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Filminhalt: Hegau

Zwischen Schwarzwald, Bodensee und Schwäbischer Alb liegt der Hegau – eine kleine, aber erstaunlich vielfältige Region. In alten Burgruinen, ehemaligen Steinbrüchen und bei archäologischen Ausgrabungen machen sich Lena Ganschow und Sven Plöger auf die Suche nach den Ursprüngen des Hegau. Wie haben Feuer und Eis diese Gegend geformt? Welche Rohstoffe nutzten schon die Menschen der Bronzezeit? Warum bietet gerade der Hegau ein Fenster in die Vergangenheit und zeigt uns, welche Tiere und Pflanzen hier vor etwa zehn Millionen Jahren lebten? Eine Zeitreise durch eine Gegend, die Vulkanausbrüchen viel zu verdanken hat.

Hegau

Kapitelübersicht:

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Bewegte geologische Geschichte

00:00 – 06:45

Zwischen Schwarzwald, schwäbischer Alb und Bodensee liegt der Hegau. Markante Kegelberge prägen diese Region. Vor 14 Millionen Jahren war der Hegau noch eine Savannenlandschaft. Durch die Kollision der Afrikanischen mit der Europäischen Kontinentalplatte rumorte es kräftig unter der Erde und Magma drang nach oben. Durch die darauf folgenden vulkanischen Aktivitäten bildeten sich in mehreren Etappen zunächst mächtige Tuffschichten, später dann Basalt- und Phonolithgestein. Das Basaltgestein des Hegauberges Hohenstoffeln wurde lange intensiv abgebaut und als Gleisschotter für die Bahn und als Fahrbahnunterlage beim Autobahnbau verwendet. Damit der Hohenstoffeln durch den Abbau nicht ganz verschwindet, wurde er 1939 zum Naturschutzgebiet erklärt.

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Gesteinspfropfen und Gletscherhobel

06:45 – 10:30

Wie der Hohenstoffeln ist auch der Höwenegg ein Hegauvulkan aus Basaltgestein. Betrachtet man die Schichtung des Gesteins, fällt auf, dass die älteren Tuffschichten des Höwenegg auf dem Basaltgestein liegen. Eigentlich würde man vermuten, dass das jüngere Basaltgestein obenauf liegt. Der Grund für die Oberhand der älteren Tuffschichten: Magma drang zwar zunächst nach oben und wölbte die Oberfläche auf, blieb dann aber unter den Tuffschichten wie ein Pfropfen stecken. Während der Eiszeit vor über 10.000 Jahren schoben sich dann riesige Gletschermassen über die Tuffschichten des Hegaus und hobelten diese regelrecht ab, so dass nach dem Rückzug der Gletscher nur die Gesteinspfropfen übrig blieben. Bis zum Höwenegg kam das Eis allerdings nicht. Die Tuffschichten dieses Berges bedecken heute noch den Basaltpfropfen.

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Muscheln im Mauerwerk

10:30 – 12:57

In den Mauersteinen des Stadttores von Tengen kann man Reste von marinen Muschelschalen entdecken - ein Hinweis, dass es sich um Gestein aus Meeressediment handelt. In diesem Fall: Randengrobkalk. Dieses Gestein hat sich aus Meeresmolasse gebildet. Während der Auffaltung der Alpen bildete sich eine Talsenke zwischen Schwäbischer Alb und Alpen. Das Becken füllte sich mit Wasser – in manchen Phasen mit Süßwasser, in anderen mit Meereswasser. Es entstanden unterschiedliche Sedimentschichten, die sich zu Kalkstein verfestigten. Schon die Römer nutzten Randengrobkalk aus dem Hegau als Baumaterial.

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Mauerziegel und Kunsthandwerk aus Sediment

12:57 – 21:34

Mauerziegel und Kunsthandwerk aus Sediment Auch bei Frickenweiler nutzt man Sedimente, um daraus Häuser zu bauen. Über Jahrtausende wurden feine Lehm- und Tonschichten am Grund von Gewässern abgelagert. Heute gewinnt man daraus den Rohstoff für die Herstellung von Mauerziegeln. In einem Neubaugebiet in Hilzingen wurde bei Bauarbeiten ein Jahrtausende altes Grab aus der Bronzezeit entdeckt. Darin: Keramikgefäße als Grabbeigabe. Für Archäologen ist die Frage spannend, ob die Keramik direkt aus Rohstoffen aus dem Hegau gefertigt wurde. Für keltische Keramik aus der Gegend konnten Wissenschaftler bereits den Herkunftsnachweis erbringen: Diese Keramik wurde mit Ton aus dem Hegau gefertigt.

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Fossiles Puzzle

21:34 – Ende

Die Region des Hegau sah vor 14 Millionen Jahren wie eine Savannenlandschaft im heutigen Afrika aus. Darin tummelten sich unter anderem Schildkröten, Riesensalamander und Urpferde. Paläontologen können sich anhand von Fossilien ein Bild von der Fauna dieser Zeit machen. Keine einfache Arbeit, denn nur selten sind fossile Skelettfunde in einem guten Zustand. Speziell geschulte Mitarbeiter des Naturkundemuseums in Karlsruhe schaffen es, mit viel Wissen, Geduld und ruhiger Hand aus einem Haufen fossiler Knochenreste ein anschauliches Präparat zu fertigen.