Bannerbild (Quelle: Axel Heuting, Pixelio.de) (Foto: Axel Heuting, Pixelio)

Lebensräume · Auf Feldern und Wiesen

Von der Raupe zum Schmetterling | Unterricht 2

STAND
Autor/in
Gabi van der Straeten

Einsatz im Unterricht

Wie alt wird ein Schmetterling? Was frisst er? Wo ist der Schmetterling im Winter? Antwort auf diese Fragen hat der Film. Verständlich und eindrucksvoll erklärt er das Wunder der Metamorphose in seiner prächtigsten Form – der Verwandlung einer zunächst unscheinbaren schwarzen Raupe in einen der größten und schönsten Schmetterlinge unserer Umgebung – den Schwalbenschwanz.

Wundersame Verwandlung: der Schwalbenschwanz Fotolia.de, JPS

Bezug zu den Bildungsplänen

Im Bildungsplan für die Grundschule Baden-Württemberg (dies gilt entsprechend für die Bildungspläne der anderen Bundesländer) findet sich im Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur der Bereich Mensch, Tier und Pflanze: Staunen, Schützen, Erhalten und Darstellen. Die Schülerinnen und Schüler sollen in Klasse 4 folgende Kompetenzen erworben haben:

- Techniken der Naturbeobachtung, der Orientierung in der Artenvielfalt (...) anwenden;

- die Bedeutung der Artenvielfalt an Beispielen aufzeigen;

- ihre Verantwortung für die Bewahrung und Erhaltung der Natur und Umwelt erkennen;

- erkennen, dass die heutige und zukünftige Gestaltung und Veränderung von Räumen im Einklang von Natur, Sozialem und Wirtschaft erfolgen sollte.

Schmetterlinge sind wunderschöne und faszinierende Geschöpfe, deren Lebensraum heute leider vielerorts bedroht ist. Sie lassen Kinder und Jugendliche staunen über die Vorgänge bei der Verwandlung und veranschaulichen nachvollziehbar die Verantwortung der Menschen für die Bewahrung und Erhaltung der Natur und diesbezügliche Zusammenhänge.

Schuppen eines Schmetterlings-Flügels als Makroaufnahme. (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Rätselbild 1: Die Schuppen auf den Flügeln SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Rätselbild 2: Ausschnitt eines Schwalbenschwanz-Flügels SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Rätselbild 3: Des Rätsels Lösung – der Schwalbenschwanz SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Unterrichtsablauf

Als Einstieg in das Thema Schmetterling kann die am Anfang des Films gezeigte Nahaufnahme der Schmetterlingsflügel genutzt werden. Drei Bilder werden DIN A4 groß verdeckt an die Tafel gehängt (oder mit Overhead, Beamer, Whiteboard sichtbar gemacht).

Bild 1 (Nahaufnahme Schuppen) wird zuerst aufgedeckt und die Kinder aufgefordert, zu raten, was dort zu sehen ist.
Auf Bild 2 (Vergrößerung Flügel) werden die Schüler erkennen, dass es sich um die Flügel eines Schmetterlings handelt und
Bild 3 (Schwalbenschwanz) löst das Rätsel auf und verdeutlicht die schrittweise Vergrößerung.

Aus dieser Situation entwickelt sich ein kurzes Klassengespräch über Schmetterlinge. Anschließend bekommen die Kinder ein farbiges Blatt, welches in Schmetterlingsform ausgeschnitten ist. Die Kinder sollen nun in einem kurzen Brainstorming auf den einen Flügel des Schmetterlingsblattes schreiben, was sie schon über Schmetterlinge wissen und auf den anderen die Fragen, die sie zum Thema haben. Diese Schmetterlingsblätter werden dann im Klassenzimmer aufgehängt, um im Verlauf der Unterrichtseinheit zu prüfen, ob alle offenen Fragen geklärt sind.

