Bannerbild (Quelle: Imagoimagebroker) (Foto: Imago/imagebroker)

Lebensräume · In Haus und Garten

Leben im Garten | Unterricht

STAND
Autor/in
Ingeborg Schuster

Bildungsplanbezug

Im Bildungsplan 2004 für Baden-Württemberg finden sich auf Seite106 für den Themenbereich „Mensch, Tier und Pflanze: staunen, schützen, erhalten und darstellen“ im Fach Mensch, Natur und Kultur für Klasse 3 und 4 folgende Inhalte:

- „Pflanzen, Tiere und Menschen in exemplarischen Lebensräumen, Wechselbeziehungen, jahreszeitliche Anpassung“

- „Wachstum und Vermehrung von Pflanzen“

Auf Seite102 werden im gleichen Themenbereich für Klasse 1 und 2 diese Kompetenzen gefordert:

Die Schülerinnen und Schüler können…

…Techniken der Naturbeobachtung und Kriterien der Unterscheidung von Tieren und Pflanzen anwenden.

…ihre Kenntnisse von heimischen Lebewesen erweitern und daraus Wertschätzung entwickeln.

Diese Kompetenzen sollen in Klasse 3 und 4 vertieft und erweitert werden. Die Bildungsplanbezüge gelten entsprechend für alle anderen Bundesländer.

Marienkäfer sitzt auf einem Blatt. (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Marienkäfer auf Läusefang SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Blühende Frühlingsblumen im Garten SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Originelles Nest: Die Meise brütet im Briefkasten SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Was bietet der Film?

Der Film zeigt den Garten als Lebensraum im Jahreslauf. Es werden zahlreiche einheimische Tiere vorgestellt, die die Vorzüge des vom Menschen geschaffenen Lebensraums nutzen und als Kulturfolger dort leben. Außerdem lernen die Kinder viele Pflanzen kennen, die in Gärten besonders gern und häufig kultiviert werden.

In zahlreichen beeindruckenden Zeitrafferaufnahmen werden zum Beispiel das Aufblühen und Verblühen von Blüten gezeigt, was den Kindern das Verständnis dieser Vorgänge erleichtert. Außerdem zeigt der Film scheue Gartenbewohner wie den Igel oder den Eichelhäher aus nächster Nähe.

Er ist gut geeignet für den Einsatz in der zweiten oder der dritten Klasse. Er erklärt die Bewohner des Lebensraums und weckt Interesse, weitere Informationen einzuholen.

Einsatz im Unterricht

Prinzipiell kann das Thema in jeder Jahreszeit bearbeitet werden, optimal wäre es jedoch, es im Frühjahr intensiv zu behandeln und dann im Verlauf des Jahres zu den folgenden Jahreszeiten jeweils wieder aufzugreifen. Wenn die Möglichkeit besteht, einen Schulgarten zu benutzen, bietet es sich natürlich an, die Besuche dort inhaltlich daran anzubinden. Toll ist es zum Beispiel, wenn die Kerne der selbst gezogenen und im Schulgarten gepflegten Sonnenblumen im Winter die Grundlage für selbstgemachte Meisenknödel bilden. Vielleicht sind die im Film angesprochenen Pflanzen und Tiere in Ihrem Schulgarten sowieso schon heimisch, vielleicht kann der Schulgarten um diese Arten erweitert werden und die Klasse versucht, Tiere durch geeignete Unterschlupfe oder Nistmöglichkeiten anzulocken.

Die Anschaffung eines geeigneten Naturführers oder Lexikons in Klassenstärke erleichtert die Arbeit, und die Beschäftigung damit erweitert die Methodenkompetenz der Schüler. Ein Büchertisch mit verschiedenen Sachbüchern zum Thema ergänzt diese Möglichkeit der Informationsbeschaffung. Da in Grundschulklassen immer häufiger ein PC mit Internetzugang zur Verfügung steht, kann mit diesem auf der Plattform www.planet-schule.de nach Informationen recherchiert werden.

