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Sendungsinhalt: Wie siedelten sie?

Die Germanen waren Landmenschen, sie waren Selbstversorger, lebten recht einfach – im kompletten Gegensatz zu den Römern, deren ehemalige Gebiete sie besiedelt hatten. Die Natur war ihnen sehr wichtig, manche Orte verehrten sie als heilig. An den Thingstätten wurde über Krieg und Frieden beraten, über Streitfälle entschieden und auch die Anführer gewählt. Warum die Germanen im Südwesten so einfach lebten und viele Errungenschaften der Römer ablehnten, darüber rätseln die Forscher bis heute. Vielleicht waren die Sueben und Alamannen ja einfach nur stur. Der Film zeigt die sehr entgegengesetzte Lebensweise der Germanen zur Zivilisation der Römer: die einfache Bauweise ihrer Häuser, die kleinen Dörfer mit ihrer Selbstversorgung und die Selbstbestimmung der kleinen Herrschaftseinheiten.

Filmskript: Wie siedelten sie?

Wie siedelten sie?

Kapitelübersicht:

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Die Siedlungen der Germanen

00:00 – 03:31

Die Siedlungen der Germanen unterschieden sich deutlich von denen der Römer. Die Germanen bevorzugten kleine, befestigte Anlagen an strategisch günstigen Orten wie zum Beispiel auf Bergspitzen. Die Überreste der alamannischen Bergfestungen sind deshalb heute so gut wie verschwunden. Archäologen nehmen an, dass an der höchsten Stelle der Siedlung ein Herrscher wohnte. Der Berg war anscheinend von oben nach unten hierarchisch besiedelt.

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Töpferkunst der Germanen

03:31 – 06:34

Die Alamannen waren Selbstversorger. Das Töpfern war eine wichtige Handwerkskunst bei den Germanen. Obwohl sie vermutlich moderne Techniken wie die Drehscheibe von den Römern kannten, bevorzugten sie meist die sogenannte Wulsttechnik. Der Keramikkünstler Markus Klausmann erklärt, worin die Vorteile und Nachteile dieser Methode liegen.

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Brennen der Keramik

06:34 – 08:53

Auch bei dem Brennen der Keramik unterschieden sich die Methoden der Germanen und der Römer. Die Römer verwendeten spezielle Brennöfen, die Alamannen brannten ihre Keramik in einer Grube, die mit Stroh und Holzscheiten gefüllt wurde. Damit das Material nicht zersprang, musste eine gleichmäßige Temperatur erzeugt werden. Dazu wurde die Grube mit Sand und Asche abgedeckt, ähnlich wie bei einem Meiler zur Herstellung von Holzkohle.

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Die Germanen waren Selbstversorger

08:53 – 11:54

Anders als die Römer waren die Germanen überwiegend Selbstversorger. Ihre Häuser bauten sie in Eigenregie, die ganze Familie half mit. Das Baumaterial waren meist Flechtwände aus Weidenruten – eine einfache Bauweise; mit Materialien, die fast überall zur Verfügung standen. Auch Stoffe und Kleidung wurden zu Hause hergestellt. Die römische Form der Arbeitsteilung und Spezialisierung gab es bei den Germanen nicht.

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Das Zusammenleben

11:54 – Ende

Da sich die Römer hinter Rhein und Donau zurückgezogen hatten, lebten die Germanen relativ sicher. An religiösen Orten trafen sich die Männer zu mehrtägigen Versammlungen, die Thing genannt wurden. Der erste Tag galt ausschließlich dem Konsum von Alkohol. Der gemeinsame Trunk sollte das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und wohl auch den Beistand der Götter erflehen. An den weiteren Tagen wurde Gericht gehalten, Streit beigelegt oder über Krieg und Frieden beraten.