Vorführung Film: Von der Raupe zum Falter

Nun schaut die Klasse gemeinsam den Film. Anschließend wird den Schülern in einem kurzen Klassengespräch die Gelegenheit gegeben ihre Eindrücke zu äußern und eventuell Verständnisfragen zu stellen. Danach bearbeiten die Schüler in einer Gruppenarbeitsphase (2-4 Schüler) Arbeitsblatt 1 „Fragen zum Film“. Durch die Wahl der Arbeitsform, Gruppen- oder auch Partnerarbeit, können sich die Schüler über die Fragen des Arbeitsblatts und die Fakten, die sich jeder individuell vom Film merken konnte, austauschen und das Ergebnis so optimieren.

Nach der Filmvorführung sollte den Kindern Gelegenheit gegeben werden, ihre Eindrücke und Empfindungen spontan und unzensiert zu äußern. Vielleicht werden auch Verständnisfragen gestellt, die gleich beantwortet werden können, falls möglich von den Kindern selber. Eventuell ergeben sich hieraus bereits erste Hinweise auf Themen und Fragen, welche die Kinder besonders interessieren und welche dann vorzugsweise im anschließenden Unterricht aufgegriffen werden sollten und welche als „Memo-Stütze“ an der Tafel oder Rückseite eines Tafelflügels festgehalten werden könnten, um dann zu gegebener Zeit in einer der nächsten Stunden behandelt zu werden.

In einer anschließenden Besprechungsphase werden die Antworten im Klassenverband besprochen, sodass eventuelle Lücken von jedem Schüler gefüllt werden können. Hierzu kann das Lösungsblatt zu Arbeitsblatt 1 unterstützend auf den Tageslichtprojektor aufgelegt werden (beziehungsweise Beamer oder Ähnliches zum Einsatz kommen).

In der nächsten Stunde werden die neun verschiedenen Aufgaben der Lerntheke vorgestellt: die Arbeitsblätter 2 bis 7, das Memo-Spiel, Film und Schmetterlingsquiz.

Die Arbeitsblätter 2 bis 7 und die Ausschneidebögen zu den Arbeitsblättern 4 und 6 werden als Kopien in Schüleranzahl (AB 7 eventuell mehr Kopien) bereitgelegt. Entsprechende Lösungsblätter zur Selbstkontrolle werden am angestammten Platz oder zum Beispiel hinter der zugeklappten Tafel aufgehängt.

Die Zeit zur Bearbeitung der Lerntheke kann je nach Leistungsstand und Zusammensetzung der Klasse von der Lehrkraft festgelegt werden (ca. 2-3 Schulstunden).

Schwalbenschwanz-Raupe frisst Stängel. (Foto: www.sxc.hu, jm2c)
Fressen ist die Hauptbeschäftigung der Raupe www.sxc.hu, jm2c

Aufgaben der Lerntheke:

Arbeitsblatt 2 „Schmetterlingsarten“

Die Schüler kennen die auf dem Blatt vorkommenden
Schmetterlingsarten bereits aus dem Film. Bei Zuordnungsschwierigkeiten kann der Tipp gegeben werden, die Schmetterlingsarten zuerst im Memo-Spiel zu trainieren oder den Film nochmals zu schauen.

Arbeitsblatt 3 „Der Körperbau des Schmetterlings“

Die Schüler ordnen die vorgegebenen Körperteile intuitiv zu und kontrollieren ihr Ergebnis mit dem Lösungsblatt.

Schwalbenschwanz in vier Entwicklungsstadien. (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Vier Erscheinungsformen, ein Tier: die Metamorphose des Schmetterlings SWR – Screenshot aus der Sendung

Arbeitsblatt 4 „Von der Raupe zum Falter“

Die Schüler schneiden kleine Infotexte ausund kleben diese an passender Stelle zu den vier Erscheinungsformen Ei, Raupe, Puppe und Schmetterling auf.

Arbeitsblatt 5 „Das Taubenschwänzchen“

Die Schüler setzen vorgegebene Wörter in den Lückentext ein und lernen auf diese Weise den ebenfalls im Film vorkommenden vorkommenden Schmetterling "Taubenschwänzchen" kennen.

