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Margot Friedländer – Verfolgte im Nationalsozialismus | Film

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Von Autor/in funk

Margot Friedländer hat den Holocaust überlebt, als Einzige aus ihrer Familie. Sie wird am 5.11.1921 in Berlin geboren. Sie ist Jüdin und 11 Jahre alt, als die Nazis an die Macht kommen. Ihre Mutter versucht mehrfach mit der Familie auszuwandern, doch alle Auswanderungs- und Fluchtversuche scheitern. Als Margots Bruder Ralph im Januar 1943 verhaftet wird, entschließt sich ihre Mutter ihren Sohn zu begleiten und geht selbst zur Polizei. Mutter und Sohn werden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Die Nachbarn übermittelten Margot die mündliche Botschaft ihrer Mutter: „Versuche, dein Leben zu machen.“ Margot taucht unter, verändert ihr Aussehen und überlebt 15 Monate lang in verschiedenen Verstecken in Berlin. Schließlich wird sie von den Nazis entdeckt und 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt eingesperrt. 

Margot Friedländers Botschaft nach der NS-Zeit: Nie wieder!

Im Lager trifft Margot einen Bekannten, Adolf Friedländer, wieder, den sie bereits aus Berlin durch den Jüdischen Kulturbund kannte. Die beiden überleben das Lager und emigrieren 1946 gemeinsam nach New York. Erst nach dem Tod ihres Mannes kehrt Margot zurück nach Berlin.

Im Jahr 2003 nimmt Margit Friedländer eine Einladung des Berliner Senats an und besucht ihre frühere Heimatstadt. Da ist Margot 88 Jahren alt. Sie fühlt sich der Stadt verbunden und beschließt schließlich ganz nach Deutschland zurückzukommen.

Margot Friedländer kämpft gegen das Vergessen des Holocaust

Margot hat eine Mission: Sie will der jungen Generation eine Botschaft übermitteln. Nie wieder dürfen sich die Verbrechen der NS-Zeit wiederholen. Deshalb geht sie in viele Schulen und erzählt Jugendlichen ihre Geschichte. Margot Friedländer stirbt am 9. Mai 1925 in Berlin. Sie hinterlässt ihre wichtigste Botschaft: Seid Menschen.

Geschichten von verfolgten Menschen im Nationalsozialismus auf TikTok

Das Format @wahr_so von funk zeigt Geschichten von unterdrückten und verfolgten Menschen im Nationalsozialismus. Informativ und emotional erzählen die beiden Hosts Franziska Höbing und Tom Hoffmann von Menschen, die nicht vergessen werden sollen. 

Mehr Videos gibt es bei @wahr_so auf TikTok.

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