Schwarze Schmetterlingsraupen auf einer Brennnessel. (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Schmetterlingsraupen fressen gerne Brennnesseln SWR – Screenshot aus der Sendung

Vor dem Film

Vor Beginn der Einheit erhalten die Kinder den Auftrag, als „Gartenreporter“ (Arbeitsblatt 1) tätig zu werden: Sie sollen Informationen zum Thema recherchieren, indem sie Eltern, Großeltern, Nachbarn usw. befragen, Fotos machen, Bilder malen und Naturalien sammeln. Dafür sollte den Kindern etwa eine Woche Zeit gegeben und sie immer wieder daran erinnert werden, die Aufgabe auszuführen. Eventuell ist es auch sinnvoll, die Schüler Zwischenergebnisse präsentieren zu lassen.

Als Auftakt der Einheit werden alle Informationen, Bilder und sonstige Schätze im Sitzkreis präsentiert und sortiert: Man sollte vorher Platz an mindestens zwei Pinnwänden schaffen (eine davon am besten magnetisch), damit die Ergebnisse auch während der nächsten Wochen im Klassenzimmer sichtbar bleiben und die Kinder darauf zurückgreifen können.
Vermutlich werden hier schon einige der Tiere und Pflanzen genannt, die dann im Film vorkommen.

Filmvorführung

Der Film kann zunächst ohne Unterbrechung gezeigt werden, damit die Schülerinnen und Schüler einen Gesamteindruck gewinnen können. Danach wird es erfahrungsgemäß viele Anmerkungen und Fragen geben, die besprochen werden müssen. Eventuell kann es auch sinnvoll sein, Fragen auf kleinen Zetteln festzuhalten und in einem speziellen „Briefkasten“ zu sammeln, um sie dann zu einem späteren Zeitpunkt zu beantworten oder die Beantwortung als Recherche-Aufgabe an die Kinder zurückzugeben.

Nun gestaltet die Klasse gemeinsam ein großformatiges Gartenplakat: Auf großen Papierbögen wird zuerst in Gruppenarbeit der Garten als Hintergrund gemalt. Es ist sinnvoll, in groben Umrissen vorzugeben, was wo zu sehen sein soll, so etwa ein Teil eines Hauses mit Giebeldach und Briefkasten, verschiedene Bäume und Sträucher, eine Hecke, Blumen- und Gemüsebeete und dergleichen. Die Kinder können diese Vorlage dann ergänzen und ausgestalten. Besonders „lebensecht“ wirken am passenden Platz aufgeklebte Naturmaterialien wie Rinde, Moos, Stroh oder Sand.

Jedes Kind bekommt dann zum Beispiel per Los eine Pflanze und ein Tier zugeteilt (zusätzliche Variationen wie Männchen/Weibchen oder Raupe/Schmetterling sind möglich). Es soll nun in den Lexika nach Abbildungen suchen. Da das naturgetreue Abzeichnen sehr schwierig ist, ist es sinnvoller, diese Aufgabe auf das genaue Anmalen zu reduzieren. Gut geeignet sind dazu einfache Schwarz-weiß-Vorlagen, wie sie in vielen Lehrwerken für sachunterrichtliche Themen zu finden sind. Dieser Schritt kann aber auch übersprungen und bereits vorgefertigte Tiere und Pflanzen bereitgehalten werden – entweder Ausdrucke von Farbfotografien oder farbig gedruckte Bilder – die bekannten Tierposter aus der Apotheke sind für diesen Zweck eine wahre Fundgrube. Damit auch jedes Tier gut gesehen werden kann, müssen die richtigen Größenverhältnisse teilweise vernachlässigt werden – deshalb ist es hilfreich immer wieder zu thematisieren, wie groß das jeweilige Tier in Wirklichkeit ist. Wenn nachher kleine (aber größer dargestellte) Tiere wie Insekten von den Schülern eher im unteren Bereich des Plakates angebracht werden, entsteht mit etwas Geschick sogar ein perspektivischer Eindruck.

Anregung: Die Bilder werden an den Konturen ausgeschnitten, zur besseren Haltbarkeit laminiert und auf der Rückseite mit einem Stück Magnetklebeband versehen.

Dann wird der Garten besiedelt: Alle Pflanzen und Tiere bekommen jetzt ihren Platz. Wenn das Hintergrundplakat an einer Magnetwand angebracht wurde, können die Tiere nun ganz einfach befestigt und jederzeit hin und her bewegt werden.

