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Sendungsinhalt: Kampf um den richtigen Glauben

„Sobald der Gulden im Becken klingt im huy die Seel in Himmel springt“. So ging ein bekannter Werbespruch für Ablassbriefe, mit der die Kirche sich gute „Nebenverdienste“ erwirtschaftete. Für den jungen Mönch Martin Luther hatte die Geld- und Prunksucht der Kirche nichts mit wahrem Christentum zu tun. Allein durch die Gnade Gottes könne der Mensch die Vergebung seiner Sünden und das ewige Leben erlangen. Er vertritt somit Thesen von enormer Sprengkraft. Und er ist ein Meister in der Handhabung der damals neuen Medien, vor allem in der massenhaften Verbreitung von Flugblättern. Auch deshalb werden seine Thesen rasch bekannt und er findet bald treue Anhänger wie Johannes Brenz und Philipp Melanchton. Doch wie funktionierte dieser neuartige Buchdruck? Und wie stellte man billig und massenhaft Papier her? Und die nötige Druckerschwärze, um die Botschaften der Reformatoren unter das Volk zu bringen? In eindrucksvollen Experimenten zeigen wir, wie das vor 500 Jahren gemacht wurde.

Filmskript: Kampf um den richtigen Glauben

Kampf um den richtigen Glauben

Kapitelübersicht:

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Kampf gegen den Ablasshandel

00:00 – 02:23

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts blühte der Handel mit Ablassbriefen. Mit ihnen lasse sich Vergebung erkaufen, versprach die Kirche. Immer mehr Gläubige und Theologen lehnten sich gegen diese Praxis auf. Unter ihnen war auch der junge Mönch Martin Luther.

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Luthers Thesen und der Buchdruck

02:23 – 04:42

Die Erfindung des Buchdruckers Johannes Gutenberg beflügelte die Reformation. Luther erkannte die medialen Möglichkeiten, die sich ihm durch den Buchdruck eröffneten. Mit gedruckten Flugblättern erreichten seine Thesen das ganze Land.

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Papier, Druckerpresse

04:42 – 09:10

Luther wollte eine neue Theologie: Damit stellte er sich gegen Kirche, Papst und Kaiser. Dieser ließ ihn 1521 auf den Reichstag zu Worms zum Verhör vorgeladen. Aber seine Thesen verbreiten sich weiter. Papier und Druckerpresse waren starke Waffen. Ein moderner Drucker zeigt das alte Druckverfahren.

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Druckerschwärze und deutsche Predigten

09:10 – 12:56

Der junge Theologe Johannes Brenz war ein Anhänger Luthers. Er verbreitete den Reformationsgedanken in Schwaben. Druckerschwärze verhalf auch ihm zum Erfolg. Wie die hergestellt wurde, zeigt ein Historiker im Experiment.

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Johannes Brenz und evangelische Schulen in Schwaben

12:56 – Ende

Johannes Brenz verfasste im Auftrag des Herzogs von Württemberg eine neue Kirchenordnung und förderte die Schulbildung für Jungen und Mädchen. Bildung galt bald als Voraussetzung dafür, ein nützliches Glied der Gesellschaft zu werden und die biblische Botschaft in sich aufzunehmen.