Spiele der Welt

Naginata in Japan | Film

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In japanischen Legenden wird erzählt, wie in weit zurückliegender Zeit eine Waffe in Frauenhand kam, die eigentlich nur die Krieger tragen durften. Wenn ein Samurai zum Dienst an den Fürstenhof gerufen wurde und sein Haus ohne Wachen zurückließ, übergab er seiner Frau eine messerscharfe Sichellanze: die Naginata. Mit dieser Waffe sollten die zurückbleibenden Frauen das Haus und ihre Ehre verteidigen. Naginata, das japanische Hellebardenfechten, ist heute ein beliebter Frauensport. Aus der "scharfen Waffe" wurde eine Hellebarde aus Bambus. Über 120 unterschiedliche Folgen von wechselseitigen Angriffs- und Abwehrbewegungen bilden den Formenschatz des klassischen Naginata. Sie alle zu beherrschen vermögen heute nur noch wenige erfahrene Naginata-Meisterinnen.

Naginata lehrt Frauen und Mädchen Selbstverteidigung, Disziplin und Leistung

Naginata erfordert ein hohes Maß an Körperbeherrschung – Disziplin und Leistung wird von allen Schülerinnen verlangt. Dies ist auch der Grund, warum viele Eltern ihre Mädchen in eine Naginata-Schule schicken. Die Naginata-Erziehung steht dem traditionellen japanischen Frauenbild sehr nahe: Schönheit, Unterordnung und Bescheidenheit verbinden sich in diesem Sport für Japaner in einer idealtypischen Weise.

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Frauenrodeo in den USA

Frauen klammern sich an wilde Pferde und Stiere, sie fällen Kälber mit dem Lasso oder reiten in wildem Galopp um die Wette. In Jeans und Hut sehen die zierlichen Reiterinnen des Westens aus wie echte Cowboys, aber es sind Cowgirls, die am Rodeo teilnehmen. Und das ist in den USA kaum verwunderlich, blicken die Reiterinnen doch auf eine ebenso lange Tradition zurück wie ihre männlichen Kollegen. Denn auch die Frauen beteiligten sich an der Eroberung des „wilden" Westens. Es waren meist Amerikanerinnen aus der Mittel- und Oberklasse, denn die Reise der Pioniere war teuer. Frauen, die es gewohnt waren von Hausangestellten bedient zu werden, mussten plötzlich in der Wildnis kochen und waschen und gebären, weil sie dem Traum ihrer Männer gefolgt waren. An der „frontier" wuchs ein neuer Frauentypus heran: stark, selbstbewusst, unabhängig.
Frauen treten heute in zwei Arten von Rodeo auf: bei den großen Männer-Rodeos im „Barrel racing", einem besonders populären Rennen, bei dem es um Geschick und Wendigkeit im Reiten geht und bei reinen Frauenrodeos, wo Frauen auch in den „harten" Disziplinen mitmachen, auf Stieren und wilden Hengsten. Im Film zeigt die ehemalige Weltmeisterin Marlene McRae, wie sie ihre Pferde zu Siegern trainiert, und nebenbei ihre Viehranch in Colorado betreibt.

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planet schule