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Lebensräume · In Haus und Garten

Der Igel | Unterricht

STAND
Autor/in
Eva Willersinn

Bezug zum Bildungsplan

Grundschule

● Einbettung im Kompetenzbereich „Kulturphänomene und Umwelt“ – „Mensch, Tier und Pflanze: staunen, schützen, erhalten“

● Inhalte: Pflanzen, Tiere und Menschen in exemplarischen Lebensräumen, Wechselbeziehungen, jahreszeitliche Anpassung

● Die Schülerinnen und Schüler werden bei der Erschließung ihres natürlichen
(...) Umfelds unterstützt.

Hauptschule

● Einbettung im Kompetenzbereich „Belebte Welt“

● Inhalte: Säugetiere und Insektenmerkmale, Angepasstheiten von Lebewesen an Lebensräume.

● Die Schülerinnen und Schüler können Tiere klassifizieren und kennen deren Lebensweise.

Igel (Foto: Jan Pietruszka, Dreamstime.com)
Jan Pietruszka, Dreamstime.com Bild in Detailansicht öffnen
Herbstlaub bietet dem Igel ein gutes Winterquartier Karl-Heinz Schack, Pixelio Bild in Detailansicht öffnen
Igel können von Geburt an schwimmen SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Einsatz im Unterricht

Die Sendung eignet sich als Einstieg in die Themeneinheit „Der Igel“, sie kann aber auch innerhalb einer umfangreicheren Unterrichtseinheit „Herbst“, „Säugetiere“, „Tiere in Haus und Garten“ oder „Winterschläfer“ behandelt werden.

Der Film kann auf www.planet-schule.de, Suchbegriff: Jäger in der Nacht, direkt auf einem PC mit Internetanschluss angeschaut oder auch heruntergeladen werden. Es ist dadurch zum einen möglich, den Film über Beamer der ganzen Klasse zu zeigen. Ist ein PC-Raum mit mehreren Internet-Zugängen vorhanden, können auch einzelne Kinder oder kleine Gruppen die Sendung an ihrem PC jeweils individuell anschauen. Dafür sind je nach Klassengröße Kopfhörer hilfreich. Die Materialien zur Sendung sind als Lerntheke für einen offenen Unterricht konzipiert. Die meisten Stationen beziehen sich direkt auf die Inhalte der Sendung und können durch die darin enthaltenen Informationen bearbeitet werden. Da die Sendung allerdings sehr viele Fakten nennt, ist es nach meiner Erfahrung hilfreich, die Kinder individuell einzelne Abschnitte mehrmals anschauen zu lassen. Dazu werden wie oben erwähnt mehrere Computer mit Internetzugang benötigt.

Für einige weiterführende Aufgaben benötigen die Schülerinnen und Schüler Informationsquellen wie Sachbücher, Lexika oder das Internet. Zudem enthält die Lerntheke fächerverbindende Angebote wie zum Beispiel das Schreiben eines Igel-ABCs oder eines Igel-Elfchens. Hierbei handelt es sich um ein kurzes Gedicht, das aus elf Wörtern besteht. Der Aufbau ist genau vorgeschrieben und die Verteilung der elf Wörter auf fünf Zeilen muss eingehalten werden: 1. Zeile: 1 Wort, 2. Zeile: 2 Wörter, 3. Zeile: 3 Wörter, 4. Zeile: 4 Wörter, 5. Zeile: 1 Wort (siehe Arbeitsblatt 5).

Diese Aufgaben gehen über die Arbeit mit der Sendung hinaus und sind Zusatzangebote für den MNT (Mensch-Natur-Technik)

– oder Biologieunterricht. Daher kann man überlegen, ob diese Stationen eventuell erst nachträglich angeboten werden oder die Kinder frei wählen können.

Ich habe alle Stationen gleich zu Beginn ausgelegt und den Schülerinnen und Schülern die Reihenfolge überlassen. Dabei konnte ich feststellen, dass die beliebtesten Stationen zunächst das ABC und das Elfchen waren und erst anschließend alle anderen Aufgaben erledigt wurden. Die Materialien setzte ich in meiner Hauptschulklasse 5/6 ein, sie sind aber auch für die Grundschule ab Klasse 3 sowie für andere weiterführende Schularten in Klasse 5/6 geeignet.

