Bannerbild (Quelle: Axel Heuting, Pixelio.de) (Foto: Axel Heuting, Pixelio)

Lebensräume · Auf Feldern und Wiesen

Von der Raupe zum Schmetterling | Unterricht 1

STAND
Autor/in
Ursula Becky

Zur Sendung

Der Film zeigt den natürlichen Lebensbereich des Schwalbenschwanzes, den Verwandlungsprozess vom Ei zum Schmetterling hautnah. Damit gelingt es dem Film, für den Arten- und Formenreichtum zu sensibilisieren. Der Film beleuchtet den für die Schüler vertrauten heimatlichen Lebensraum zunächst recht unspektakulär. Den „Show-Effekt“ überlässt die Kamera den Tieren: Das Wunder im Kleinen wird aus der alltäglichen Wiese herangezoomt und zeigt Natur-eigene „Reality“: Die „Fressmaschine Raupe“, das mumienähnliche Verhüllungsspektakel der Puppe, und das „Auspacken des Meisterwerks: Schmetterling“. Den Schülern wird im Film eindrücklich dargestellt, dass dieses Spektakel alltäglich und für die meisten unsichtbar neben oder unter uns abläuft, wodurch sie zum genauen und näheren Hinsehen angeregt werden.

Raupe (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Ganz schön verfressen: die Schwalbenschwanz-Raupe SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Der Schwalbenschwanz ist einer der größten und farbenfreudigsten Tagfalter Deutschlands SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Eine Raupe SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Bezug zum Bildungsplan

Der Bildungsplan für Baden-Württemberg sieht in der Grundschule im Fächerverbund MeNuK Wissens- und Kompetenzbereiche vor, für deren Förderung der Film einen idealen Einstieg oder die Grundlage bietet: Der Plan fordert (ab Klasse 2) unter anderem, Schüler über den Antrieb der Neugier dazu anzuregen, „…über Naturphänomene zu staunen, die Einzigartigkeit und den Wert der Natur zu erkennen, die Natur als Künstlerin wahrzunehmen, die Erscheinungen der belebten Natur und deren Regelmäßigkeiten gezielt aufzuspüren, nach Ordnungsgesichtspunkten zu vergleichen und Ergebnisse zu dokumentieren.“ Kenntnisse von heimischen Lebewesen sollen erweitert, das Konzept von Lebendigem gefestigt werden. Ab Klasse 4 sieht der Bildungsplan eine Orientierungskompetenz in der Artenvielfalt vor, verbunden mit dem Entwickeln eines Ordnungssystems.

Als weitere in den Klassenstufen 3 und 4 geforderte Kompetenz wird der Einsatz von medialen Hilfsmitteln zur Informationsbeschaffung über Naturphänomene aufgeführt. Der Bildungsplan für Klasse 4 fordert darüber hinaus, „… dass Schüler aus der genauen Naturbeobachtung ihre künstlerische Wahrnehmungs-, Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeiten erweitern sollen“.

Auch der Rahmenplan für den Sachunterricht in der Grundschule in Rheinland-Pfalz sieht im Erfahrungsbereich „Natürliche Phänomene und Gegebenheiten – Perspektive Natur“ vor, folgende Kompetenzen zu entwickeln: „Naturphänomene sachorientiert wahrnehmen, beobachten, benennen und beschreiben.“ Die Schüler lernen ausgewählte Naturphänomene zu erklären und werden gleichzeitig an einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur herangeführt. Der Rahmenplan sieht vor, dass die Schüler neben Unterrichtsgängen in die Natur auch Medien zur Informationsbeschaffung nutzen, also Film, Internet, Sachbücher und andere. Besonders der Film ermöglicht beim Thema Schmetterlinge Beobachtungen, die in der Natur so nicht möglich wären. Im Kernlehrplan für den Sachunterricht an den Grundschulen im Saarland kann der Film im Themenkomplex „Mensch, Tier, Pflanze“ eingesetzt werden. In Klasse 3 und 4 wird zum Thema „Entwicklung des Tieres“ explizit die Entwicklung des Schmetterlings aufgeführt. Auch hier spielt die Medienkompetenz eine große Rolle: Die Grundschüler sollen sich multimedial mit dem Thema auseinandersetzen, also durch den Einsatz des Films und die eigene Arbeit mit Sachliteratur, Internet, Fotos und Lexika.

