Bannerbild (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Tagebücher des Ersten Weltkriegs

Das Sterben an der Front | Unterricht

STAND
Autor/in
Nadine Albach
Christina Lüdeke
Fachberatung
Dr. Anja Wieber

Themen:

• Schützengräben
• Technisierung des Kriegs und Materialschlacht
• Kriegsverbrechen an den Armeniern

Unterrichtsansatz für die Mittelstufe

Im Film "Das Sterben an der Front" werden die Grauen des Kriegsalltags, aber auch die Folgen der Technisierung während des Ersten Weltkriegs besonders deutlich. Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe konzentrieren sich zunächst auf die Schützengräben. Die Klasse schaut gemeinsam den Film. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dazu den Arbeitsauftrag, sich die Informationen über die Schützengräben aus dem Film so gut wie möglich zu notieren. Sie ordnen diese Informationen auf Arbeitsblatt 1 der Funktion der Schützengräben für den Krieg einerseits und dem Lebensalltag der Soldaten andererseits zu. Zunächst bearbeiten sie diese Aufgabe alleine, danach vergleichen sie ihre Ergebnisse mit einem Arbeitspartner.

Eine Vielfalt technischer Neuerungen ließ diesen Krieg zur Materialschlacht werden. Der Film bietet hier eine Fülle von Originalaufnahmen, aber auch nachgestellte Szenen, die die Technisierung mit einprägsamen Bildern deutlich machen. Dies greift der folgende Arbeitsauftrag auf: Die Schülerinnen und Schüler machen Screenshots von besonders aussagekräftigen Bildern, die die Technisierung des Krieges und Materialschlacht symbolisieren. Dafür benötigen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den Film im individuellen Arbeitstempo am Computer anzuschauen und die Screenshots anschließend abzuspeichern.

Aus den Screenshots gestalten sie in Arbeitsgruppen eine beschriftete Bildergalerie. Dies lässt sich entweder mit Ausdrucken auf Plakaten oder in Form einer Präsentation umsetzen. Bei der Besprechung der Bildergalerien sollte thematisiert werden, ob es sich bei dem Filmmaterial, aus dem der jeweilige Screenshot stammt, um historisches oder um nachgestellte Szenen handelt. So werden die Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert, auch bei Filmmaterial auf die Quellen zu achten.

Unterrichtsansatz für die Oberstufe

Auch in der Kursstufe kann die Unterrichtsidee mit den Screenshots zur Materialschlacht umgesetzt werden – wenn auch mit offenerer Fragestellung. Die Oberstufenschüler sollten sich bei der Beschriftung der Bilder nicht auf die Informationen aus dem Film beschränken, sondern sie mit ausführlicheren eigenen Recherchen ergänzen.

Der Völkermord an den Armeniern wird im Film als elementare menschliche Katastrophe deutlich. Die Schülerinnen und Schülern erhalten den Auftrag, im Internet zu recherchieren, um die historischen Zusammenhänge nachvollziehen und die Ursachen für die Massaker analysieren zu können (empfohlene Internet-Adressen siehe AB 4). Sie gehen auch der Frage nach, welche Auswirkungen der Völkermord bis heute hat, insbesondere was die Aufarbeitung in der Türkei betrifft.

Unterrichtsmaterial zum gesamten Schwerpunkt

Tagebücher des Ersten Weltkriegs | Unterricht

Die Reihe "Tagebücher des Ersten Weltkriegs" stellt die Schicksale Einzelner in den Mittelpunkt und erläutert anhand dieser individuellen Erlebnisse die geschichtlichen Zusammenhänge. Dieser Ansatz erleichtert den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu der komplexen Thematik. Die Reihe bietet ganz unterschiedliche Möglichkeiten, den Ersten Weltkrieg im Unterricht zu thematisieren. So erkennen die Schülerinnen und Schüler, welche Rolle der Krieg für Kinder und Jugendliche spielte, oder sie setzen sich mit der Technisierung des Krieges auseinander. Durch die Vielfalt an genutzten Quellen und filmischen Mitteln lässt sich die Reihe darüber hinaus unter mediendidaktischen Aspekten im Unterricht einsetzen. Das Unterrichtsmaterial ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut und bietet sowohl Ansätze für den Einsatz in der Mittelstufe als auch in der Kursstufe.

