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Chronik: Jugoslawien

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)


1. Dez. 1918
Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wird gegründet. Das Kosovo wird Teil Serbiens.

1929
Umbenennung des Landes in Königreich Jugoslawien.

6. April 1941
Deutscher Angriff auf Jugoslawien, Auflösung des jugoslawischen Staates und Besetzung durch Deutschland, Italien, Ungarn und Bulgarien.

29. Nov. 1945
Die Föderative Volksrepublik Jugoslawien mit den Teilrepubliken Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und Serbien wird gegründet. Josip Broz Tito ist ihr Präsident. Die Provinzen Kosovo und Vojvodina werden autonome Provinzen Serbiens.

1974
Die neue jugoslawische Verfassung gewährt den Provinzen Kosovo und Vojvodina umfassende Autonomie.

4. Mai 1980
Der jugoslawische Staatspräsident Josip Broz Tito stirbt.

Ende März / Anfang April 1981
Studentenunruhen an der kosovarischen Universität Priština, die sich zu Massenprotesten ausweiten. Bei der Niederschlagung der Unruhen werden hunderte Albaner getötet.

28. März 1989
Die jugoslawische Bundesverfassung und die serbische Verfassung werden geändert; damit wird die Autonomie des Kosovo weitgehend aufgehoben.

8. Mai 1989
Slobodan Milošević wird zum Präsidenten der Republik Serbien gewählt.

28. Juni 1989
Über eine Million Serben feiern im Kosovo den 600. Jahrestag der "Schlacht auf dem Amselfeld".

Juni 1990
Die serbische Regierung den Autonomiestatus der Wojwodina und des Kosovo auf. Die Jugoslawische Volksarmee setzt das Regionalparlament des Kosovo mit Waffengewalt ab.

25.Juni 1991
Kroatien und Slowenien verkünden einseitig ihre Unabhängigkeit vom jugoslawischen Bundesstaat.

Juni 1991
Die Jugoslawische Volksarmee versucht, die Unabhängigkeitsbestrebungen in Slowenien und Kroatien militärisch zu vereiteln.

1991
Nach Slowenien und Kroatien erklären auch Mazedonien und Bosnien-Herzegowina ihre Unabhängigkeit.

22. Sept. 1991
Das Untergrundparlament der Albaner verkündet die international nicht anerkannte "Republik Kosova".

26. - 30. Sept. 1991
Eine überwältigende Mehrheit der Albaner stimmt in einer geheimen Volksabstimmung für die Unabhängigkeit und eine eigene Verfassung der "Republik Kosova".

1992
Nach der Unabhängigkeit von Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien gründen die übrig gebliebenen jugoslawischen Teilrepubliken am 27. April die Bundesrepublik Jugoslawien neu. Sie besteht jetzt nur noch aus Montenegro und Serbien mit den Provinzen Vojvodina und Kosovo.

1992
Der Bürgerkrieg weitet sich auch auf Bosnien und Herzegowina aus.

24. Mai 1992
Bei geheimen Wahlen zum Untergrundparlament der Albaner wird die Demokratischen Liga des Kosovo (LDK) bestimmende politische Kraft. Ihr Führer, Ibrahim Rugova, wird zum Präsidenten gewählt.

1993
In Den Haag wird der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien errichtet, der Völkermorde und Kriegsverbrechen untersuchen und bestrafen soll.

11.Juli 1995
Bosnisch-serbische Armee- und Polizeieinheiten stürmen nach tagelangem Beschuss die UN-Schutzzone Srebrenica. 30.000 Einwohner werden unter den Augen von Blauhelmsoldaten von den Serben vertrieben.

Juli 1995
Bis zu 8000 bosnische Muslime, fast ausschließlich Männer und Jungen, werden von den serbischen Milizen unter Führung des Generals Ratko Mladić ermordet. Das Massaker gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

August 1995
Das westliche Militärbündnis NATO greift mit massiven Luftangriffen Stellungen der bosnischen Serben an.

