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Filminhalt: Der Hunsrück

Wer hätte gedacht, dass der Hunsrück mal von einem Meer bedeckt gewesen ist, in dem räuberische Panzerfische unterwegs waren? Und wie kommt es, dass in feuerspeienden Lavaströmen Edelsteine wachsen konnten? Im Devon entstehen Schiefer und Quarzit, die charakteristisch sind, für dieses Mittelgebirge. Später wachsen im Untergrund Achate, Amethyste und andere Edelsteine, die der Region über Jahrhunderte Wohlstand und Arbeit bringen. Wir untersuchen, wie vor 400 Millionen Jahren die Geschichte des Hunsrücks begann und wie die Geologie die Region bis heute prägt. Lena Ganschow und Sven Plöger gehen auf Spurensuche im Gestein und stoßen dabei auf manche Überraschung. Wie beeinflussen die Quarzitrücken das Wetter und was hat das Edelsteingewerbe mit Satelliten im All zu tun?

Der Hunsrück

Kapitelübersicht:

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Kostbarkeiten im Lavagestein

00:00 – 07:33

Am Südrand des Hunsrück liegt die Stadt Idar-Oberstein, bekannt als Edelsteinmetropole. Achate und Amethyste sind hier zu finden. Entstanden sind diese Edelsteine aus Gasen und Spurenelementen in Lavaströmen, die während vulkanischer Aktivitäten in dieser Region in der Zeit des Perm - vor 270 Millionen Jahren - an die Erdoberfläche drangen. Die im Lavagestein eingebetteten kostbaren Steine können heute noch in der Edelsteinmine Steinkaulenberg bewundert werden. Bis aus Rohedelsteinen Juwelen werden, braucht es viel Geschick und das Know-How erfahrener Edelsteinschleifer.

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Edelsteinzucht für die High-Tech Industrie

07:33 – 10:10

Edelsteine spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von High-Tech Produkten. Zum Beispiel als Laserkristalle für medizinische Anwendungen. Auch in der Automobilindustrie, im Schiffsbau oder bei der Herstellung von Erdbeobachtungssatelliten braucht man sie. Am Forschungsinstitut für mineralische und metallische Werkstoffe in Idar-Oberstein, das mit seiner Technologie führend in Europa ist, werden künstliche Edelsteine hergestellt.

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Nützliches Gestein aus dem Devon

10:10 – 17:30

Vor 400 Millionen Jahren – im Devon – befand sich das Stückchen Erdkruste auf dem sich der heutige Hunsrück befindet noch südlich des Äquators unter dem tropischen Meeresspiegel. Am Meeresgrund lagerten sich Tonschlick- und Sandsedimente ab. Daraus bildeten sich über lange Zeiträume die Gesteine Hunsrückschiefer und Quarzit. Aus Quarzitbrocken errichteten die Kelten eine imposante Befestigungsanlege, den Ringwall von Otzenhausen. Hunsrücker Schiefergestein wird in der Nähe von Frankfurt in der kleinen Gemeinde Altlei heute noch bergmännisch abgebaut. Man findet im Hunsrück viele für die Gegend typische, mit Schindeln aus Schiefer gedeckte Dächer.

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Klimavariation durch Wetterscheide

17:30 – 25:17

Auf einer Kanutour auf dem Flüsschen Nahe paddelt man am Rotenfels vorbei. Das rötliche Gestein der mächtigen Steilwand gibt Zeugnis vulkanischer Aktivitäten vor 270 Millionen Jahren. Ein Kletterparadies und ideales Refugium für Tiere und Pflanzen, die ein mediterranes Klima schätzen, denn hier ist es trocken und warm. In manchen Gebieten des Hunsrücks ist es dagegen viel regnerischer – ideale Bedingungen für Moorgebiete. Verantwortlich für die Klimavariationen im Hunsrück sind die 400 Millionen Jahre alten Quarzitrücken-Höhenzüge aus dem Devon. Sie wirken als „Wetterscheide“.

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Kupfererzbergbau im Mittelalter

25:17 – Ende

Im Kupferbergwerk Fischbach kann man sich einen Eindruck davon verschaffen, wie mühselig es für die Bergleute des Mittelalters gewesen sein musste, das im Lavagestein eingeschlossenen Kupfererz abzubauen. Mit bloßer Muskelkraft schlugen die Bergleute das gesuchte Material aus dem harten Fels. Die Arbeit in der Mine brachte große gesundheitliche Risiken mit sich. Aber immerhin: Das gesellschaftliche Ansehen der Bergleute war groß und sie genossen viele Privilegien.