Unterrichtsverlauf

Einstieg

In der ersten Unterrichtsstunde schauten sich meine Schülerinnen und Schüler zunächst die Sendung an und machten sich dabei einige Notizen. Sie wussten, dass sie im Anschluss die Lerntheke bearbeiten sollten. Nach der Sendung erhielt jedes Kind den Stationenplan, in dem alle angebotenen Stationen aufgeführt sind. Er wurde nach dem Erledigen einer Aufgabe von den Kindern abgehakt und als Endkontrolle von mir abgezeichnet. Dort, wo es sich anbietet, enthalten die Stationen eine Selbstkontrolle durch das Finden eines Lösungswortes. Für die anderen Stationen hatte ich zur Überprüfung die Kontrollblätter ausgelegt. Nachdem ich die einzelnen Stationen kurz mit der Klasse besprochen und darauf hingewiesen hatte, dass die Station „Schreibe einen Steckbrief“ erst erledigt werden kann, wenn bereits viele Fakten gesammelt wurden, konnten die Kinder frei an den Stationen arbeiten und sowohl die Reihenfolge als auch die Sozialform selbstständig wählen. Viele Schülerinnen und Schüler arbeiteten alleine in ihrem eigenen Tempo, einige suchten sich auch einen Partner oder eine Partnerin zum Erledigen der Aufgaben. Die Kinder waren mit großem Eifer bei der Sache und hatten Spaß an der Bearbeitung der Aufgaben, vor allem auch, weil sie sehr frei arbeiten konnten. Zwischendurch schauten sich manche Kinder einzelne Stellen der Sendung noch einmal an, um die jeweilige Aufgabe gewissenhaft erledigen zu können.

ZeitPhaseLehrer-Schüler-InteraktionMaterial
1. StundeEinstieg

Information/

Hinführung






Arbeitsphase
● Anschauen der Sendung

● Notizen

● Austeilen und Besprechen des Stationenplans

● Vorstellen der Lerntheke



● Bearbeiten der Stationen
PC mit Internetzugang,

eventuell Beamer

Kopierte Lerntheke

Erarbeitung I:

In der zweiten und dritten Unterrichtsstunde arbeiteten die Kinder an ihren Aufgaben. Viele Schülerinnen und Schüler brachten zur zweiten Stunde Sachbücher, Lexika, Zeitungsartikel und Bilder zum Igel mit und verwendeten diese Materialien zur Bearbeitung ihrer Stationen. Alles dies musste von mir wenig gesteuert werden und die Kinder arbeiteten sehr selbstständig. Auch die Ergebnissicherung erfolgte in einem ersten Schritt selbsttätig durch die zu erhaltenden Lösungswörter. Für das Kontrollieren der Aufgaben, für die eine allgemeingültige Lösung gefunden werden sollte, erhielten die Schülerinnen und Schüler nach dem Erledigen der Aufgaben die Lösungsblätter. Lediglich für die Aufgaben, die ganz individuell bearbeitet werden konnten (Elfchen, ABC, Winterschlaf und Steckbrief), gab ich keine Lösung vor. Diese abschließende Ergebnissicherung sollte durch eine Präsentation in der Abschlussstunde erfolgen.

ZeitPhaseLehrer-Schüler-InteraktionMaterial
2. und

3. Stunde
Arbeitsphase







Überprüfung
● Bearbeiten der Stationen







● Lösungskontrolle
Lerntheke

Informationsquellen

(Lexika, Sachbücher, Internet)



Lösungsblätter

Erarbeitung II:

Nach Beendigung der Arbeit an der Lerntheke erstellten meine Schülerinnen und Schüler in Einzel- oder Partnerarbeit mithilfe ihrer Ergebnisse eine kurze Präsentation, damit ich trotz der individuellen Bearbeitung der Aufgaben einen Überblick über die Lernerfolge bekam. Dabei hatten die Kinder die Idee, für ihren Vortrag noch ein Info-Plakat zum Igel zu gestalten. Dies geschah in der 4. Unterrichtsstunde und auch hier arbeitete die Klasse selbstständig und brauchte wenig Unterstützung.

ZeitPhaseLehrer-Schüler-InteraktionMaterial
4. StundeArbeitsphase● Erstellen und Überarbeiten der Präsentationen





● Gestalten von Info-Plakaten
Ergebnisse der Lerntheke

Informationsquellen





Plakate

Ergebnissicherung:

Den Abschluss der Unterrichtseinheit bildeten die Präsentationen, die die Kinder alleine oder zu zweit erarbeitet hatten und uns schließlich vortrugen. Hierbei wurde sichtbar, wie viele Informationen sie durch die Arbeit mit der Sendung erhalten hatten. Alle Schülerinnen und Schüler konnten viele Inhalte aus der Sendung wiedergeben und erklären und es zeigte sich, dass die ganze Klasse einen großen Wissenszuwachs erhalten hatte.