21. November 1995
Unter Vermittlung der Vereinigten Staaten und mit Beteiligung der Europäischen Union einigen sich in Dayton die Vertreter von Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina auf ein Friedensabkommen. Bosnien-Herzegowina bleibt ein einheitlicher Staat, der aus einem serbischen und einem bosnisch-kroatischen Teil besteht.

Frühjahr 1996
Die albanische paramilitärische Organisation "Befreiungsarmee Kosova" (UÇK) beginnt mit dem bewaffneten Kampf für die Unabhängigkeit des Kosovo.

Juli 1997
Wahl Slobodan Miloševićs zum neuen Präsidenten der Bundesrepublik Jugoslawien.

28. Nov. 1997
Beim Begräbnis eines von der Polizei erschossenen albanischen Lehrers zeigt sich die UÇK zum ersten Mal der Öffentlichkeit bewaffnet und in Uniform.

Ende Feb. / Anfang März 1998
Beginn des Kosovo-Kriegs. Serbische Sicherheitskräfte bekämpfen die UÇK in der Region Drenica.

Frühjahr 1998
Immer mehr ländliche Gebiete geraten unter die Kontrolle der UÇK. Sie überwacht wichtige Verbindungsstraßen und das Berg- und Hügelland des Zentralkosovo.

Mai 1998
Beginn der serbischen Gegenoffensive.

Juli - Okt. 1998
In einer umfassenden Offensive gewinnen serbische Polizei und Armee die Kontrolle über die gesamte Provinz zurück.

16. Jan. 1999
Im Dorf Račak werden 45 Leichen gefunden. Man vermutet ein Massaker an albanischen Zivilisten durch serbische Kräfte.

6. Feb. 1999
In Rambouillet bei Paris beginnen unter internationaler Vermittlung Verhandlungen zwischen Serben und Albanern über eine friedliche Lösung des Kosovo-Konflikts. Die serbische Seite lehnt den dort zur Unterzeichnung ausgearbeiteten Vertrag, insbesondere den kurzfristig vorgelegten sogenannten Anhang B ab.

24. März 1999
Die NATO beginnt mit Luftangriffen auf Ziele in Serbien und im Kosovo.

27. Mai 1999
Slobodan Milošević wird in Abwesenheit von dem Haager Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kosovo angeklagt.

9. Juni 1999
Beendigung des Kosovo-Kriegs nach erneuter internationaler Vermittlung und der Ausarbeitung eines neuen Friedensplans. Tags darauf verabschiedet der Sicherheitsrat der UNO eine Resolution zur Entsendung einer Friedenstruppe in den Kosovo. Das Kosovo wird unter Verwaltung der UNO gestellt.

5. Okt. 2000
Milošević wird in Belgrad im Verlauf eines Volksaufstands gestürzt.

28. Juni 2001
Milošević wird von der serbischen Regierung an das Internationale Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien ausgeliefert.

2003
Verabschiedung einer Verfassungscharta für Serbien und Montenegro. Aus der Bundesrepublik Jugoslawien wird der Staatenbund Serbien und Montenegro.

März 2004
Im Kosovo kommt es zu mehrtägigen gewaltsamen Ausschreitungen gegen die serbische Minderheit.

31. März 2004
Die UNMIK legt ein Konzept für die künftigen Statusverhandlungen im Kosovo vor.

1. Mai 2004
Slowenien tritt der Europäischen Union bei 23. Okt. 2004
Im Kosovo wird ein neues Parlament gewählt. Der ehemalige UÇK Führer, Ramush Haradinaj, wird Ministerpräsident der Provinz.

März 2005
Das Internationale Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien klagt Haradinaj an, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Kosovo-Kriegs begangen zu haben.

3. Juni 2006
Montenegro wird ein eigenständiger Staat, nachdem am

20. Mai
in einer Volksabstimmung eine knappe Mehrheit der Montenegriner für die Unabhängigkeit von Serbien gestimmt hat.

17. Februar 2008
Auch das Kosovo erklärt seine Unabhängigkeit. Diese wird aber nicht von allen UN-Staaten anerkannt, der völkerrechtliche Status des Landes bleibt umstritten.

1. Juli 2013
Kroatien tritt der Europäischen Union bei