machen sich auf in wärmere Regionen. Für die Standvögel brechen dagegen manchmal harte, sehr kalte Zeiten an.

Natur nah: Vögel im Winter SWR Fernsehen

Spechten auf der Spur

In über 30 Jahren Spechtforschung ist es dem Ornithologen Klaus Ruge noch nie gelungen, das Rätsel zu lösen, was sich im Inneren eines Spechtnests abspielt. Doch dank Tierfilmer Markus Zeugin und dessen Spezialkameras erhalten die beiden Forscher völlig neue Einblicke ins Spechtleben: vom Ei bis zum Flüggewerden.
Ein umfassendes Internet-Angebot bei Planet Schule ergänzt diesen Film zu einem ganz besonderen multimedialen Bildungsangebot. Schüler werden abwechslungsreich an das Thema „Ökosystem Wald“ herangeführt. Durch tägliches Beobachten einer Spechtfamilie im Internet wird eine enge Beziehung zu den Tieren aufgebaut. Dadurch findet eine Sensibilisierung für die Belange unserer Umwelt statt. Neugier über das Funktionieren ökologischer Zusammenhänge wird geweckt und aktive Mitarbeit im Umweltschutz angeregt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Spying on Woodpeckers

In über 30 Jahren Specht-Forschung ist es dem Ornithologen Klaus Ruge noch nie gelungen, das Rätsel zu lösen, was sich im Inneren eines Specht-Nests abspielt. Doch dank Tierfilmer Markus Zeugin und dessen Spezialkameras erhalten die beiden Forscher völlig neue Einblicke ins Specht-Leben: vom Ei bis zum Flüggewerden.
Ein umfassendes Internet-Angebot ergänzt diesen Film zu einem ganz besonderen multimedialen Bildungsangebot. Schüler werden abwechslungsreich an das Thema „Ökosystem Wald“ herangeführt. Durch tägliches Beobachten einer Specht-Familie im Internet wird eine enge Beziehung zu den Tieren aufgebaut. Dadurch findet eine Sensibilisierung für die Belange unserer Umwelt statt. Neugier über das Funktionieren ökologischer Zusammenhänge wird geweckt und aktive Mitarbeit im Umweltschutz angeregt.

Knocking on Wood SWR Fernsehen

Specht & Co

Wenn im Bergwald die Knospen sprießen und in den Tälern der Frühling einzieht, bricht bei den Spechten das Baufieber aus. Das Weibchen klopft nur leicht an den Stamm, doch das genügt, um ihren Auserwählten anzuspornen. Jetzt lassen Bunt- und Schwarzspechte ihren spitzen Schnabel mit voller Wucht gegen den Buchenstamm krachen, bis die Späne fliegen – eine harte Arbeit bis die Höhle fertig ist. Dietmar Keil hat das vielfältige Leben im Wald in unterschiedlichen Jahreszeiten eingefangen. Wildschweine brechen durchs Unterholz, suhlen sich genüsslich, Frischlinge toben ausgelassen, sind verspielt, wie auch die kleinen Füchse. Im Frühjahr überzieht ein Blütenmeer aus Buschwindröschen, Blausternlilien und Veilchen den Boden. Im Herbst wachsen die bizarren Fruchtkörper der Pilze ans Licht. Laut röhrend sorgt der Platzhirsch dafür, dass sein Rudel beisammen bleibt.

Die Rückkehr der bedrohten Vögel

Das Salek-Tal im Norden Sloweniens ist ein Paradebeispiel dafür, wie der Mensch einerseits die Umwelt zerstört, sie andererseits durch die richtigen Maßnahmen aber auch retten kann. Die Seenlandschaft im Salek-Tal war lange ein Vogelparadies. Ab den 1950er Jahren gelangten dann die Abfallprodukte eines Braunkohlekraftwerks jahrzehntelang ungereinigt in den Velenje-See und machten ihn zu einer giftigen, lebensfeindlichen Wasserwüste. Die Vögel waren verschwunden. Ab 1985 wurden Filter- und Schutzmaßnahmen eingeleitet. Seitdem konnte sich der See erholen und viele Vogelarten haben sich ihren Lebensraum zurückerobert. Das Wasser ist sauber genug, dass Blässhühner, Kormorane, Haubentaucher und Zwergtaucher hier ausreichend Nahrung finden. Reiher waten am Ufer entlang und in den Steilufern der Zuflüsse brüten Eisvögel. Die angrenzenden Wälder sind das Revier von Waldkauz, Turmfalke, Pirol und Kuckuck. Beispielhaft zeigt der Film, dass Umweltschutz funktionieren kann. Durch effektive Renaturierung könnten auch ehemalige Braunkohlereviere in Deutschland seltenen Arten in Zukunft neue Lebensräume bieten.

