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Lebensräume · Im Bach

Der Bach der Nasen | Unterricht

STAND
Autor/in
Silke Harrer

Der Bach der Nasen kann unter anderem in zwei verschiedenen Unterrichtszusammenhängen eingesetzt werden:

1. Unterrichtseinheit Fische (Sek. I):

In der Sekundarstufe I werden im Biologieunterricht Grundkenntnisse über die wichtigsten Tier- und Pflanzengruppen vermittelt. Den Schülerinnen und Schülern soll dabei der Formenreichtum, die Vielgestaltigkeit und die ökologische Bedeutung verschiedener Lebewesen bewusst gemacht werden. Anhand von Beispielen (exemplarisches Lernen) sollen grundlegende biologische Prinzipien vermittelt werden. Mit dem „Bach der Nasen“ können die Schülerinnen und Schüler in einen Lebensraum von Fischen eintauchen und sich ausführlich mit einer Fischart beschäftigen.
Besonders folgende biologische Prinzipien können anhand der Nasen beleuchtet werden:
Anpassungen: Wie sind die Nasen in ihrem Bau und der Lebensweise an den Lebensraum Fließgewässer angepasst (z.B. Stromlinienform der Adulten, klebrige Eier…)?

Schwarm junger Nasen (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Schwarm junger Nasen SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Im Bach der Nasen: Grasfrosch SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Wechselwirkungen zwischen Lebewesen: Wie beeinflussen sich die Lebewesen gegenseitig (z.B. Wovon ernährt sich die Nase, Groppe frisst Eier…)? Reproduktion: Wie pflanzen sich Nasen fort? (z.B. im Vergleich zum Feuersalamander)

Zentrales Thema beim Einsatz des Filmes sollte der Lebenszyklus der Nasen sein. Dieser kann anhand vom Arbeitsblatt „Biologie der Nase“ erarbeitet werden. Den Schülerinnen und Schülern sollte bei der Beschäftigung mit den Nasen darüber hinaus klar werden, dass die ausgeprägte Abhängigkeit der Tiere von ganz bestimmten Lebensraum-Bedingungen (sauberes Wasser, durchgängig passierbarer Fluss) eine starke Gefährdung bedeutet. Auch Schutzmaßnahmen können erörtert werden (Fischpässe, Abwasserklärung).

Naseneier (Foto: SWR - Screenshot aus der Sendung)
Naseneier im Kiesbett des Bachs SWR - Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Nach etwa zwei Wochen schlüpfen daraus mehrere tausend Larven SWR - Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

2. Unterrichtseinheit Ökosystem Fließgewässer (Sek. I und II):

Die Schülerinnen und Schüler erlangen anhand des „Bachs der Nasen“ Einblicke in die Ökologie.

Zu Beginn der Unterrichtseinheit wird der Film gezeigt, die Schülerinnen und Schüler erhalten drei Beobachtungsaufträge:

1. Wer wohnt im Bach der Nasen?

2. Wie nutzen die einzelnen Bewohner den Bach?

3. Was erfahren wir über die Beziehungen der Bewohner zueinander?

Angesichts der Komplexität der Arbeitsaufträge kann es sinnvoll sein, die einzelnen Aufgaben verschiedenen Schülergruppen zuzuweisen.
Nachdem der Film gezeigt wurde, wird das Arbeitsblatt „Bewohner von Gewässern“ ausgeteilt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich darin mit ihren zu erledigenden Beobachtungsaufträgen auseinander. Die Ergebnisse werden dann von den Gruppen vorgetragen und an der Tafel festgehalten. Im weiteren Unterrichtsgang wird die Belastung und der Schutz von Fließgewässern behandelt. Am Beispiel der Nasen kann exemplarisch ein klassisches Fischschicksal im 20. Jahrhundert beleuchtet werden (Gefährdung durch Gewässerverbauungen und Abwassereinleitung). Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, sich im Internet über die Verbreitung und Gefährdung der Nasen zu informieren (siehe Quellenangaben). Sie sollen sich auch über Schutzmaßnahmen und -erfolge informieren und verstehen, dass der Bach der Nasen erst wieder zum Bach der Nasen werden konnte, nachdem Schutzbemühungen die Rückkehr der Tiere ermöglichten.