Alle Themen zum Schwerpunkt Tagebücher des Ersten Weltkriegs

Der Ausbruch des Krieges

Als im Juni 1914 in Sarajewo der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau ermordet werden, ist Europa ein von Spannungen gezeichneter Kontinent. Der Erste Weltkrieg bricht aus. Die Menschen empfinden es als ihre Pflicht, für das Vaterland in den Krieg zu ziehen. Die junge Kosakin Marina Yurlova will für den russischen Zaren kämpfen. Der 18-jährige Peter Kollwitz zieht für Deutschland an die Westfront; der Landwirt Karl Kasser soll das Großreich Österreich-Ungarn an der Ostfront verteidigen. Im ostdeutschen Schneidemühl, nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt, fürchtet die zwölfjährige Elfriede Kuhr den Einmarsch der Russen. Im französischen Sedan erlebt der zehnjährige Yves Congar, wie seine Heimatstadt von den Deutschen angegriffen wird.

Tagebücher des Ersten Weltkriegs SWR Fernsehen

Das Sterben an der Front

Aus dem europäischen Konflikt ist ein Weltkrieg geworden. In den Schützengräben an der 700 Kilometer langen Westfront, der 1600 Kilometer langen Ostfront und an der italienisch-österreichischen Front kämpfen mehr als 60 Millionen Soldaten: unter ihnen der Franzose Louis Barthas, der Deutsche Ernst Jünger, der Österreicher Karl Kasser und die russische Kosakin Marina Yurlova. Viele ihrer Kameraden sind bereits gefallen. In diesem Krieg werden erstmals Giftgas, Maschinengewehre und Panzer eingesetzt – mit verheerender Wirkung. Wie viele Frauen will auch die englische Krankenschwester Sarah Macnaughton den Opfern des Krieges helfen und bricht zu den Armeniern im türkisch-russischen Kampfgebiet auf.

Tagebücher des Ersten Weltkriegs SWR Fernsehen

Der Krieg in der Heimat

Zerstörung und Tod, Verzweiflung, Hunger und Einsamkeit prägen jetzt nicht nur das Leben an der Front, sondern auch in der Heimat. Der Krieg hat das romantische Bild der intakten Heimat zerstört. Heimat und Front sind eins geworden – der Krieg ist überall. Millionen von Soldaten sind gefallen. Hunderttausende kommen in Kriegsgefangenschaft, wie der Niederösterreicher Karl Kasser, der an der Ostfront gekämpft hat. Auch Frauen und Kinder leisten ihren Beitrag für das Vaterland: So meldet sich die Engländerin Gabrielle West freiwillig zum Dienst in einer Munitionsfabrik. Aber die Mobilität der Soldaten bringt auch neue Freiheiten: Angesichts des drohenden Todes werden althergebrachte Moralvorstellungen hinfällig. Männer und Frauen schließen leichter Bekanntschaft. So verliebt sich die Schülerin Elfriede Kuhr in einen jungen Fliegerleutnant. Doch der Krieg überschattet die romantischen Gefühle. Niemand glaubt mehr an ein gutes Ende.

Tagebücher des Ersten Weltkriegs SWR Fernsehen

Das Ende des Krieges

Im Frühjahr 1918 will die deutsche Heeresleitung durch eine letzte große Offensive an der Westfront die Entscheidung herbeiführen. Der Stoßtruppführer Ernst Jünger dringt dabei mit seiner Einheit in britisch kontrolliertes Gebiet vor, in dem Charles Edward Montague für den britischen Geheimdienst arbeitet. Doch nach anfänglichen Erfolgen der Deutschen scheitert der Angriff; von den Amerikanern unterstützt starten Briten und Franzosen eine Gegenoffensive. Der Krieg ist für Deutschland verloren. In der Heimat muss die 16-jährige Elfriede Kuhr erleben, wie Säuglinge an Mangelernährung sterben. In Russland droht der Kosakin Marina Yurlova nach der Machtübernahme der Bolschewiken der Tod durch die Rote Armee. Nachdem sich deutsche Matrosen weigern, die britische Flotte anzugreifen, bricht auch in Deutschland die Revolution aus. Im November 1918 ist der Krieg zu Ende; das Deutsche Kaiserreich wird von einer bürgerlichen Republik abgelöst.

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Kleine Schritte im großen Krieg (Multimediaspiel)

„Kleine Schritte im großen Krieg“ macht das Thema Erster Weltkrieg interaktiv erfahrbar.

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Nadine Albach
Christina Lüdeke
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Dr. Anja Wieber