Mein Tier, meine Pflanze

Im nächsten Teil der Unterrichtseinheit beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler nun intensiver mit „ihrem“ Tier und „ihrer“ Pflanze. Dazu bekommen sie die Steckbrief-Vorlage (Arbeitsblatt 2) und füllen sie mithilfe der Naturlexika, weiterer Sachbücher oder des Internets aus. Wer mag, klebt ein Bild von seinem Tier oder seiner Pflanze ein oder malt es. Die fertigen Steckbriefe werden an der Tafel aufgehängt. Jetzt können die einzelnen Tiere von den Kindern als Rätsel vorgestellt werden, nach dem Muster „Mein Tier frisst gerne Regenwürmer…“ etc.
Lustig ist es auch, Herrn Igel und Frau Kohlmeise von einem neugierigen Gartenreporter zu ihrem Leben befragen zu lassen.

Die ausgefüllten Steckbriefe kann man dann kopieren und auf diese Weise ein Klassengartenlexikon für jedes einzelne Kind zusammenstellen.

Vor dem nächsten Schritt sollte noch einmal der ganze Film betrachtet werden. Steigern Sie die Aufmerksamkeit der Kinder mit dem Auftrag aufzustehen oder zu strecken, wenn ihr „persönliches“ Tier im Film erwähnt wird.

Im Anschluss daran können die Schülerinnen und Schüler jetzt die Arbeitsblätter 3 bis 7 bearbeiten. Unterstützen und bestärken Sie sie darin, selbständig nach Informationen zu suchen – im Klassengartenlexikon, Büchern oder gegebenenfalls im Internet. Die Arbeitsblätter können in beliebiger Reihenfolge erledigt werden, also zum Beispiel als Lerntheke oder Freiarbeitsmaterial eingesetzt werden.

An die Unterrichtseinheit kann sich die vertiefende Auseinandersetzung mit einem bestimmten Tier wie Igel, Eichhörnchen oder Schmetterling anschließen.

Die Jahreszeiten

Nahaufnahme Sonnenblume. (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Sonnenblumen lassen sich im Klassenzimmer vorziehen SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Im Winter freut sich das Eichhörnchen über Nüsse SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Als Abschluss der Einheit bietet sich eine jahreszeitliche Aktivität an.

Frühling:

Lassen Sie die Kinder Blumen- oder Gemüsesamen in Kästen auf der Fensterbank säen und pflegen. Nach einer gewissen Zeit müssen die Pflänzchen pikiert, also in kleine Töpfe (es gehen auch Plastikbecher, eventuell mit kleinem Loch als Drainage) getrennt werden. Ab Mai können die meisten Pflanzen ins Freiland – je nach Möglichkeit in den Schulgarten, oder die Kinder, deren Familien über einen Garten verfügen, nehmen sie mit nach Hause. Im März gibt es auch viele Frühblüher in Töpfen zu kaufen, die beim Wachsen, Blühen und Verblühen beobachtet, beschrieben und fotografiert werden können - so kann zum Beispiel ein Krokus-Tagebuch entstehen.

Auch wenn Sie keine Möglichkeit haben, einen Werkraum zu benutzen, können Sie mit den Kindern einfache Nisthilfen bauen. Lassen Sie sich benötigte Holzteile im Baumarkt oder von heimwerkenden Eltern zusägen. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen für die verschiedensten Arten von Nistkästen.

Sommer:

Jetzt ist die richtige Zeit, um Insektenhotels für Gärten und Balkons zu bauen. Je nach Zeit und Durchhaltevermögen kann man einfach dünne Bambusrohre in eine leere Konservendose stecken oder ein richtiges „Luxushotel“ bauen.

Im Schulgarten kann man jetzt Sonnenblumen pflanzen und großziehen.

Herbst:

Jetzt bietet sich das Schnitzen gruseliger Kürbisgesichter an. Was beim Aushöhlen abfällt, kann zu Suppe weiterverarbeitet werden.
Naturschutzzentren leihen oft große Saftpressen aus, mit denen man selbst Apfelsaft herstellen kann. Wer die Möglichkeit hat, legt jetzt im Schulgarten Laubhäufen und andere Unterschlupfmöglichkeiten für den Winterschläfer Igel an.