Lösungen Arbeitsblatt 2

1. Waagerecht: Regenbogenforelle, Bergmolch, Neunauge, Koecherfliege, Eisvogel, Steinkrebs, Gebirgsstelze, Feuersalamander

2. Senkrecht: Ringelnatter

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Leben im Fließgewässer

Spannend verläuft der Existenzkampf unter der Wasseroberfläche eines sauberen naturnahen Baches. Das Stichlingsmännchen baut sein Nest und verteidigt es gegen Feinde. Otter jagen nach Fischen. In der Nacht schreitet der Flusskrebs über den Bachgrund, auf der Suche nach Aas und Schlammröhren-Würmern. Köcherfliegen-Larven verkleben Steinchen zu schützenden Hüllen. Die zieht ihnen die Wasseramsel wieder aus. Sie frisst nur nackte Steinmännchen. Ein Film von Otto Hahn.

Natur-Nah SWR Fernsehen

Der Flusskrebs

Was die meisten nur noch aus dem Zoo oder dem Feinkostgeschäft kennen, war vor 130 Jahren nichts Besonderes – der Flusskrebs. Damals besiedelten die Edelkrebse in rauen Mengen unsere Bäche und wanderten genauso selbstverständlich in den Kochtopf wie ein Fisch. Heute müssen Feinschmecker auf Exemplare aus der Zucht zurückgreifen, wild lebende Flusskrebse sind selten und geschützt. Der Film erhellt das heimliche Leben des nachtaktiven Panzerträgers. Er zeigt, wie sich der Flusskrebs das Fressen hinter die Kiemen schiebt, wie er die Scheren einsetzt, um einen Rivalen zu verjagen oder seine Auserwählte aufs Kreuz zu legen, und wie der weibliche Krebs seine Jungen beschützt.

Natur nah: Heimlicher Panzerträger SWR Fernsehen

Der Bach der Nasen

Der Fisch mit der Knollennase trägt einen äußerst treffenden Namen. Nasen sind bei uns sehr selten geworden. Nur in wenigen naturbelassenen Bächen kann man Zeuge des einmaligen Schauspiels ihrer Laichwanderung werden. Wo Nasen sich wohl fühlen, ist auch für viele andere Bachbewohner die Welt noch in Ordnung: Groppe, Flusskrebs, Steinfliegenlarve, Gebirgsstelze oder Eisvogel. Feuersalamander setzen in kleinen Zuflüssen ihre Larven ab. Die Larven der Nasen bilden kleine Schwärme im Oberlauf des Bachs und ernähren sich von Algen. Wenn sie herangewachsen sind, werden sie flussabwärts in den Inn wandern. Wie der Bach der Nasen im Laufe der Jahreszeiten sein Gesicht verändert und sich die Bewohner im und am Bach den Gegebenheiten anpassen, erzählt dieser Film.

Natur nah: Der Bach der Nasen SWR Fernsehen

Der Feuersalamander

Feuersalamander sind dämmerungs- und nachtaktiv. Nur wenn es nach langen Trockenperioden im Sommer regnet, verlassen sie auch tagsüber ihre Verstecke, um auf Nahrungssuche zu gehen. Daher nennt man den Feuersalamander im Volksmund auch „Regenmännchen“. Der Film beschreibt das Leben des Feuersalamanders, seinen Lebensraum, seine Ernährung und Fortpflanzung. Eine kurze Sequenz ist dem Alpensalamander gewidmet, der voll entwickelte Junge zur Welt bringt und somit vom Wasser unabhängig ist. Normalerweise sind Lurche an Wasser und Land, an zwei Lebensräume gebunden, wie schon ihr Name sagt: „Amphibien“ (griechisch für: Doppellebige).

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Der Bach lebt

Ein Bach ist oberflächlich betrachtet nur fließendes Wasser. Doch unter der Oberfläche verbirgt sich jede Menge Leben. Dieser Film begibt sich auf die Spur von Flusskrebs, Stichling, Fischotter und Co. und zeigt die Besonderheiten des aquatischen Lebensraums auf. Auch die durch Menschen verursachten Probleme wie Verschmutzung und Begradigung werden angesprochen. Ein möglicher Ausweg: Renaturierung. Sie schafft neuen Lebensraum und kann gleichzeitig Hochwasserkatastrophen vorbeugen. Der Schutz der Gewässer liegt in unserem eigenen Interesse. Schließlich sind wir selbst auf schadstofffreies Trinkwasser angewiesen. Und dort, wo die Wasseramsel genügend Sauerstoff liebende Insektenlarven zu fressen findet, ist die Wasserqualität noch in Ordnung.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

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Autor/in
Silke Harrer