Unterrichtsvorschlag

Der Einsatz des Films eignet sich zur Bearbeitung des Themas: Insekten/Naturbeobachtung und -systematisierung und schafft den ersten Impuls, um für das alltägliche Wunder der Natur, ihre Formen- und Farbvielfalt zu sensibilisieren. Er bietet den optischen Hingucker für das wundersame Thema „Verwandlung“ (Filmsequenz 5) und gibt den möglichen Anstoß, dieses Thema mit Einsatz von suggestopädischem Material und der Fantasie der Schüler kreativ weiterzuverarbeiten. Dies vor allem vor dem Hintergrund, Wissen nicht um seiner selbst willen zu vermitteln, sondern um es mit den schöpferischen kindlichen Ressourcen und Potenzialen in Zusammenhang zu bringen. Es bietet sich an, bei den Schülern zur Vorentlastung bereits vorhandenes Wissen unmittelbar vor dem Einsatz des Films (linke Seite von Arbeitsblatt 1) und spezifischeres Fachwissen vertiefend nach Abspielen des Films (rechte Seite AB 1) abzufragen, (wozu der Film die Grundlage bietet). So lässt sich den Schülern ein „überzeugender“ vorher-nachher-Effekt und somit ein direkter Mehrwert durch das aufmerksame Verfolgen des Films vor Augen führen. Der Übungsaufbau entfaltet seine Wirkung am besten, wenn er als eine Art Mindmap angelegt wird: Das Arbeitsblatt wird vergrößert, in der Mitte gefaltet und am linken Seitenrand mit einem Tesastreifen mittig auf einen DIN A3-Bogen geklebt. Die eingefaltete Seite soll im ersten Durchgang (vor Abspielen des Films) nicht zu sehen sein. Die Schüler sollen ihr Vorwissen ohne äußeren Input auf dem Bogen eintragen (Antworten mit Verbindungslinien zu den Fragen). Die Ergebnisse werden anschließend im Plenum besprochen, der Bogen zunächst beiseite gelegt mit dem Hinweis, dass er nach dem Film vervollständigt wird.

Nahaufnahme eines Schmetterlings. (Foto: Pilsterl, Pixelio.de)
Der Schmetterling Pilsterl, Pixelio.de

Als „Appetizer“ vor Einsatz des Films bietet sich zudem noch die Rateaufgabe des Arbeitsblatt 2 an, auf dem die Schüler ohne Vorwissen Vermutungen über vermeintliche Ähnlichkeiten von Raupe und fertigem Schmetterling äußern dürfen, indem sie die Bilder 1-4 (Raupen) mit den Bildern a-d (Schmetterlinge) „artgerecht“ zusammenführen. Dafür sollten die Schüler die Bilder auf jeden Fall farbig vorliegen haben. Bevor der Film in seiner gesamten Länge gezeigt wird, kann die circa zweiminütige Schlusssequenz ohne Ton abgespielt werden, um das Thema „Verwandlung“ in den Fokus der nächsten Betrachtungen zu rücken.

