Missing Movies

Mein allerliebstes Lieblingsding | Film

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Diana Menestrey und Camilo Colmenares, zwei kolumbianische Animationsfilmemacher und Absolventen der Kölner Kunsthochschule für Medien KHM konzentrieren sich auf den jeweiligen Lieblingsgegenstand von Kindern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Jedes hat etwas ganz anderes zum treuen Begleiter erkoren, das Schutz und Geborgenheit bietet in jeder neuen Umgebung, in jeder unsicheren Lage und auch nach durchlittenen Traumata. Diana und Camilo kommen selbst aus einem Land, das nach Syrien die höchste Anzahl Vertriebener und Geflüchteter aufweist. In MEIN ALLERLIEBSTES LIEBLINGSDING haben Kinder ihren Lieblingsgegenstand gezeichnet und vermitteln uns, wie wichtig er für sie ist und wie stark er ihre Phantasie beflügelt. In der ersten Geschichte stellt uns Sara ihre Katze Moris vor, die sie zwar in ihrer Heimat zurücklassen musste, die ihr aber auch aus der Ferne mit ihren Superkräften zur Seite steht und ihr Mut für den Alltag macht, in der zweiten wird ein Ball zum verbindenden Element im Leben der Brüder Benno und Fredo und in der letzten Episode muss Jumana mit ihren Eltern und ihren Schwestern fliehen, das Meer in einem Boot überqueren und in einem Flüchtlingslager leben. Ihr Lieblingsding wird ein Malkasten, der sie die alte und die neue Heimat verbinden und sie wieder lachen lässt.

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Shady

Nada Riyad lebt in Ägypten und hat schon in verschiedenen Flüchtlingslagern gearbeitet. Sie stellt in ihrem Kurzspielfilm den kleinen Shady ins Zentrum, der eifersüchtig wird, als er erfährt, dass seine Mutter ein Geschwisterchen erwartet. Von da an versteht er die Welt im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr und hört alles nur noch als Ton und Rhythmen. Selbst seine Eltern und Geschwister kommen nicht mehr an ihn heran. Das führt zu vielen Missverständnissen, die die Filmemacherin komödiantisch überzieht, ohne die Verzweiflung zu verharmlosen. Am Schluss stellt der kleine Shady fest, dass ein weiteres Geschwisterkind vielleicht sogar schön sein könnte... Nada weiß, dass Vertreibung und Ungewissheit in vielen Flüchtlingsfamilien dazu führt, ein weiteres Kind zu gebären. Sie holt ihre jungen Zuschauer also genau dort ab, wo viele stehen und nimmt ihnen die Angst vor der befürchteten Einsamkeit.

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Riese

Die Heldin dieser Geschichte ist Ola, die sich mit einem Riesen anfreundet. Ola lebt in sehr beengten und schwierigen Verhältnissen zusammen mit verschiedenen anderen Familien. Ihr einziger Zufluchtsort ist das Dach des Hauses, das sie heimlich für sich als Rückzugsort hergerichtet hat. Dort sitzt sie über der Stadt und blickt auf das Meer als sie in der Bucht einen Riesen entdeckt, der dort gerade seine Morgentoilette durchführt... der Beginn eines gemeinsamen Abenteuers.

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Die Lupe

Die Filmemacherin und Absolventin der Kunsthochschule für Medien in Köln Nazgol Emami kam mit 6 Jahren aus dem Iran nach Deutschland. Sie greift das Thema des Lieblingsgegenstandes auf: Ihre Hauptfigur, ein kleines Mädchen, das sich in der neuen Stadt fremd fühlt, flüchtet mit einer Lupe aus der Realität. Sie vergrößert Teppichmuster und Lichtkegel, träumt von fliegenden Tellern und tanzt mit imaginären Pflanzen. Als sie die Lupe verliert, scheint ihr Traum zerstört, aber als ein fremdes Mädchen sie wiederfindet und mit in ihre Traumwelt einsteigt, ist der Weg frei für eine tiefe Freundschaft - in der Realität. Ein Animationsfilm über die Überwindung von Trauer.

