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Unterricht: Die Waldarbeiter und Flößer

  • Vollernter transportiert Baumstamm (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Wofür früher mehrere Männer viele Stunden brauchten, das erledigt heute ein sogenannter Vollernter in wenigen Minuten. (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)
  • Mehrere Flößer auf bewegtem Fluss (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Auf Flüssen und Bächen wurde das Holz bis nach Holland verschifft (szenische Rekonstruktion). (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

Bezug zu den Bildungsplänen

Die Erfassung und Darstellung unserer Lebens- und Umwelt anhand ausgewählter aktueller und historischer Beispiele gehört zu den angebahnten Kompetenzzielen der Fächerverbünde EWG (Erdkunde – Wirtschaftskunde – Gemeinschaftskunde) und WZG (Welt – Zeit – Gesellschaft). Dabei sollen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Raum sowie die Abhängigkeit von natürlichen Gegebenheiten verdeutlicht werden. Mittels ausgewählter Raumbeispiele, bis Klasse 6 insbesondere auch aus Südwestdeutschland, soll u. a. ein ganzheitliches und prozessuales Verständnis wirtschaftlicher Sachverhalte erworben werden.
Der Einsatz des SWR-Films zu den Schwarzwald-Berufen im Unterricht wird diesen Anforderungen gerecht, denn der Wandel des Waldarbeiterberufs sowie das wirtschaftlich bedingte Aussterben der Flößerei werden anschaulich dokumentiert.

Beschreibung des Unterrichtsablaufs, Hinweise für Lehrer

Der Unterricht beginnt mit der Einschätzung ungewöhnlicher Aussagen zum Schwarzwald. Die Lehrkraft kann dabei die zwölf Thesen des Arbeitsblatts 1 („Richtig oder falsch?“) vorlesen oder per Folie einblenden und lesen lassen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich dabei auf einem Schmierzettel Notizen, welche der Aussagen sie für richtig halten.
Es ist auch denkbar, das Arbeitsblatt auszugeben und zunächst in Einzelarbeit bearbeiten zu lassen. Ein kurzes Klassengespräch könnte sich daran anschließen, in welchem für wahr gehaltene Aussagen kurz vorgestellt werden.
Nun wird angekündigt, dass der folgende Film zur Klärung der Sachverhalte beitragen wird. Damit die Klasse dem Inhalt fokussiert folgen kann, wird Arbeitsblatt 2 („Früher oder heute?“) ausgegeben und Einlesezeit zur Erfassung der Aufgaben gewährt.
Danach wird der Film „Die Waldarbeiter und Flößer“ gezeigt. Die Schülerinnen und Schüler können bereits während des Zusehens und Zuhörens mit dem Ausfüllen beginnen. Auf jeden Fall sollte danach noch Zeit sein, um die Notizen zu ergänzen. Dann folgt die Korrekturphase im Plenum.
Anschließend werden die zwölf Thesen von Stundenanfang überprüft. Im abschließenden Klassengespräch sollten die Veränderungen die sich im Lauf der Jahrhunderte bezüglich der Schwarzwald-Berufe ergeben haben, betont werden.
Als kreative Hausaufgabe kann Arbeitsblatt 3 („Besser oder schlechter?“) ausgeteilt werden oder zur Differenzierung genutzt werden.

Methodische Erläuterungen

Zu Beginn der Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler mithilfe der spannenden Aussagen neugierig gemacht werden. Zugleich wird durch die Einschätzung, welche Thesen stimmen, möglicherweise Vorwissen angeregt. Das Medium Film führt zur Überprüfung der Vermutungen und wird so dem Bildungsauftrag hinsichtlich der Anbahnung von Medien-kompetenz gerecht. Gleichzeitig dient es der Veranschaulichung fremder Welten, in diesem Fall der modifizierten bzw. ausgestorbenen Berufe der Waldarbeiter und Flößer. Der Fokus der Arbeitsblätter richtet sich auf die Veränderungen der Lebenswelten der Menschen im Lauf der Zeit und unterstreicht somit den prozesshaften Charakter der Lebensraumnutzung durch den Menschen, in diesem Fall: Von der Ausbeutung zur Bewahrung.
Die Arbeitsblätter sind so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler Erkenntnisse rasch dokumentieren können, um die Aufmerksamkeit hinsichtlich des forstschreitenden Filmgeschehens nicht abreißen zu lassen. Die Hausaufgabe bzw. Differenzierungsanregung setzt neu erworbenes Wissen um, indem die Kinder - auch durch kreatives Schreiben - an eine Bewertungssituation herangeführt werden.