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Sendungsinhalt: Das Tier in Dir (3/3)

Vom Reptil zum Säuger

Die Evolution macht den Menschen zu einer lebenden Verbindung mit der Vergangenheit des blauen Planeten. Dies ist auch der Inhalt von Teil 3 der Dokumentation „Das Tier in Dir“ aus der Reihe „Experiment Verwandtschaft“. Besonders deutlich zeigen sich unsere tierischen Wurzeln an den Patenten der Natur, denen wir verdanken, an Land leben zu können. Stabile Knochen, Muskulatur und Extremitäten etwa haben wir von den Amphibien geerbt, den ersten Landwirbeltieren. Und was eine Schlange vor der Austrocknung schützt, ist auch in der Haut des Menschen als Verdunstungsschutz zu finden: Keratin aus Hornzellen. Auch unsere Fingernägel stammen aus der Reptilienzeit. Vermutlich waren sie einst Krallen und haben sich erst bei unseren Primatenvorfahren für das Hangeln von Ast zu Ast abgeflacht. Doch Teil 3 des Projektes zeigt auch, dass wir unsere Existenz einer Katastrophe verdanken, die für unsere Säugetiervorfahren die große Chance eröffnete, aus dem Schatten der Dinosaurier herauszutreten. Eine bildstarke und abenteuerliche Zeitreise durch den Körper des Menschen, die uns vor Augen führt, dass wir nicht die Krone der Schöpfung sind, sondern nur ein Teil von ihr.

Das Tier in Dir (3/3)

Kapitelübersicht:

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Ohne Wasser kein Leben

00:00 – 06:30

Der Paläontologe Oliver Sandrock, der Mediziner Aart Gisolf sowie der Wissenschaftsjournalist und Biologe Axel Wagner untersuchen die evolutionäre Entwicklung vom Wasser- zum Landbewohner. Amphibien leben an Land, beginnen aber ihr Dasein im Wasser. Auch der Mensch ist zunächst ein Wasserwesen. Er entwickelt sich im schützenden Fruchtwasser, das ihn vor Austrocknung und Stößen bewahrt.

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Das Skelett

06:30 – 10:42

Die Skelettanatomie des Salamanders erinnert an die des Menschen. Becken und Wirbelsäule werden auf ähnliche Weise stabilisiert. Alle Landwirbeltiere müssen die Schwerkraft ausgleichen. Auch der Mensch mit seiner aufrechten Wirbelsäule macht da keine Ausnahme. Letztlich beruht der aufrechte Gang des Menschen auf dem Erbe aus Amphibientagen. Der "Studiogast" Ochsenfrosch zeigt mit beeindruckenden Sprüngen, wie wichtig das gute Zusammenspiel von Skelett und Muskulatur für die Fortbewegung ist.

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Keratin: Das Erbe der Reptilien

10:42 – 14:09

Keratin ist ein Universalbaustoff, der sich sowohl in der Haut der Schlangen, den Krallen der Leguane als auch in Nägeln, Haaren und Haut des Menschen findet. Keratin schützt vor Austrocknung - wichtig für das Leben an Land. Die Gemeinsamkeiten von Menschen und Reptilien sind vielfältig. So häutet sich der Mensch zwar nicht wie die Schlange, erneuert aber in kurzen Abständen immer wieder die Hornschicht seiner Haut.

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Perm - vor 300 Millionen Jahren: Reptilien und das Sonnenlicht

14:09 – 18:32

Vor 300 Millionen Jahren lebten auf der Erde große Säugetierähnliche Reptilien. Die spitz zulaufenden Eckzähne des Menschen sind ein Erbe aus dieser Zeit. Diese Tiergruppe war gefürchtet. Über ein großes Rückensegel konnten sie ihre Körper mit dem Sonnenlicht erwärmen und so Energie tanken. Der "Studiogast" Leguan zeigt, wie dieses System bei den heutigen Reptilien funktioniert. Mit seinem "Dritten Auge" kann der Leguan die Intensität der Sonnenstrahlung messen und seine Aktivität darauf einstellen. Beim Menschen gibt es ein ähnliches System: Die Zirbeldrüse im Gehirn regelt den Schlaf-/Wachrhythmus des Menschen.

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Das Artensterben und die Dinosaurier

18:32 – 22:48

250 Millionen Jahre vor unserer Gegenwart beginnt auf der Erde ein gewaltiges Artensterben. Am Ende des Perm sterben fast 90 Prozent aller Meereslebewesen und circa drei Viertel aller Landbewohner. Als eine der möglichen Ursachen vermutet man extreme geologische Veränderungen auf der Erde. Ein Ergebnis dieser Veränderungen ist die Entstehung einer neuen Tiergruppe: der Dinosaurier. Auch die ersten Säugetiere entwickeln sich in dieser Zeit, spielen aber noch keine dominierende Rolle. Am Ende der Kreidezeit beendet ein Meteoriteneinschlag mit einem gewaltigen Ascheregen die Herrschaft der Reptilien. Nur wenige Arten überleben das Massensterben.

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Die Säugetiere - Haare und Brustwarzen

22:48 – 25:33

Die Säugetiere überleben die globale Katastrophe und können sich nun über den Erdball ausbreiten. Der "Studiogast" Spitzhörnchen hat eine große Ähnlichkeit mit den damals lebenden Säugetieren. Sein Fell ist ein Relikt aus der Dinosaurierzeit. Es ermöglichte den Tieren Nachtaktivität und schützte sie so vor den Dinosaurierern. Auch der menschliche Embryo entwickelt in den ersten Lebensmonaten eine Behaarung am ganzen Körper, die Lanugo. Vor der Geburt wird dieses Fell abgestoßen. Erhalten aber bleiben die Brustwarzen, ein weiteres wichtiges Säugetiermerkmal.

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Verwandtschaft bis in die Fingerspitzen

25:33 – Ende

Der "Studiogast" Vari erinnert an die Primatenvergangenheit des Menschen. Seine nebeneinander liegenden Augen ermöglichen ihm räumliches Sehen - eine wichtige Eigenschaft für das Springen von Ast zu Ast. Die Daumen des Vari verbessern den Griff der Hände. Auch die Fingernägel, die der Vari statt Krallen hat, erhöhen den Halt. Der Mensch hat diese Eigenschaften von seinen Urverwandten geerbt, eine Erinnerung an das Leben in den Bäumen. Eine bedeutende evolutionäre Station auf dem Weg zum aufrechten Gang.