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Unterricht: Der Krieg in der Heimat

Themen:

• Bombenkrieg
• Entwurzelung durch Krieg und Gefangenschaft
• Filmanalyse: Einsatz von Quellen und filmischen Mitteln

Unterrichtsansatz für die Mittelstufe

"Der Krieg in der Heimat" stellt zum einen eindrücklich dar, wie sehr der Erste Weltkrieg gesellschaftliche Gegebenheiten veränderte, wie zum Beispiel geschlechtsspezifische Rollenmuster. Der Film schildert zum anderen aber auch, wie durch den Bombenkrieg Bedrohungen unmittelbar in der Heimat Einzug hielten – selbst auf einer Insel wie England. Hautnah erlebte dies Gabrielle West, die als Freiwillige in der Verpflegung einer Munitionsfabrik aushalf. Die Schülerinnen und Schüler achten beim Ansehen des Films besonders auf ihre Geschichte und machen sich dazu Notizen. Dann verfassen sie einen Brief aus der Perspektive von Gabrielle West, in dem sie Gabrielles Erlebnisse in der Munitionsfabrik schildern. Dabei sollen sie sowohl auf die Bedrohung durch den Bombenkrieg als auch auf die veränderte Rolle eingehen, die Frauen durch den Krieg in der Arbeitswelt einnehmen.

Unterrichtsansatz für die Oberstufe

Durch den Krieg, aber auch durch jahrelange Gefangenschaft werden die Soldaten, die überleben, regelrecht entwurzelt. Die Kriegsparteien sind auf die große Zahl von Gefangenen nicht vorbereitet. Für die Betroffenen selbst bleibt oft völlig im Dunkeln, wohin sie gebracht werden und wie lange ihre Reise beziehungsweise die Gefangenschaft noch andauern wird. Die emotionale Tragweite dieser Entwurzelung wird im Film am Beispiel des Soldaten Karl Kasser deutlich. Mithilfe eines Routenplaners vollziehen die Schülerinnen und Schüler die mehrjährige Odyssee des Gefangenen nach. In einem Gedankenspiel versetzen sie sich in die Gefühlswelt des Gefangenen und stellen sie sich anschließend die Frage, wie weit sich der Bauernsohn Kasser ohne den Krieg vermutlich von seinem Heimatdorf Kilb entfernt hätte.

Besonders in der Oberstufe ist dringend notwendig, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Rezeption eines Films diesen dekonstruieren: Sie sollen bewusst wahrnehmen, was filmische Originalquellen sind, welche sonstigen Quellen genutzt wurden, aber auch, welche filmischen Mittel eingesetzt wurden, um die geschichtlichen Zusammenhänge zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler können zwischen zwei Filmszenen wählen und eine davon analysieren. Sie erstellen ein Storyboard von der Szene und notieren sowohl Quellen als auch filmische Mittel, die jeweils genutzt wurden.