Arbeitsblatt 6 „Gefährdung und Schutz“

Um die Schüler auf dieses Arbeitsblatt vorzubereiten, empfiehlt es sich beim BUND für Umwelt und Naturschutz e.V. (www.bund.net) die Broschüre „Schmetterlinge schützen" kostenlos zu bestellen oder herunterzuladen. Ab Seite 6 können sich die Schüler über die Gefährdung und den Schutz von Schmetterlingen informieren und anschließend das Arbeitsblatt bearbeiten.

Arbeitsblatt 7 „Steckbrief für Schmetterlingsarten“

Die Schüler suchen sich selbst aus, welche Schmetterlingsart sie in ihrem Steckbrief behandeln möchten. Informationen hierzu bekommen sie auf der Internetseite: www.insektenbox.de (Klick auf „Schmetterlinge“) oder unter www.naturkids.de/Spiele/Schmetterlingsquiz.htm (Klick auf „Schmetterlinge kennenlernen“) oder in von der Lehrkraft bereitgestellten Büchern.

Memo-Spiel (Kopiervorlage Arbeitsblatt 8),2-3 Spieler

Das Memo-Spiel wird von der Lehrkraft vorbereitet. Je nach Klassenstärke ist es angebracht, mehrere Spielsätze bereitzustellen. Im Memo-Spiel lernen die Schüler die im Film vorkommenden Schmetterlingsarten und ihre hervortretenden Merkmale spielerisch vertiefend kennen. Da das Spiel mit sechs Paaren für Schüler dieser Altersklasse keine hohe Anforderung darstellt, sollte in mehreren Runden gespielt werden, um den Spielcharakter und das Lernergebnis aufzuwerten. Damit die Schüler auch sicher richtige Namen zu den Schmetterlingsbildern zuordnen, wird zur Kontrolle ein Lösungsblatt verdeckt bereitgelegt.

Film

Der Film „Von der Raupe zum Schmetterling – der Schwalbenschwanz“, kann von jedem Schüler nochmals oder auch mehrmals zur Vertiefung am PC angesehen werden. (über www.planet-schule.de oder mit DVD)

Schmetterlingsquiz

Die Schüler dürfen das auf der Internetseite www.naturkids.de/Spiele/Schmetterlingsquiz.htm bereitgestellte Quiz am PC spielen. Alternativ dazu können die Schüler auch auf www.planet-schule.de im Film „Von Schnäppern, Bären und Bilchen – Lebensraum Garten“ das Kapitel „Insekten und Schmetterlinge“ ansehen und anschließend die Frage beantworten, welche Schmetterlinge sie bereits kennen und welche für sie neu waren.

In einer abschließenden Unterrichtsstunde erfolgt die Nachbesprechung der Lerntheke, das Vorstellen einzelner Steckbriefe, das Betrachten und Würdigen besonders gelungener „Schmetterlingshefte“ und das Klären noch offener Fragen.

Hinweise/Tipps

Das Unterrichtsmaterial zum Film „Von der Raupe zum Schmetterling – der Schwalbenschwanz“ ist als Lerntheke aufgebaut.

Die Schülerinnen und Schüler wählen frei, in welcher Reihenfolge sie die Aufgaben erledigen. Je nach Arbeitsweise der Klasse können Pflichtaufgaben und Wahlaufgaben festgelegt werden. Um schneller arbeitende Schüler nicht zu bremsen, wird Arbeitsblatt 7 „Steckbrief“ genutzt. Hier können flinke Schülerinnen und Schüler mehrere Steckbriefe zu unterschiedlichen Arten erstellen, wenn alle anderen Aufgaben erledigt sind, und so ihre effektive Arbeitsleistung dokumentieren.
Übrigens: Es macht nicht viel Arbeit, aber enorm viel Spaß Schmetterlinge im Klassenzimmer zu „züchten“, sprich die Verwandlung von der Raupe in den Schmetterling hautnah mitzuerleben. Informationen hierzu gibt es auch in der Broschüre des BUND „Schmetterlinge schützen“ (s.o.).