ZeitPhaseLehrer-Schüler-InteraktionMaterial
5. und

6. Stunde
Ergebnissicherung● Präsentationen



● Rückmeldungen
Unterlagen für Präsentation



Plakate

Alle Themen zum Schwerpunkt Lebensräume · In Haus und Garten

Leben im Garten

Der Film „Leben im Garten“ ist ein filmischer Spaziergang durch den Lebensraum Garten zu allen Jahreszeiten. In direkter Nachbarschaft unserer Häuser befindet sich ein erstaunlich vielfältiger Lebensraum. Gärten bieten kleinen und großen Tieren eine Überlebenschance mitten in der Zivilisation. Die jungen Zuschauer erfahren zum Beispiel, warum Bienen Gartenblumen besuchen und Brennnesseln wichtig für Schmetterlinge sind. Oder dass in jedem Garten mehr Regenwürmer leben, als Menschen in einer Großstadt. Der Film führt auch vor, wie die anpassungsfähige Kohlmeise in einem Briefkasten ihre Jungen großzieht, zeigt, warum Gartenvögel nützlich sind und stellt den vielleicht schlauesten Gartenbewohner vor – den Eichelhäher. Er knackt im Baum Nüsse, ohne dass dabei etwas herunterfällt und er merkt sich genau, wo beispielsweise die Eichhörnchen ihre Vorräte lagern, um diese dann später zu plündern.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Gartenkosmos

Seit rund 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst Nutzgärten, in denen man Gemüse, Gewürze, Heilpflanzen und Obst anpflanzte. Aber schon bald kultivierte der Mensch auch Pflanzen allein ihrer Schönheit wegen. So wurde der Nutzgarten allmählich auch zum Ziergarten. Für viele Menschen ist der Garten das eigene, kleine Paradies – allerdings müssen sie es oft genug mit ungebetenen Gästen teilen. Zäune und Mauern stellen nämlich für die wenigsten Pflanzen und Tiere ein ernstzunehmendes Hindernis dar.
„Gartenkosmos“ zeigt die Vielfalt unserer heimischen Gärten und ermöglicht dem Zuschauer Erstaunliches über diesen artenreichen Lebensraum zu erfahren. Pfingstrosen machen Ameisen zu ihren willigen Helfern, prachtvoll gefärbte Zauneidechsenmännchen kämpfen um die Gunst der Weibchen und eine seltene Bienenart zieht ihren Nachwuchs in Schneckenhäusern groß. Zeitraffer und Zeitlupen erforschen den Lebensraum Komposthaufen und ein Blick unter die Erde zeigt, dass auch hier mit Wühlmäusen, Maulwürfen und Regenwürmern Gartenbewohner ihrer „Arbeit“ nachgehen.

Natur nah: Gartenkosmos SWR Fernsehen

Der Igel

Die Sendung beschreibt den Igel als nachtaktives Säugetier, das erst in der Abenddämmerung sein Nest verlässt, um nach Fressen zu suchen. Weitere Schwerpunkte: Orientierung, das Auto als Feind Nummer eins, Paarung, Aufzucht der Jungen und Überwinterung.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Im Staat der Honigbienen

In einem Bienenstaat leben zwischen 40 000 und 80 000 Bienen. Jedes Einzelwesen hat ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen und kann allein nicht überleben. Der Film beschreibt die Aufgabenteilung im Staat, die unterschiedlichen Tätigkeiten der Arbeiterinnen (98 Prozent sind Arbeiterinnen), die Aufgabe der Königin und der Drohnen sowie die Entwicklungsstadien der Biene vom Ei bis zum erwachsenen Insekt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Das Jahr der Hornissen

In manchen Lexika werden Hornissen als schädlich bezeichnet, und die Mär, dass drei Hornissenstiche einen Menschen töten und sieben ein Pferd, ist nicht aus der Welt zu schaffen. Immer noch bricht Panik aus, wenn die größte einheimische Faltenwespe auftaucht. Der Film räumt mit den herrschenden Vorurteilen auf. In eindrucksvollen Bildern wird das Leben im Staat aus morschem Holz beschrieben. Der Zuschauer erhält Tipps, wie er sich in der Nähe der gelb-schwarzen Brummer richtig verhält und wie er den geschützten Insekten helfen kann.