Winter:

Vögel zu füttern schafft tolle Gelegenheiten, sie auch zu beobachten. Wie man Vogelfutter selbst machen kann, erklärt ein kurzer Film des SWR-Kindernetz (www.kindernetz.de, Suchbegriff: Vogelfutter).

Spiele zur Auflockerung und als Bewegungsintervalle

Pantomime verkehrt“: Ein Kind geht vor die Tür, die anderen einigen sich auf ein Tier, das sie als ganz Klasse pantomimisch darstellen und das erraten werden muss.

Eichhörnchenspiel“: Im Herbst kann man dieses Spiel überall draußen spielen, wo viel Laub liegt. Jedes Kind baut sich zuerst einen Kobel: Dazu häuft es einen Kreis aus Laub auf. Dann bekommt jedes „Eichhörnchen“ fünf Nüsse, verlässt sein Nest und versteckt sie irgendwo unter dem Laub. Dabei beobachten schlaue Tiere die anderen! Auf ein Kommando kehren alle in den eigenen Kobel zurück und schlafen ein wenig, denn sie sind ja Winterruher. Beim Kommando: „Hunger!“ brechen sie wieder auf und holen eine Nuss aus ihren Vorräten – oder aus den Vorräten eines anderen Hörnchens. Das kann man mehrere Male wiederholen. Am Schluss werden die Nüsse gezählt, der Sieger festgestellt und alle Nüsse gerecht geteilt und verspeist. Das Spiel kann auch gut im Schnee gespielt werden.

Tier-Memory“: Für jedes Tier wird eine bestimmte typische Bewegung oder ein passendes Geräusch festgelegt. Zwei Kinder gehen vor die Türe, die restlichen Schüler übernehmen immer zu zweit ein Tier. Die beiden Spieler rufen nun immer abwechselnd je zwei Schüler auf, die dann ihr Geräusch oder ihre Bewegung vormachen und versuchen so, möglichst viele Paare zu finden.

Materialliste:

- zwei freie Pinnwände (am besten eine davon magnetisch)

- große Papierbahnen, Tonpapier oder ähnliches für die Gestaltung des Gartenplakats

- weiteres Bastelmaterial wie Stroh, Sand oder Rinde

- Magnetklebeband

- Tier- und Pflanzenlexika (am besten in Klassenstärke)

- weitere Sachbücher zum Thema

Material je nach Jahreszeit:

- Frühling: Blumen- und Gemüsesamen, Pflanzgefäße und Blumenerde, Frühblüher in Töpfen; Holz für Nistkästen

- Sommer: Baumaterial für Insektenhotels (leere Konservendosen, Holzkisten, Tontöpfe, dünne Bambusrohre, Ziegelsteine et cetera)

- Herbst: Kürbisse und geeignete Schnitzwerkzeuge

- Winter: Kokosfett oder Rindertalg, Vogelfutter, Tontöpfe und Schnüre; Holz für Vogelhäuschen zur Winterfütterung



Bauanleitungen für Insektenhotels und Nistkästen gibt es beispielsweise bei: www.nabu.de

Anleitung zum Vogelfutter selbst herstellen auf: www.kindernetz.de

Tabellarische Übersicht über alle im Film erwähnten Tiere und Pflanzen (Foto: SWR)
Übersicht über alle im Film erwähnten Tiere und Pflanzen SWR

Alle Themen zum Schwerpunkt Lebensräume · In Haus und Garten

Leben im Garten

Der Film „Leben im Garten“ ist ein filmischer Spaziergang durch den Lebensraum Garten zu allen Jahreszeiten. In direkter Nachbarschaft unserer Häuser befindet sich ein erstaunlich vielfältiger Lebensraum. Gärten bieten kleinen und großen Tieren eine Überlebenschance mitten in der Zivilisation. Die jungen Zuschauer erfahren zum Beispiel, warum Bienen Gartenblumen besuchen und Brennnesseln wichtig für Schmetterlinge sind. Oder dass in jedem Garten mehr Regenwürmer leben, als Menschen in einer Großstadt. Der Film führt auch vor, wie die anpassungsfähige Kohlmeise in einem Briefkasten ihre Jungen großzieht, zeigt, warum Gartenvögel nützlich sind und stellt den vielleicht schlauesten Gartenbewohner vor – den Eichelhäher. Er knackt im Baum Nüsse, ohne dass dabei etwas herunterfällt und er merkt sich genau, wo beispielsweise die Eichhörnchen ihre Vorräte lagern, um diese dann später zu plündern.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Gartenkosmos