Verpuppung einer Raupe zum Schwalbenschwanz (Foto: SWR - Screenshot aus der Sendung)
SWR - Screenshot aus der Sendung

Die Sequenz ab TC 13:07 zeigt im Zeitraffer den Übergang von der Raupenform über die Verpuppung bis zur Entfaltung des fertigen Schmetterlings. Da die „magische“ Komponente dieses Themas die Kinder in diesem Alter in den meisten Fällen vor der rein naturwissenschaftlichen Komponente anspricht, bietet es sich an, die Kinder bei ihrer Staunensfähigkeit abzuholen und diesen Aspekt kreativ weiterzuverarbeiten, bevor man sachlich, wissenschaftlich in das Thema einsteigt. Dies kann mit Arbeitsblatt 3 angegangen werden, das kreative Spielräume für das Zu- und Anordnen von Begriffen und Bildern zu den Verwandlungsstadien der Schmetterlinge einräumt. Diese Übung kann in Gruppenarbeit gelöst werden, da auf diese Weise bereits hier Möglichkeit zum gewünschten Meinungsaustausch besteht. Im Gegensatz zu den „wissenschaftlicheren“ AB (4,5,6) sind hier stellenweise mehrere Lösungsmöglichkeiten richtig, bzw. gilt es den Schülern klarzumachen, dass die Kategorien richtig und falsch hier nicht überall gleichermaßen greifen, sondern von der/n Interpretation/en des/r Schüler/s abhängen. Die so entstandenen Plakate sollten im Anschluss an die Gruppenarbeit an die Pinnwand gehängt und von der jeweiligen Gruppe kurz präsentiert werden.

Im Anschluss an die ausführliche Vorentlastungsphase, in der den Schülern hinreichend Raum gegeben wurde, um ihre altersbedingte Kreativität anzustoßen, sollen die Schüler mit den folgenden Arbeitsblättern (4, 5, 6) an den wissenschaftlichen Teil des Themas herangeführt werden, wozu der Film die ideale Voraussetzung liefert.

Dabei bietet es sich an, den Beobachtungsbogen (Arbeitsblatt 4) vor Abspielen des gesamten Films auszuteilen und kurz auf die Aufgabenstellung einzugehen. Die Ankreuzaufgabe sichert im Idealfall bei den Schülern die durchgängige Aufmerksamkeit. Weisen Sie vorher darauf hin, dass die zwei rechten Spalten (Wortantworten) nicht während des Films ausgefüllt werden sollen, sondern unmittelbar danach. (Gedächtnisleistung!).

Nach Ablauf des Films holen Sie das auf DIN A3 befestigte halbseitige Arbeitsblatt 1 wieder hervor, klappen es vollständig aus (rechte Seite Arbeitsblatt 1), und lassen die Schüler nun Antworten auf die Fragen der rechten Seite aufschreiben, so dass die Mindmap vervollständigt wird. Die Lehrkraft kann bei dieser in Einzelarbeit zu erledigenden Aufgabe unterstützend im Klassenraum unterwegs sein.

Eine Raupe kriecht über einen Pflanzenstengel (Foto: SWR - Screenshot aus der Sendung)
SWR - Screenshot aus der Sendung

Im Anschluss an die Besprechung der Arbeitsblätter 1 und 4 sollte für die Bearbeitung der Arbeitsblätter 5 und 6 nochmals der Film ab TC 08:22 abgespielt werden. Weisen Sie vorab auf die Aufgabenstellung der Arbeitsblätter hin, damit die Schüler die Filminformationen gezielt verfolgen können. Der Film verlangt den Schülern demnach genaues Hinschauen und Beobachten ab, was eine erste „wissenschaftliche“ Technik fördert. Dadurch kann der Film in Verbindung mit den Arbeitsblättern bei den Schülern zum Erwerb von methodischen Kompetenzen beitragen: Angebotene Fakten müssen systematisiert, Suchaufträge im Auge behalten, und - in der Bearbeitungsphase - mit verschiedenartigen Wissensquellen ergänzt werden. Nicht zuletzt können sie nach Ablauf der einzelnen Filmsequenz das Ratespiel aus AB 2 teilweise lösen. Die Bearbeitung der Arbeitsblätter können Sie in Einzel- oder Partnerarbeit organisieren.