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Mein allerliebstes Lieblingsding

Diana Menestrey und Camilo Colmenares, zwei kolumbianische Animationsfilmemacher und Absolventen der Kölner Kunsthochschule für Medien KHM konzentrieren sich auf den jeweiligen Lieblingsgegenstand von Kindern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Jedes hat etwas ganz anderes zum treuen Begleiter erkoren, das Schutz und Geborgenheit bietet in jeder neuen Umgebung, in jeder unsicheren Lage und auch nach durchlittenen Traumata. Diana und Camilo kommen selbst aus einem Land, das nach Syrien die höchste Anzahl Vertriebener und Geflüchteter aufweist.

In MEIN ALLERLIEBSTES LIEBLINGSDING haben Kinder ihren Lieblingsgegenstand gezeichnet und vermitteln uns, wie wichtig er für sie ist und wie stark er ihre Phantasie beflügelt. In der ersten Geschichte stellt uns Sara ihre Katze Moris vor, die sie zwar in ihrer Heimat zurücklassen musste, die ihr aber auch aus der Ferne mit ihren Superkräften zur Seite steht und ihr Mut für den Alltag macht, in der zweiten wird ein Ball zum verbindenden Element im Leben der Brüder Benno und Fredo und in der letzten Episode muss Jumana mit ihren Eltern und ihren Schwestern fliehen, das Meer in einem Boot überqueren und in einem Flüchtlingslager leben. Ihr Lieblingsding wird ein Malkasten, der sie die alte und die neue Heimat verbinden und sie wieder lachen lässt.

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Der magische Ballon

Sandra Dajani lebt als Palästinenserin in Jordanien. Sie erzählt in ihrem Animationsfilm die Geschichte eines gehbehinderten Mädchens, das mit einem gelben Luftballon die Abmachung trifft, dass er in die weite Welt fliegen darf, um ihr hinterher seine Erlebnisse zu erzählen. Auf diese Weise überwindet sie die Traurigkeit über ihre Behinderung, ihre Einsamkeit, ihre begrenzte Lebenswelt und begibt sich auf große innere Reisen. Und gleichzeitig entführen sie und ihr Ballon natürlich ihr Publikum in fremde bunte Länder.

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Abdullah

Mit einer 16mm Kamera fängt Khaled Nawal in eindringlichen Aufnahmen den Lebenswillen eines 15jährigen Jungen ein. Als wir den 15-jährigen Abdullah auf der Reise in einem Bus sehen, wirkt er traurig und verschlossen. Erst auf der Reitbahn auf dem Rücken eines Pferdes beginnt sein Gesicht zu leuchten, ist er wie befreit von der Last des zurückliegenden Krieges. Und erst jetzt wird uns bewusst, dass der Junge nur noch ein Bein hat. Wir begleiten Abdullah zum Krafttraining und in die Wüste Jordaniens, wo man selbst mit zwei Beinen nur mühsam vorankommt.

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Die Pause

Madeleine Dallmeyer aus Berlin beobachtet Schüler in der Schulpause. Sie spielen, verfolgen und verstecken sich, imitieren Autorennen und klettern auf Gerüste und Bäume. Mal gemeinsam, mal einzeln, ganz in ihre eigenen Welten versunken. Da wird ein Baum zum Dschungel, ein Ast zur Schlingpflanze, T-Shirts leuchten geheimnisvoll – plötzlich scheinen die Kinder innerlich weit weg zu sein von Schule und Alltag. Der Pausenhof wird zur Phantasiewelt – bis der Klang der Schulglocke alle wieder in die Realität zurückholt. Eine Kurzdoku, die den Flüchtlingskindern Mut machen soll, ihrer Phantasie Raum zu lassen, ihr nachzugehen, allein und gemeinsam mit anderen Kindern.

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AUTOR/IN
Planet Schule