Seit rund 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst Nutzgärten, in denen man Gemüse, Gewürze, Heilpflanzen und Obst anpflanzte. Aber schon bald kultivierte der Mensch auch Pflanzen allein ihrer Schönheit wegen. So wurde der Nutzgarten allmählich auch zum Ziergarten. Für viele Menschen ist der Garten das eigene, kleine Paradies – allerdings müssen sie es oft genug mit ungebetenen Gästen teilen. Zäune und Mauern stellen nämlich für die wenigsten Pflanzen und Tiere ein ernstzunehmendes Hindernis dar.
„Gartenkosmos“ zeigt die Vielfalt unserer heimischen Gärten und ermöglicht dem Zuschauer Erstaunliches über diesen artenreichen Lebensraum zu erfahren. Pfingstrosen machen Ameisen zu ihren willigen Helfern, prachtvoll gefärbte Zauneidechsenmännchen kämpfen um die Gunst der Weibchen und eine seltene Bienenart zieht ihren Nachwuchs in Schneckenhäusern groß. Zeitraffer und Zeitlupen erforschen den Lebensraum Komposthaufen und ein Blick unter die Erde zeigt, dass auch hier mit Wühlmäusen, Maulwürfen und Regenwürmern Gartenbewohner ihrer „Arbeit“ nachgehen.

Natur nah: Gartenkosmos SWR Fernsehen

Der Igel

Die Sendung beschreibt den Igel als nachtaktives Säugetier, das erst in der Abenddämmerung sein Nest verlässt, um nach Fressen zu suchen. Weitere Schwerpunkte: Orientierung, das Auto als Feind Nummer eins, Paarung, Aufzucht der Jungen und Überwinterung.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Im Staat der Honigbienen

In einem Bienenstaat leben zwischen 40 000 und 80 000 Bienen. Jedes Einzelwesen hat ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen und kann allein nicht überleben. Der Film beschreibt die Aufgabenteilung im Staat, die unterschiedlichen Tätigkeiten der Arbeiterinnen (98 Prozent sind Arbeiterinnen), die Aufgabe der Königin und der Drohnen sowie die Entwicklungsstadien der Biene vom Ei bis zum erwachsenen Insekt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Das Jahr der Hornissen

In manchen Lexika werden Hornissen als schädlich bezeichnet, und die Mär, dass drei Hornissenstiche einen Menschen töten und sieben ein Pferd, ist nicht aus der Welt zu schaffen. Immer noch bricht Panik aus, wenn die größte einheimische Faltenwespe auftaucht. Der Film räumt mit den herrschenden Vorurteilen auf. In eindrucksvollen Bildern wird das Leben im Staat aus morschem Holz beschrieben. Der Zuschauer erhält Tipps, wie er sich in der Nähe der gelb-schwarzen Brummer richtig verhält und wie er den geschützten Insekten helfen kann.

Natur nah: Im Staat aus morschem Holz SWR Fernsehen

Keine Angst vor Hornissen

„Sieben Stiche töten ein Pferd, drei einen Menschen“ – dies ist ein weit verbreitetes Vorurteil und keineswegs eine Tatsache. Doch wo Hornissen auftauchen, bricht noch immer Panik aus. So verwundert es kaum, dass die großen Brummer von der Ausrottung bedroht sind. 1987 wurden die größten einheimischen Faltenwespen als besonders geschützte Tierart in die Bundesartenschutzverordnung aufgenommen. Der Film räumt mit den unbegründeten Vorurteilen gegenüber Hornissen auf, informiert über ihre Lebensweise und ihre wichtige Rolle im Naturhaushalt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Geliebt und gefürchtet - Spinnen

Über zwei Jahre lag Otto Hahn mit der Kamera auf der Lauer und hat einheimische Spinnen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet. Ihm gelangen faszinierende Aufnahmen von der Balz, der Paarung, der Brutpflege, der Häutung und vom Netzbau. Der Film zeigt die außerordentlich große Formenvielfalt dieser Tiergruppe und belegt ihre bedeutende Rolle als Insektenfresser im Naturhaushalt.