Für die Ergebnissicherung der Arbeitsblätter ist es ratsam, eine schematische Zeichnung von Raupe und Schmetterling großflächig an die Tafel zu zeichnen, und die (korrekten) Ergebnisse der Schüler an diesen Zeichnungen festzuhalten, damit die Schüler gegebenenfalls die Möglichkeit zur Korrektur sehen können.

Das „rein biologische“ Thema, das der Film schwerpunktmäßig beleuchtet, eignet sich für die Altersgruppe (lernstarke Schüler) ideal zur Weiterentwicklung in den Fächern Deutsch (Textzusammenhalt / Textverknüpfungen / Ausdrucksmöglichkeit) und BK (inhaltliche Übertragung auf das Medium Bild), da es Anstoß zu den für die Schüler existenziellen Themen wie Entwicklung, (Zusammen)-Leben und Veränderung gibt. Das Arbeitsblatt 7 zeigt hierzu in Form einer Geschichte über das Leben Möglichkeiten zur Identifikation und den Wechsel von Blickwinkeln auf und versucht zur Reflexion anzuregen. Die (vom Lehrer) in ihre Einzelteile zerlegte Geschichte (s. Anweisungen für Lehrer) muss durch im Text markierte, logische Verknüpfungen von allen Schülern im Team zusammengepuzzelt werden. (s. Anleitung). Der Übungsaufbau mit dem Material des AB7 regt zudem zum Teamdenken an. Sowohl dieses AB als auch das zu malende Storyboard zur Geschichte (Arbeitsblatt 8) eignet sich für einen gelungenen Abschluss der gesamten Lerneinheit.


Materialliste:


✓ Schere

✓ Kleber

✓ DIN A3-Papier

✓ farbige Stifte

✓ Arbeitsmappen zum Abheften der Arbeitsblätter

✓ Internetzugang

✓ Tierlexikon

✓ Standpinnwand

Stundenverlauf
PhaseInhaltSozialformMedien
Einstiegletzte Filmsequenz (etwa ab TC 13:07)

ohne Ton abspielen

Darstellung der Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling im Zeitraffer



2 Arbeitsblätter zur Vorentlastung



Anfertigen einer Tabelle (Plakat), in der die Verwandlungsstadien
des Schmetterlings mit Symbolen verknüpft werden sollen. Aufhängen an der Pinnwand und kurze Präsentation
Plenum





Einzelarbeit


Kleingruppen
PC, Beamer, Film





Arbeitsblätter 1 + 2


Arbeitsblatt 3

DIN A3-Bögen


Pinnwand
Erarbeitunggemeinsames Anschauen des gesamten Films mit Beobachtungsblatt (Arbeitsblatt 4) und anschließende Auswertung



gemeinsames Anschauen der Filmsequenz 4 mit anschließender Bearbeitung der Arbeitsblätter 5 und 6
Plenum mit anschließender Einzelarbeit




