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Sendungsinhalt: Woran glaubten sie?

Der Glaube eines Volkes, das uns selbst kaum Schriftquellen hinterlassen hat, ist natürlich schwer zu rekonstruieren. Auch gibt es keine Tempel oder Kirchen, denn so viel weiß man: Die Germanen im Südwesten hatten eine ausgeprägte Naturreligion, verehrten Bäume, Flüsse, Quellen und auch Tiere. Die Bezeichnung der Wochentage geht vermutlich auf die germanische Götterwelt zurück. Der Film beleuchtet anhand des „Sängergrabs von Trossingen“ die germanischen Bestattungsriten. In Experimenten werden Grabbeigaben nachgebaut: eine Leier und verschiedene Holzobjekte.

Filmskript: Woran glaubten sie?

Woran glaubten sie?

Kapitelübersicht:

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Trossinger Leier

00:00 – 07:45

In einem alamannischen Adelsgrab wurde bei Trossingen eine hervorragend erhaltene Leier gefunden. Abnutzungsspuren an dem Instrument weisen darauf hin, dass die Leier nicht nur zur Zierde war, sondern tatsächlich gespielt wurde. Forscher gehen davon aus, dass Musik bei den Germanen hauptsächlich kultischen Charakter hatte. Auf einem Nachbau demonstriert ein Musikstudent, wie bei den Germanen Musik geklungen haben könnte.

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Götterwelt der Germanen

07:45 – 09:29

Die Germanen verehrten in ihrer Religion Bäume, Flüsse und Tiere. Auch heute finden sich in unserer Sprache noch Hinweise auf germanische Götter. So heißt der Dienstag im alemannischen Dialekt „Zischtig“ und ist wohl auf den Gott des Himmels und des Lichts „Ziu“ zurückzuführen. Auch die Götter Wotan und Freya finden sich im heutigen Sprachgebrauch bei dem englischen „Wednesday“ und dem deutschen Wort Freitag.

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Holzarbeiten

09:29 – 10:41

Die Germanen hatten eine besondere Beziehung zu Wald und Holz. Aus dem Fürstengrab wurden kunstvolle Drechselarbeiten geborgen. In einem Versuch soll nachgestellt werden, wie diese Arbeiten angefertigt wurden. Ein Handwerker erprobt eine germanische Drehbank. Das einfache Werkzeug lässt sich bedienen, aber wie die Germanen damit ihre kunstvollen Arbeiten herstellten, lässt sich nicht genau nachvollziehen.

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Runen

10:41 – 12:46

Auf germanischen Holzarbeiten wurden immer wieder eingeritzte Zeichen gefunden. Es handelt sich um Runen. Insgesamt hatten die Germanen wohl ein Alphabet von 24 Runen. Jede Rune steht für einen Laut, aber symbolisiert auch einen Begriff. Diesen Inschriften wurde auch eine magische Wirkung zugeschrieben, vermuten Archäologen.

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Vertreibung und Christianisierung

12:46 – Ende

Nachdem die Alamannen wichtige Schlachten gegen die Franken verloren hatten, vertrieben diese die alamannischen Adeligen, oder machten sie zu Vasallen. Die einfache Bevölkerung musste sich der christlichen Religion und Kultur der neuen Herrscher anpassen. Die Christianisierung erfolgte gewaltsam und die meisten religiösen Kultstätten der Alamannen wurden zerstört.