Natur nah: Geliebt und gefürchtet SWR Fernsehen

Kulturfolger Kakerlake

Sie existieren schon seit über 300 Millionen Jahren, gelten als die erfolgreichsten Insekten der Welt und bevölkern fast jeden Winkel der Erde. 25 der über 4000 bekannten Schabenarten suchen die Nähe des Menschen; drei von ihnen werden vorgestellt: die Hausschabe, Blattella germanica, die Küchenschabe, Blatta orientalis, und die amerikanische Großschabe, Periplaneta americana.

Natur nah: Kulturfolger Kakerlake SWR Fernsehen

Im Reich der Mäuse

Viele Menschen sehen Mäuse am liebsten im Maul der Katze oder in der Falle. Denn auf dem Acker fressen sie das Korn, und wenn die Ernte eingebracht ist, ist kein Lager, kein Speicher vor ihnen sicher. Ob im Dachboden oder in der Speisekammer: Überall nisten sich Mäuse oder Ratten ein. Aber diese unbeliebten Untermieter bilden nur eine Minderheit. Die meisten heimischen Nager leben in der freien Wildbahn, in Alpentälern, an Flussufern, auf Wiesen und in Wäldern. Mäuse sind die anpassungsfähigsten Säugetiere unserer Heimat. Es gibt Taucher, Gräber, Kletterer und Springer. Sie sind nicht nur harmlose Körnersammler, sondern mitunter auch geschickte Fischer und listige Diebe. Obwohl von vielen größeren Tieren gejagt, gelingt es den Mäusen, erfolgreich zu bestehen: mit Vorsicht und Pfiffigkeit und mit ihrer sprichwörtlichen Vermehrungsfreude.

Natur nah: Im Reich der Mäuse SWR Fernsehen

Von Mäusen, Schwalben und Falken

Kulturfolger nennt man Tiere, die in der Nähe der Menschen leben und zum Teil sogar in ihren Häusern, Kellern und Ställen Unterschlupf finden. Rauchschwalben sind aus ihrer subtropischen Heimat nach Norden vorgedrungen und konnten in den gemäßigten Zonen nur mit menschlicher Hilfe überleben. Sie nutzen zum Beispiel warme Kuhställe, um zu brüten. Otto Hahn hat den Nestbau und die Aufzucht der Jungen mit der Kamera verfolgt. In der Umgebung des Bauernhofs entdeckte er zahlreiche weitere Kulturfolger: Mehlschwalben an der Hauswand, Turmfalken in der Scheuer, aber auch weniger beliebte Tiere wie Hausmaus und Wanderratte.

Natur nah: Von Mäusen, Falken und Schwalben SWR Fernsehen

Vögel im Winter

Wird es kalt in unseren Breiten, verlassen uns die Zugvögel und machen sich auf in wärmere Regionen. Für die Standvögel brechen dagegen manchmal harte, sehr kalte Zeiten an.

Natur nah: Vögel im Winter SWR Fernsehen

Freiheit für ein Huhn

Einer Henne, die sechs Monate lang in einer Legebatterie eingesperrt war, schenkte die Frau des Filmemachers Otto Hahn die Freiheit. Nach und nach stellten sich bei dem Tier wieder zahlreiche Aktivitäten ein, die an die wilde Stammform des Haushuhns, das Bankivahuhn, erinnern: Nistplatzsuche, Nestbau, Scharren, Staubbaden. Im Käfig wurden diese Verhaltensmuster gewaltsam unterdrückt. Das zeigen die ersten vier Minuten des Films, in denen das Hühnerleben in einer Legebatterie beschrieben wird.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

STAND
Autor/in
Ingeborg Schuster