Dauer gesamt: ca. 3 Unterrichtstunden; inklusive Mini-Projekt (siehe Sicherungsphase): ca. 4 Unterrichtsstunden
Material: Arbeitsblätter 1-4, Stifte, verschiedene Gegenstände für Algorithmen-Rätsel (z.B. Klemmbausteine), Film „Timebrush“, Abspielgerät, Whiteboard/Tafel, Tablet mit Internetzugang
Einstieg: Grundlagen zu KI
Die Schülerinnen und Schüler verteilen sich im Raum und erhalten jeweils eine zuvor zugeschnittene Karte aus Arbeitsblatt 1: KI-Basics. Ziel ist es, die passende Partnerin bzw. den passenden Partner zu finden, dessen Karte die eigene sinnvoll ergänzt (jeweils zwei Teile gehören zusammen). Sobald sich die Paare gefunden haben, setzen sie sich wieder an ihre Plätze. Die Phase endet, wenn alle Zuordnungen erfolgt sind. Im Anschluss werden die Inhalte der Karten im Plenum kurz besprochen
(z. B. Worum geht es im jeweiligen Abschnitt? Wie ist der Inhalt zu verstehen? Welche Begriffe sind euch bereits vertraut, welche weniger?)
Um sich etwas intensiver mit Algorithmen auseinanderzusetzen, führen die Schülerinnen und Schüler ein Algorithmen-Rätsel durch. Dazu wird die Klasse in vier Gruppen geteilt. Zwei Gruppen gehen vor die Tür, während die anderen Gruppen je zehn bis 20 Gegenstände (z. B. Klemmbausteine, Fotos oder bunt gemischte Gegenstände) nach einer selbst gewählten Regel sortieren (z.B. Klemmbausteine mit zwei und drei Noppen / große, blaue Gegenstände). Danach schauen die anderen beiden Gruppen die Sortierungen an und versuchen die zugrunde liegenden Muster/Algorithmen zu erkennen und zu erklären.
Material: Arbeitsblatt 1: KI-Basics, Stift, verschiedene Gegenstände für Algorithmen-Rätsel
Sozialform: Plenum
Erarbeitungsphase 1: KI-Merkmale erarbeiten und erkennen lernen
Der Film „Timebrush“ wird angeschaut und in der Klasse diskutiert. Worum geht es? Was fanden die Schülerinnen und Schüler besonders überraschend? Was war ihnen bislang möglicherweise noch nicht bewusst?
Anschließend wird Arbeitsblatt 2: Timebrush: KI-Kunst verstehen ausgeteilt, in Einzel- oder Partnerarbeit bearbeitet und in der Klasse besprochen. Kamen im Film Begriffe auf, die den Schülerinnen und Schülern bislang nicht vertraut waren? Wie gehen sie im Alltag mit Bildern und deren Glaubwürdigkeit um?
Auf Basis des Films und der gewonnenen Informationen erstellt die Klasse eine gemeinsame Mindmap, die die wichtigsten Merkmale festhält, um KI-Bilder besser zu erkennen. Welche Möglichkeiten haben die Schülerinnen und Schüler gegebenenfalls noch, um KI-generierte Bilder zu identifizieren? Diese Infos können bei der Erstellung helfen:
- Auf das Bauchgefühl hören
- Details genau untersuchen (Elemente verschmelzen ineinander, unnatürliche Mimik, Fehler bei Licht und Schatten, kleine Gegenstände ansehen, unnatürliche Augen, ähnliche Körperhaltungen/ ähnliche Gesichter, zu schöne Gesichter/geglättete Haut)
- Suche nach Kontext (Entstehung, Zeit, Epoche, Zusammenhänge suchen, Künstler/Künstlerin, KI-Hinweis, sonstige Informationen)
Material: Film „Timebrush“, Abspielgerät, Arbeitsblatt 2 „Timebrush: KI-Kunst verstehen“, Stift, Whiteboard/Tafel
Sozialform: Einzel- oder Partnerarbeit, Plenum
Erarbeitungsphase 2: KI-Merkmale in der Praxis identifizieren
Die Schülerinnen und Schüler testen auf Arbeitsblatt 3: Ist das echt oder kann das weg? praktisch, ob sie die zuvor identifizierten Merkmale erkennen und echte von KI-generierten Bildern unterscheiden können. Anschließend werden die Ergebnisse sowie die gesammelten Auffälligkeiten gemeinsam in der Klasse besprochen.
Im Anschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler Arbeitsblatt 4: Kunst im Blick, das sie bei der folgenden Aufgabe in Kleingruppen kontinuierlich bearbeiten und als Unterstützung nutzen. Dazu identifizieren sie mit einem Tablet im Lernspiel „Timebrush“ echte und KI-generierte Werke aus verschiedenen Kunstepochen. Bei Bedarf können sie ergänzend im Internet recherchieren, um fehlende Informationen zu vervollständigen. Im Plenum wird über die gesammelten Erfahrungen und Ergebnisse diskutiert.
Material: Arbeitsblätter 3 und 4, Stift, Tablet mit Internetzugang
Sozialform: Plenum, Einzelarbeit, Kleingruppen
Sicherungsphase: KI-Merkmale in eigener Praxis aktiv einsetzen
Zum Abschluss bündeln die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen in einem Mini-Projekt. In Kleingruppen erstellen sie mithilfe von KI (z. B. ChatGPT oder Gemini) ein eigenes Bild im Stil einer bestimmten Kunstepoche. Dabei nutzen sie ihre gesammelten Erfahrungen aus den einzelnen Aufgaben (KI-Merkmale-Mindmap + ausgefülltes Arbeitsblatt 4). Ihren erstellten Prompt überarbeiten sie mehrfach, um das Ergebnis schrittweise stiltypischer zu gestalten (z. B. durch Anpassung von Lichtverhältnissen oder Proportionen). Anschließend präsentieren sie ihre Bilder im Plenum, vergleichen die Ergebnisse und ziehen gemeinsam ein Fazit.
Material: Tablet mit Internetzugang, erstellte Mindmap aus Erarbeitungsphase 1, ausgefülltes Arbeitsblatt 4: Kunst im Blick
Sozialform: Kleingruppen, Plenum
Tabellarischer Unterrichtsverlauf - Timebrush - Mensch oder Maschine: So erkennst du KI-Bilder (PDF)