Plenum mit anschließender Partnerarbeit
PC, Beamer

Film, Arbeitsblatt 4

Internetzugang und/

oder Tierlexikon


PC, Beamer, Film

Arbeitsblätter 5 + 6
Metaphase /

Präsentation
Anlegen eines Sammelordners

Klären restlicher Fragen



Anfertigen eines Storyboards zur Geschichte
Plenum




Einzel- oder Gruppenarbeit

oder Hausaufgabe
vorbereitetes Material

aus Arbeitsblatt 7


Arbeitsblatt 8

Alle Themen zum Schwerpunkt Lebensräume · Auf Feldern und Wiesen

Leben im Kornfeld

Aus einem kahlen Acker wird innerhalb weniger Monate ein Schlaraffenland für eine Vielzahl von Tierarten. In einem naturnah bewirtschafteten Weizenfeld zieht ein Hamsterweibchen seine Jungen auf. Das Korn ist eigentlich für menschliche Mägen bestimmt, aber die Feldhamster zweigen einen kleinen Teil für sich ab und legen eine unterirdische Vorratskammer an. Nebenan ist der Maulwurf auf der Pirsch nach Regenwürmern. Diese und andere Zersetzer machen den Ackerboden fruchtbar. Zwischen den Getreidepflanzen sprießen Feldblumen wie Kornblume, Frauenspiegel oder Klatschmohn. Die Mohnblüten wiederum spielen eine wichtige Rolle im Leben der Mohnbiene - und das nicht nur als Pollenlieferanten. So profitieren viele Arten vom Ackerbau, solange sie an den raschen Wachstumszyklus angepasst sind. Denn im Herbst ist alles vorbei. Nach der Ernte liegt der Acker wieder brach – bis zum nächsten Frühjahr.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Leben in der Wiese

Die Wiese, eine artenreiche Lebensgemeinschaft aus Gräsern und Blumen, in der sich viele Insekten und andere Tiere tummeln. Störche gehen auf die Pirsch nach Mäusen, Feldgrillen streiten um ihr Revier, eine Schmetterlingsraupe macht Ameisen zu ihren Leibwächtern. Wiesen sind in unseren Breiten ein Lebensraum auf Zeit. Würden sie nicht regelmäßig gemäht, wären sie bald von Bäumen überwachsen. Mahd oder Beweidung halten den Wald in Schach. Dort wo Wiesen besonders stark gedüngt werden, droht ihnen ein anderes Schicksal: Aus der bunten Blumenpracht wird eine eintönige Fettwiese, die zwar viel Viehfutter liefert, ökologisch gesehen aber nahezu wertlos ist.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Im Reich der Mäuse

Viele Menschen sehen Mäuse am liebsten im Maul der Katze oder in der Falle. Denn auf dem Acker fressen sie das Korn, und wenn die Ernte eingebracht ist, ist kein Lager, kein Speicher vor ihnen sicher. Ob im Dachboden oder in der Speisekammer: Überall nisten sich Mäuse oder Ratten ein. Aber diese unbeliebten Untermieter bilden nur eine Minderheit. Die meisten heimischen Nager leben in der freien Wildbahn, in Alpentälern, an Flussufern, auf Wiesen und in Wäldern. Mäuse sind die anpassungsfähigsten Säugetiere unserer Heimat. Es gibt Taucher, Gräber, Kletterer und Springer. Sie sind nicht nur harmlose Körnersammler, sondern mitunter auch geschickte Fischer und listige Diebe. Obwohl von vielen größeren Tieren gejagt, gelingt es den Mäusen, erfolgreich zu bestehen: mit Vorsicht und Pfiffigkeit und mit ihrer sprichwörtlichen Vermehrungsfreude.

Natur nah: Im Reich der Mäuse SWR Fernsehen

Von der Raupe zum Schmetterling

Die Verwandlung einer unscheinbaren, wurmförmigen Raupe in einen prachtvollen Schmetterling ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Anhand der Entwicklung eines Schwalbenschwanzes, vom Ei über verschiedene Raupenstadien zum geschlechtsreifen Falter, erleben die Zuschauer exemplarisch das Phänomen der Metamorphose. Extreme Makro-Aufnahmen gewähren Einblicke in den Bauplan der Insekten und in ihre Ökologie.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Die Wespenspinne

Nur an warmen, sonnigen Standorten konnte bei uns eine Radnetzspinne Fuß fassen, die ursprünglich vor allem im Mittelmeerraum anzutreffen war – die Wespenspinne. Diesen Namen verdankt sie ihrer auffallenden schwarz-gelben Färbung.
Der Film beschreibt das Leben dieser faszinierenden Wesen, geht auf Beutefang, Häutung, Balz, Paarung, Eiablage, Kokon- und Netzbau ein. Es ist äußerst spannend, in aller Ruhe diese nützlichen Achtbeiner zu beobachten. Die Dokumentation von Otto Hahn soll dazu beitragen, dass Spinnen ihr „Ekelimage“ endlich abstreifen können.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Lebensraum Hecke

