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Sendungsinhalt: Tierhaltung - Woher kommt unser Fleisch?

Woher kommt unser Fleisch? Aus Massentierhaltung oder nachhaltiger Landwirtschaft? Der Film porträtiert mehrere Landwirte aus Baden-Württemberg, die auf unterschiedliche Weise Fleisch für den Markt produzieren. Alle beschäftigt die Frage, wie man wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Und manche auch, wie man gleichzeitig dabei noch den Tieren und der Umwelt gerecht werden kann.

Thomas König betreibt konventionelle Schweinezucht auf seinem Hof. Doch er will umsatteln, auf Bio, denn seine Ferkel aus Massenhaltung bringen kaum mehr etwas ein. Für einen neuen Schweinestall nach Biorichtlinien hat er sich hoch verschuldet. In Zukunft sollen seine Schweine artgerecht leben, in großen Boxen mit gesundem Futter und viel Auslauf. Vier Landwirte in Oberschwaben setzen hingegen auf ein anderes Millionenprojekt. Sie wollen den größten Kuhstall Baden-Württembergs mit über 1000 Kühen bauen. Vollautomatisiert, effizient, technisch hochgerüstet. Und damit sich die Investition auch wirklich lohnt, betreiben die Landwirte eine Biogasanlage, um aus Gülle „Gold“ beziehungsweise Strom zu machen. Doch was ist mit der Nachhaltigkeit bei solchen Großprojekten?

Dass es auch Mittelwege gibt, zeigt Landwirtin Tanja Ambacher. Sie produziert konventionell, achtet aber darauf, dass ihre Rinder artgerecht gehalten werden. Mit Weidewirtschaft und der Direktvermarktung ihrer Produkte im eigenen Hofladen wirtschaftet sie erfolgreich und nachhaltig. Letzten Endes bestimmen aber nicht nur die Landwirte die Produktionsbedingungen, sondern auch die Verbraucher. Sie entscheiden, welchen Preis sie bereit sind zu zahlen – für günstiges Fleisch aus Massentierhaltung oder Hochwertiges aus biologischer Landwirtschaft.

Filmskript: Tierhaltung - Woher kommt unser Fleisch?

Tierhaltung - Woher kommt unser Fleisch?

Kapitelübersicht:

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Ein Bauer sattelt um: von konventioneller Landwirtschaft auf Bio

00:00 – 09:16

Landwirt Thomas König betreibt konventionelle Schweinezucht im badischen Willstädt. Doch er möchte auf Bio umstellen. Deshalb baut er einen artgerechten Bio-Stall für 1,3 Millionen Euro - ein hohes finanzielles Risiko. Thomas König erhofft sich von den Bio-Ferkeln nicht nur höhere Erträge, sondern er hat auch das Tierwohl und die Nachhaltigkeit im Blick. Einen Abnehmer für seine zukünftigen Bio-Schweine hat er schon, aber der neue Stall muss bald fertig sein, damit dort die ersten Bio-Ferkel zur Welt kommen können.

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Vier Landwirte, eine Vision: Der 1000-Kühe-Stall

09:16 – 13:19

In Oberschwaben planen vier Landwirte ein anderes Millionenprojekt: einen 1000-Kühe-Stall, den größten Kuhstall Baden-Württembergs. Die Kühe werden konventionell im Stall gehalten, die Arbeit automatisiert. Dafür sorgen ein hochmodernes Melkkarussell und ein Fütterungsroboter. Durch die angrenzende Biogasanlage wird die anfallende Gülle aus dem Kuhstall direkt in Strom umgewandelt. Die Landwirte versprechen sich von ihrem neuen „Industriebetrieb“ gute Erträge, Einsparungen und mehr Freizeit. Klingt gut, doch ob die Rechnung aufgeht?

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Proteste: ein Großstall auf Kosten der Umwelt?

13:19 – 20:29

Gegen den 1000-Kühe-Stall und die Biogasanlage regt sich Widerstand in der Bevölkerung. Naturschützer sorgen sich um die Umwelt: Monokulturen belasten die Böden, durch Gülle steigt die Nitratbelastung im Grundwasser an und zerstört die Artenvielfalt in nahegelegen Biotopen. Auch die Bauern laufen Sturm gegen den geplanten Großstall: Sie befürchten, dass der neue Industriebetrieb ihre Existenz zerstören könnte. Während den vier ambitionierten Landwirten ein Baustopp droht, zeigt Bio-Bauer König, dass gar keine Gülle anfallen muss.

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Artgerechte Haltung - auch ohne Bio

20:29 – Ende

Die Umstellung auf Bio ist ein möglicher Weg für nachhaltige Landwirtschaft. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel von Tanja Ambacher. Ihr Rinderhof liegt in der Nähe von Ravensburg. Sie produziert zwar konventionell, achtet aber auf artgerechte Tierhaltung unter dem Neuland-Siegel. Ihre Rinder stehen auf der Weide, so dass weniger Gülle anfällt. Dazu setzt sie auf Direktvermarktung: Im Hofladen bietet sie Fleisch und Eier an. Auch Landwirt König ist zufrieden: Seine ersten Bio-Ferkel kann er pünktlich liefern.