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Sendungsinhalt: Der Bauernkrieg

Anfang des 16. Jahrhunderts braut sich etwas zusammen: Die Reformation erschüttert die kirchliche und die weltliche Macht. Hoffnung auch für die meist leibeigenen Bauern auf dem Land. Sie wollen sich nicht mehr in ihr Schicksal fügen. In Memmingen legen die Bauern in zwölf Artikeln ihre Forderungen schriftlich nieder. Diese zwölf Artikel gelten heute, fast 500 Jahre später, als erste Menschenrechtserklärung der Welt. Doch damals will die kirchliche und weltliche Macht den Forderungen nicht nachgeben. Und Luther, Melanchton, Brenz? Sie alle verurteilen die Aufständischen. Die Bauern haben wohl die proklamierte „Freiheit des Christenmenschen“ zu wörtlich genommen. Es kommt zu blutigen Auseinandersetzungen, in denen die Bauern hoffnungslos unterlegen sind, sie kommen nicht an gegen die hochgerüsteten Söldnerheere und vor allem die neuen Kanonen. Diese Hightech-Waffe der Ritter interessiert Bastian Asmus. Der Bronzegießer und promovierte Archäologe versucht mit historischen Mitteln eine spätmittelalterliche Kanone nachzubauen, die im Bauernkrieg zum Einsatz kam. Wir begleiten dieses einmalige Experiment auf all seinen Stationen.

Filmskript: Der Bauernkrieg

Der Bauernkrieg

Kapitelübersicht:

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Bauernaufstand in Oberschwaben – Ulrich Schmid

00:00 – 04:44

Der Schmied Ulrich Schmid war Anführer eines Bauernaufstands in Oberschwaben. Das alte System der Leibeigenschaft, das seit dem Mittelalter bestand, wurde nun als drückende Ungerechtigkeit empfunden. Die meist leibeigenen Bauern mussten hohe Abgaben zahlen und ständig um ihre Existenz kämpfen. In den Predigten Luthers für die Freiheit des Glaubens sahen die Bauern das Signal auch für ihre Freiheit zu kämpfen. Aber die Verhandlungen mit der Obrigkeit scheitern.

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Die Kanonen des „Bauern-Jörg“ – eine Rekonstruktion

04:44 – 06:27

Der Heerführer Jörg Truchseß von Waldburg-Zeil, bekannt als „Bauern-Jörg“, schlug mit seinen Landsknechten den Bauernaufstand blutig nieder. Mit seinen Kanonen war er den leichtbewaffneten Bauern weit überlegen. Ein moderner Bronzegießer versucht eine spätmittelalterliche Kanone nachzubauen, nach einem Modell aus der Zeit der Bauernkriege.

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Die Forderungen der Bauern und die blutige Niederschlagung des Aufstands

06:27 – 09:31

Die aufständigen Bauern schrieben ihre Forderungen gemeinsam bei einer Versammlung in Memmingen nieder, 12 Artikel, die manchmal als die erste Menschenrechtserklärung bezeichnet werden. Die Adeligen aber verhandelten nicht mehr, sondern schlugen den Aufstand in der Schlacht bei Leipheim blutig nieder. Auch Luther wendete sich gegen die Bauern. In den folgenden blutigen Auseinandersetzungen siegten meist weiterhin die Adeligen.

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Das Kanonen-Experiment – der Guss

09:31 – 11:38

Das Kanonenexperiment geht seiner Vollendung entgegen. Die Bronze wird geschmolzen, während die Lehmform gehärtet und ummantelt wird. Wird die Form dem Druck standhalten? Erst am nächsten Tag können die Handwerker die Kanone vorsichtig auspacken. Bei genauerer Prüfung zeigen sich Schwächen. Die Vorfahren konnten es besser.

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Die „Bluttat von Weinsberg“ und die Rache der Fürsten

11:38 – Ende

Am Ostersonntag 1525 greifen 6.000 aufständische Bauern eine Gruppe Adeliger bei Weinsberg an und richten nach dem Sieg ihre Gegner hin. Die Nachricht von der „Bluttat von Weinsberg“ verbreitete sich schnell im Land und unter den Fürsten. Die Rache war grausam – gegen die überlegene Kraft der fürstlichen Feuerwaffen hatten die Bauern keine Chance. Ende des Jahres 1525 war der Aufstand im ganzen Land niedergeschlagen.