Tabelle zum Unterrichtsverlauf. (Foto: SWR)
SWR

Alle Themen zum Schwerpunkt Lebensräume · Auf Feldern und Wiesen

Leben im Kornfeld

Aus einem kahlen Acker wird innerhalb weniger Monate ein Schlaraffenland für eine Vielzahl von Tierarten. In einem naturnah bewirtschafteten Weizenfeld zieht ein Hamsterweibchen seine Jungen auf. Das Korn ist eigentlich für menschliche Mägen bestimmt, aber die Feldhamster zweigen einen kleinen Teil für sich ab und legen eine unterirdische Vorratskammer an. Nebenan ist der Maulwurf auf der Pirsch nach Regenwürmern. Diese und andere Zersetzer machen den Ackerboden fruchtbar. Zwischen den Getreidepflanzen sprießen Feldblumen wie Kornblume, Frauenspiegel oder Klatschmohn. Die Mohnblüten wiederum spielen eine wichtige Rolle im Leben der Mohnbiene - und das nicht nur als Pollenlieferanten. So profitieren viele Arten vom Ackerbau, solange sie an den raschen Wachstumszyklus angepasst sind. Denn im Herbst ist alles vorbei. Nach der Ernte liegt der Acker wieder brach – bis zum nächsten Frühjahr.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Leben in der Wiese

Die Wiese, eine artenreiche Lebensgemeinschaft aus Gräsern und Blumen, in der sich viele Insekten und andere Tiere tummeln. Störche gehen auf die Pirsch nach Mäusen, Feldgrillen streiten um ihr Revier, eine Schmetterlingsraupe macht Ameisen zu ihren Leibwächtern. Wiesen sind in unseren Breiten ein Lebensraum auf Zeit. Würden sie nicht regelmäßig gemäht, wären sie bald von Bäumen überwachsen. Mahd oder Beweidung halten den Wald in Schach. Dort wo Wiesen besonders stark gedüngt werden, droht ihnen ein anderes Schicksal: Aus der bunten Blumenpracht wird eine eintönige Fettwiese, die zwar viel Viehfutter liefert, ökologisch gesehen aber nahezu wertlos ist.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Im Reich der Mäuse

Viele Menschen sehen Mäuse am liebsten im Maul der Katze oder in der Falle. Denn auf dem Acker fressen sie das Korn, und wenn die Ernte eingebracht ist, ist kein Lager, kein Speicher vor ihnen sicher. Ob im Dachboden oder in der Speisekammer: Überall nisten sich Mäuse oder Ratten ein. Aber diese unbeliebten Untermieter bilden nur eine Minderheit. Die meisten heimischen Nager leben in der freien Wildbahn, in Alpentälern, an Flussufern, auf Wiesen und in Wäldern. Mäuse sind die anpassungsfähigsten Säugetiere unserer Heimat. Es gibt Taucher, Gräber, Kletterer und Springer. Sie sind nicht nur harmlose Körnersammler, sondern mitunter auch geschickte Fischer und listige Diebe. Obwohl von vielen größeren Tieren gejagt, gelingt es den Mäusen, erfolgreich zu bestehen: mit Vorsicht und Pfiffigkeit und mit ihrer sprichwörtlichen Vermehrungsfreude.

Natur nah: Im Reich der Mäuse SWR Fernsehen

Von der Raupe zum Schmetterling

Die Verwandlung einer unscheinbaren, wurmförmigen Raupe in einen prachtvollen Schmetterling ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Anhand der Entwicklung eines Schwalbenschwanzes, vom Ei über verschiedene Raupenstadien zum geschlechtsreifen Falter, erleben die Zuschauer exemplarisch das Phänomen der Metamorphose. Extreme Makro-Aufnahmen gewähren Einblicke in den Bauplan der Insekten und in ihre Ökologie.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Die Wespenspinne

Nur an warmen, sonnigen Standorten konnte bei uns eine Radnetzspinne Fuß fassen, die ursprünglich vor allem im Mittelmeerraum anzutreffen war – die Wespenspinne. Diesen Namen verdankt sie ihrer auffallenden schwarz-gelben Färbung.
Der Film beschreibt das Leben dieser faszinierenden Wesen, geht auf Beutefang, Häutung, Balz, Paarung, Eiablage, Kokon- und Netzbau ein. Es ist äußerst spannend, in aller Ruhe diese nützlichen Achtbeiner zu beobachten. Die Dokumentation von Otto Hahn soll dazu beitragen, dass Spinnen ihr „Ekelimage“ endlich abstreifen können.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Lebensraum Hecke

