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Sendungsinhalt: Grafeneck 1940 - Die Mordfabrik auf der Schwäbischen Alb

  • Ein Hinterbliebener (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Die Hinterbliebenen trauern bis heute.

Schloss Grafeneck auf der Schwäbischen Alb. Hier starben zwischen Januar und Dezember 1940 etwa 11.000 Menschen durch Kohlenmonoxidgas. Grafeneck war damit der erste Ort im nationalsozialistischen Deutschland, an dem Menschen systematisch und „industriell" ermordet wurden. Die Morde von Grafeneck gehören zu den schrecklichsten Verbrechen der Nationalsozialisten. Die Opfer, meist körperlich oder psychisch beeinträchtigt, stammten aus Krankenanstalten und Heimen im heutigen Baden-Württemberg, in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Morde waren Teil der von den Nationalsozialisten so genannten „Aktion T4“ oder „Euthanasie-Aktion“.

Die Morde verdeutlichen die menschenverachtende Politik und Ideologie des NS-Regimes und seiner Verantwortlichen. Sie mordeten, weil sie Nahrungsmittel sparen wollten, Platz für Militärlazarette benötigten und weil sie sich von der Ermordung der Schwachen und Kranken eine Gesundung des „Volkskörpers“ versprachen. Die Opfer bezeichneten sie als „lebensunwerte Ballastexistenzen“ und „seelenlose Menschenhülsen“. Im Zentrum dieser Dokumentation stehen drei Opfer und deren Hinterbliebene: Emma Dapp, deren Enkel Hans-Ulrich eine Biografie seiner Großmutter geschrieben hat; Martin Bader, dessen Sohn Helmut das Leben des Vaters recherchiert hat; und Dieter Neumaier, der als Kind ermordet wurde und dessen älterer Bruder ihn nie vergessen hat.

  • Schloss Grafeneck (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

    Auf Schloss Grafeneck wurden 11.000 Menschen systematisch mit Kohlenmonoxid umgebracht.

  • Emma Dapp (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

    Emma Dapp wurde 1940 in Grafeneck ermordet.


Gedenkstätte Grafeneck e.V.
72532 Gomadingen - Tel.: 07385/966206 - E-Mail: info@gedenkstaette-grafeneck.de