Feldhecken inmitten unserer Kulturlandschaft sind Standorte für eine Vielzahl von Pflanzen und bieten auf kleinster Fläche die unterschiedlichsten Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Ihren Schwerpunkt legt diese Sendung auf das Rebhuhn. Es wird deutlich, dass diese Hühnervögel auf vernetzte Heckenlandschaften angewiesen sind.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Lebensraum Feuchtwiese

Vögel wie Weißstorch, Kiebitz und Brachvogel brüten nur dort, wo sie Nistmöglichkeiten und ausreichend Nahrung für die Jungen finden. Sie sind vom Lebensraum Feuchtwiese abhängig.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Der Storch

Die Zerstörung von Auenlandschaften und Feuchtwiesen hat dazu geführt, dass Störche auf der deutschen Roten Liste der gefährdeten Brutvögel als stark gefährdet eingestuft wurden. In Holland, Belgien und der Schweiz ist der Weißstorch als Wildvogel bereits verschwunden. Der Film beschreibt das Leben des Kulturfolgers Storch in Deutschland, Spanien und in Portugal. Dort haben sich einige Brutpaare auf Felsnadeln im Atlantik zurückgezogen.

Natur nah: Adebar macht sich rar SWR Fernsehen

Leben im Garten

Der Film „Leben im Garten“ ist ein filmischer Spaziergang durch den Lebensraum Garten zu allen Jahreszeiten. In direkter Nachbarschaft unserer Häuser befindet sich ein erstaunlich vielfältiger Lebensraum. Gärten bieten kleinen und großen Tieren eine Überlebenschance mitten in der Zivilisation. Die jungen Zuschauer erfahren zum Beispiel, warum Bienen Gartenblumen besuchen und Brennnesseln wichtig für Schmetterlinge sind. Oder dass in jedem Garten mehr Regenwürmer leben, als Menschen in einer Großstadt. Der Film führt auch vor, wie die anpassungsfähige Kohlmeise in einem Briefkasten ihre Jungen großzieht, zeigt, warum Gartenvögel nützlich sind und stellt den vielleicht schlauesten Gartenbewohner vor – den Eichelhäher. Er knackt im Baum Nüsse, ohne dass dabei etwas herunterfällt und er merkt sich genau, wo beispielsweise die Eichhörnchen ihre Vorräte lagern, um diese dann später zu plündern.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Gartenkosmos

Seit rund 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst Nutzgärten, in denen man Gemüse, Gewürze, Heilpflanzen und Obst anpflanzte. Aber schon bald kultivierte der Mensch auch Pflanzen allein ihrer Schönheit wegen. So wurde der Nutzgarten allmählich auch zum Ziergarten. Für viele Menschen ist der Garten das eigene, kleine Paradies – allerdings müssen sie es oft genug mit ungebetenen Gästen teilen. Zäune und Mauern stellen nämlich für die wenigsten Pflanzen und Tiere ein ernstzunehmendes Hindernis dar.
„Gartenkosmos“ zeigt die Vielfalt unserer heimischen Gärten und ermöglicht dem Zuschauer Erstaunliches über diesen artenreichen Lebensraum zu erfahren. Pfingstrosen machen Ameisen zu ihren willigen Helfern, prachtvoll gefärbte Zauneidechsenmännchen kämpfen um die Gunst der Weibchen und eine seltene Bienenart zieht ihren Nachwuchs in Schneckenhäusern groß. Zeitraffer und Zeitlupen erforschen den Lebensraum Komposthaufen und ein Blick unter die Erde zeigt, dass auch hier mit Wühlmäusen, Maulwürfen und Regenwürmern Gartenbewohner ihrer „Arbeit“ nachgehen.

Natur nah: Gartenkosmos SWR Fernsehen

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Autor/in
Ursula Becky