Feldhecken inmitten unserer Kulturlandschaft sind Standorte für eine Vielzahl von Pflanzen und bieten auf kleinster Fläche die unterschiedlichsten Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Ihren Schwerpunkt legt diese Sendung auf das Rebhuhn. Es wird deutlich, dass diese Hühnervögel auf vernetzte Heckenlandschaften angewiesen sind.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Lebensraum Feuchtwiese

Vögel wie Weißstorch, Kiebitz und Brachvogel brüten nur dort, wo sie Nistmöglichkeiten und ausreichend Nahrung für die Jungen finden. Sie sind vom Lebensraum Feuchtwiese abhängig.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Der Storch

Die Zerstörung von Auenlandschaften und Feuchtwiesen hat dazu geführt, dass Störche auf der deutschen Roten Liste der gefährdeten Brutvögel als stark gefährdet eingestuft wurden. In Holland, Belgien und der Schweiz ist der Weißstorch als Wildvogel bereits verschwunden. Der Film beschreibt das Leben des Kulturfolgers Storch in Deutschland, Spanien und in Portugal. Dort haben sich einige Brutpaare auf Felsnadeln im Atlantik zurückgezogen.

Natur nah: Adebar macht sich rar SWR Fernsehen

Leben im Garten

Der Film „Leben im Garten“ ist ein filmischer Spaziergang durch den Lebensraum Garten zu allen Jahreszeiten. In direkter Nachbarschaft unserer Häuser befindet sich ein erstaunlich vielfältiger Lebensraum. Gärten bieten kleinen und großen Tieren eine Überlebenschance mitten in der Zivilisation. Die jungen Zuschauer erfahren zum Beispiel, warum Bienen Gartenblumen besuchen und Brennnesseln wichtig für Schmetterlinge sind. Oder dass in jedem Garten mehr Regenwürmer leben, als Menschen in einer Großstadt. Der Film führt auch vor, wie die anpassungsfähige Kohlmeise in einem Briefkasten ihre Jungen großzieht, zeigt, warum Gartenvögel nützlich sind und stellt den vielleicht schlauesten Gartenbewohner vor – den Eichelhäher. Er knackt im Baum Nüsse, ohne dass dabei etwas herunterfällt und er merkt sich genau, wo beispielsweise die Eichhörnchen ihre Vorräte lagern, um diese dann später zu plündern.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Gartenkosmos

Seit rund 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst Nutzgärten, in denen man Gemüse, Gewürze, Heilpflanzen und Obst anpflanzte. Aber schon bald kultivierte der Mensch auch Pflanzen allein ihrer Schönheit wegen. So wurde der Nutzgarten allmählich auch zum Ziergarten. Für viele Menschen ist der Garten das eigene, kleine Paradies – allerdings müssen sie es oft genug mit ungebetenen Gästen teilen. Zäune und Mauern stellen nämlich für die wenigsten Pflanzen und Tiere ein ernstzunehmendes Hindernis dar.
„Gartenkosmos“ zeigt die Vielfalt unserer heimischen Gärten und ermöglicht dem Zuschauer Erstaunliches über diesen artenreichen Lebensraum zu erfahren. Pfingstrosen machen Ameisen zu ihren willigen Helfern, prachtvoll gefärbte Zauneidechsenmännchen kämpfen um die Gunst der Weibchen und eine seltene Bienenart zieht ihren Nachwuchs in Schneckenhäusern groß. Zeitraffer und Zeitlupen erforschen den Lebensraum Komposthaufen und ein Blick unter die Erde zeigt, dass auch hier mit Wühlmäusen, Maulwürfen und Regenwürmern Gartenbewohner ihrer „Arbeit“ nachgehen.

Natur nah: Gartenkosmos SWR Fernsehen

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Autor/in
Gabi van der Straeten