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Lebensräume · Im See

Naturschutz am Bodensee | Ergänzender Hintergrund

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Autor/in
Susanne Decker

Warum friert ein See im Winter nicht bis auf den Grund zu? Warum kann es im Sommer Temperaturdifferenzen von bis zu 20 Grad Celsius zwischen der Wasserschicht an der Oberfläche und dem Tiefenwasser geben? Warum kann ein zu hohes Nährstoffangebot einen See komplett aus dem Gleichgewicht bringen und im schlimmsten Fall sogar das Todesurteil für seine Bewohner bedeuten? Wer die Vorgänge im See richtig verstehen will, muss die speziellen Eigenschaften kennen, die diesen Lebensraum prägen. Welche Tiere und Pflanzen einen See besiedeln, hängt unter anderem vom Lichtangebot, den Temperaturverhältnissen, der Sauerstoffsättigung und der Nährstoffverteilung ab. So lebt es sich an der Wasseroberfläche ganz anderes als in den dunklen Tiefenzonen. Als Seebewohner kann man „Wanderer zwischen den Welten“ sein, seinen optimalen Lebensbedingungen einfach nachschwimmen, oder sich ganz lässig mit der Strömung treiben lassen. Im Hintergrund werden viele Fragen zum Thema „See“ näher beleuchtet und beantwortet und die zahlreichen Lebensräume, die ein See bietet, werden mitsamt ihren Bewohnern ausführlich vorgestellt.

Hintergrundmaterial zu einzelnen Themen

Naturschutz am Bodensee | Hintergrund: Lebensraum See

Seen sind angenehme Orte für Badespaß im Sommer und Eissport im Winter. Wir ärgern uns, wenn das Wasser trübe oder kalt ist. Selten gehen wir ins Wasser und schauen mal genauer nach, was sich unter der blaugrünen Oberfläche eines Sees abspielt. Zu Unrecht, denn eine faszinierende Welt breitet sich dort aus: Schöne und merkwürdige Gestalten sind zu beobachten, tägliche Dramen ums Überleben spielen sich dort ab. Wasser alleine macht noch keinen See. Die Uferzonen mit Schilf und anderen Feuchtpflanzen gehören genauso dazu wie die Pflanzen und Tiere des Seebodens.

Naturschutz am Bodensee | Hintergrund: Kreisläufe im See

Der Charakter eines Sees wird beeinflusst durch Sonnenlicht, Jahreszeiten, Wind und Wetter. Darüber hinaus spielt nicht nur die menschliche Nutzung des Sees eine Rolle, sondern auch die der umliegenden Wälder und Wiesen.

Naturschutz am Bodensee | Hintergrund: Gewässergüte-Bestimmung Teich/See

Unterschiedliche Pflanzen und Algen haben unterschiedliche Anforderungen an ihre Umwelt. Sie benötigen verschiedene Nährstoffe und unterschiedliche Nährstoffkonzentrationen und haben unterschiedliche Anforderungen an Licht, Temperatur und Sauerstoffgehalt. Manche Wasserpflanzen und -algen (Makrophyten) können Veränderungen in diesen Parametern nicht tolerieren und sterben z. B. bei zu hohem Nährstoffeintrag ab. Daher sind Makrophyten gute Bioindikatoren für den Zustand stehender Gewässer.

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Naturschutz am Bodensee

Wilde Uferzonen säumen Europas drittgrößten Binnensee und verwandeln die Landschaft im Süden Deutschlands in ein Eldorado für selten gewordene Tiere. Der Bodensee bietet seinen tierischen Bewohnern vielerorts einen idealen Lebensraum. Blaukehlchen, Eisvogel oder Uhu, sie alle profitieren von den zahlreichen Naturschutzgebieten rund um das „Schwäbische Meer“. Auch Heerscharen weit gereister Zugvögel lassen sich hier im Alpenvorland jedes Jahr nieder - sei es, um sich auf der Durchreise kurz auszuruhen oder wie der Große Brachvogel gar zu überwintern. Mit einer jungen Naturschützerin nehmen wir die naturbelassenen Uferbereiche näher unter die Lupe. Im größten und artenreichsten Naturschutzgebiet des deutschen Bodenseeufers, dem Wollmatinger Ried bei Konstanz, verraten charakteristische Nagespuren, dass auch der Biber wieder heimisch geworden ist. Der erfolgreiche Naturschutz macht sich am Bodensee nicht nur durch den außergewöhnlichen Artenreichtum bemerkbar, sondern auch in der Wasserqualität: Der Bodensee ist heute Europas größter Trinkwasserspeicher.

Der Bodensee SWR Fernsehen

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Autor/in
Susanne Decker