Natur nah SWR Fernsehen

Lernmaterial zum gesamten Schwerpunkt

Lebensräume · Gefiederte Waldbewohner | Lernspiel

Lernspiel zu Lebensräume · Gefiederte Waldbewohner

Lebensräume · Gefiederte Waldbewohner | Ergänzender Hintergrund

Der Wald bietet seinen gefiederten Bewohnern mehrere „Stockwerke“ mit den unterschiedlichsten ökologischen Nischen als Lebensraum. So findet jeder sein Plätzchen, an dem es sich gut leben lässt. Während sich zum Beispiel das Rotkehlchen gerne in Bodennähe aufhält fühlen sich Buchfink und Eichelhäher eher in den oberen Stockwerken des Waldes wohl. Buntspechte bevorzugen den Wohnort „Baumstamm“. Die einzelnen Wald-Stockwerke mit ihren jeweiligen Eigenschaften und Besonderheiten werden auf den folgenden Seiten ausführlich vorgestellt. Gut beobachten lassen sich die sonst eher scheuen Vögel im Winter. In der kalten Jahreszeit ist ihr Energiebedarf besonders hoch und man kann sie jetzt mit Samenkörnern, Haferflocken und Fettknödeln ans Futterhäuschen locken und aus nächster Nähe betrachten. Einige der bekanntesten „Gäste“ am Futterhäuschen werden auf den folgenden Seiten ausführlich im Steckbrief vorgestellt. Zusätzlich gibt es vertiefende Informationen zu den Themen „Winterfütterung“ und „Specht“.

Lebensräume · Gefiederte Waldbewohner | Hintergrund: Stockwerkbau

Auf dem Dachboden ist es im Sommer ganz schön heiß. Durch die Dachfenster scheint das Sonnenlicht herein und erwärmt den Raum. Geht man die Treppe hinunter ins Erdgeschoss, so ist es da schon etwas kühler und durch die Fenster fällt weniger Licht. Im Keller ist es dann richtig dunkel, kühl und feucht.

Lebensräume · Gefiederte Waldbewohner | Hintergrund: Energiekreislauf

So idyllisch und romantisch das Leben im Wald auf den ersten Blick scheinen mag - auch hier gilt das ewige Gesetz: Fressen und gefressen Werden. Die komplexen Räuber-Beute Beziehungen werden mit Modellen wie „Nahrungskette“, „Nahrungsnetz“ und „Nahrungspyramide“ überschaubar und greifbar dargestellt und geben eine gute Grundlage für das Verständnis von Energie- und Stoffkreisläufen. Vor allem interessant ist die Frage: Was kommt vor dem Anfang und nach dem Ende einer Nahrungskette? Eine zentrale Rolle bei der Beantwortung spielt die Fotosynthese. Pflanzen sind als einzige Lebewesen dazu in der Lage, die Energie des Sonnenlichtes zu nutzen, um aus Wasser und Co2 Zucker herzustellen. Sie werden deshalb als Primärproduzenten bezeichnet und stehen ganz am Anfang der Nahrungskette. Tiere am Ende der Nahrungskette („Endverbraucher“) werden zwar nicht gefressen, müssen aber dennoch sterben. So genannte „Destruenten“ sorgen dann dafür, dass der tote Körper eines Endverbrauchers zersetzt wird und damit dem Nahrungskreislauf im Wald wieder zur Verfügung steht. Auf den folgenden Seiten werden die Themen Energie- und Stoffkreislauf detailliert behandelt. Weiterhin wird am Beispiel „DDT und dessen Auswirkungen auf den Sperberbestand“ gezeigt was passiert, wenn ein Giftstoff in die Nahrungskette gelangt und warum dieser sich in deren Endgliedern besonders stark anreichert.

Lebensräume · Gefiederte Waldbewohner | Unterricht

Auf den folgenden Seiten werden Tipps und Anregungen gegeben, die zeigen, wie die Filme „Vögel im Winter“ und „Ganz schön behämmert – Spechten auf der Spur“ im Unterricht effektiv, fächerverbindend und lernzielgerecht eingesetzt werden können. Beispielsweise in unterschiedlichen Klassenstufen und verschiedenen Unterrichtszusammenhängen. Die Filme können sowohl im Sachunterricht der Primarstufe als auch im Biologieunterricht der Sekundarstufe eingesetzt werden. Weiterhin gibt es Beispiele für Themenerarbeitungsphasen. Dazu werden alternative Vorgehensweisen vorgeschlagen. So kann ein Thema beispielsweise als Gruppenpuzzle oder in Partnerarbeit behandelt werden. Die Dokumentation „Ganz schön behämmert – Spechten auf der Spur“ kann auch im bilingualen Unterricht der Sekundarstufe 1 und 2 eingesetzt werden, denn von diesem Film sind zwei Synchron-Versionen abrufbar. Eine Version in deutscher und eine in englischer Sprache ("Knocking on Wood - Spying on Woodpeckers“). Weiterhin werden Arbeitsblätter als .doc oder .pdf Datei zum Download angeboten.

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Autor/in
Susanne Decker