Natur nah: Im Staat aus morschem Holz SWR Fernsehen

Keine Angst vor Hornissen

„Sieben Stiche töten ein Pferd, drei einen Menschen“ – dies ist ein weit verbreitetes Vorurteil und keineswegs eine Tatsache. Doch wo Hornissen auftauchen, bricht noch immer Panik aus. So verwundert es kaum, dass die großen Brummer von der Ausrottung bedroht sind. 1987 wurden die größten einheimischen Faltenwespen als besonders geschützte Tierart in die Bundesartenschutzverordnung aufgenommen. Der Film räumt mit den unbegründeten Vorurteilen gegenüber Hornissen auf, informiert über ihre Lebensweise und ihre wichtige Rolle im Naturhaushalt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Geliebt und gefürchtet - Spinnen

Über zwei Jahre lag Otto Hahn mit der Kamera auf der Lauer und hat einheimische Spinnen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet. Ihm gelangen faszinierende Aufnahmen von der Balz, der Paarung, der Brutpflege, der Häutung und vom Netzbau. Der Film zeigt die außerordentlich große Formenvielfalt dieser Tiergruppe und belegt ihre bedeutende Rolle als Insektenfresser im Naturhaushalt.

Natur nah: Geliebt und gefürchtet SWR Fernsehen

Kulturfolger Kakerlake

Sie existieren schon seit über 300 Millionen Jahren, gelten als die erfolgreichsten Insekten der Welt und bevölkern fast jeden Winkel der Erde. 25 der über 4000 bekannten Schabenarten suchen die Nähe des Menschen; drei von ihnen werden vorgestellt: die Hausschabe, Blattella germanica, die Küchenschabe, Blatta orientalis, und die amerikanische Großschabe, Periplaneta americana.

Natur nah: Kulturfolger Kakerlake SWR Fernsehen

Im Reich der Mäuse

Viele Menschen sehen Mäuse am liebsten im Maul der Katze oder in der Falle. Denn auf dem Acker fressen sie das Korn, und wenn die Ernte eingebracht ist, ist kein Lager, kein Speicher vor ihnen sicher. Ob im Dachboden oder in der Speisekammer: Überall nisten sich Mäuse oder Ratten ein. Aber diese unbeliebten Untermieter bilden nur eine Minderheit. Die meisten heimischen Nager leben in der freien Wildbahn, in Alpentälern, an Flussufern, auf Wiesen und in Wäldern. Mäuse sind die anpassungsfähigsten Säugetiere unserer Heimat. Es gibt Taucher, Gräber, Kletterer und Springer. Sie sind nicht nur harmlose Körnersammler, sondern mitunter auch geschickte Fischer und listige Diebe. Obwohl von vielen größeren Tieren gejagt, gelingt es den Mäusen, erfolgreich zu bestehen: mit Vorsicht und Pfiffigkeit und mit ihrer sprichwörtlichen Vermehrungsfreude.

Natur nah: Im Reich der Mäuse SWR Fernsehen

Von Mäusen, Schwalben und Falken

Kulturfolger nennt man Tiere, die in der Nähe der Menschen leben und zum Teil sogar in ihren Häusern, Kellern und Ställen Unterschlupf finden. Rauchschwalben sind aus ihrer subtropischen Heimat nach Norden vorgedrungen und konnten in den gemäßigten Zonen nur mit menschlicher Hilfe überleben. Sie nutzen zum Beispiel warme Kuhställe, um zu brüten. Otto Hahn hat den Nestbau und die Aufzucht der Jungen mit der Kamera verfolgt. In der Umgebung des Bauernhofs entdeckte er zahlreiche weitere Kulturfolger: Mehlschwalben an der Hauswand, Turmfalken in der Scheuer, aber auch weniger beliebte Tiere wie Hausmaus und Wanderratte.

Natur nah: Von Mäusen, Falken und Schwalben SWR Fernsehen

Vögel im Winter

Wird es kalt in unseren Breiten, verlassen uns die Zugvögel und machen sich auf in wärmere Regionen. Für die Standvögel brechen dagegen manchmal harte, sehr kalte Zeiten an.

Natur nah: Vögel im Winter SWR Fernsehen

Freiheit für ein Huhn

Einer Henne, die sechs Monate lang in einer Legebatterie eingesperrt war, schenkte die Frau des Filmemachers Otto Hahn die Freiheit. Nach und nach stellten sich bei dem Tier wieder zahlreiche Aktivitäten ein, die an die wilde Stammform des Haushuhns, das Bankivahuhn, erinnern: Nistplatzsuche, Nestbau, Scharren, Staubbaden. Im Käfig wurden diese Verhaltensmuster gewaltsam unterdrückt. Das zeigen die ersten vier Minuten des Films, in denen das Hühnerleben in einer Legebatterie beschrieben wird.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

STAND
Autor/in
Eva Willersinn