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Sendungsinhalt: Fürstenmonopole

„Blüht der Tabak, blüht die Pfalz“ – ein altes Sprichwort, das in den Tagen des Barock große Gültigkeit besaß. Überhaupt ließen die aufgeklärten absoluten Herrscher die Landwirtschaft modernisieren, um Wohlstand in ihre Länder zu bringen.

Dazu dienten auch die neuen Manufakturen, Vorläufer der Fabriken, die Waren in großem Stil herstellen konnten. In Frankenthal und in Ludwigsburg wurden Porzellanmanufakturen aufgebaut, die den Ruf der jeweiligen Landesherren aufpolierten und ordentlich Geld in seine Kasse spülten. Das brachte viele arme Menschen in Lohn und Brot. Denn die prachtvolle Barockfassade verbarg krasse soziale Unterschiede. Dem opulenten Reichtum des Adels stand ein Heer von Armen gegenüber, vor allem Landbevölkerung, die zum Teil noch in Leibeigenschaft ihr Dasein fristete. Die Sendung zeigt, wie in allen Barockstaaten Deutschlands mit lukrativen Monopolen und Steuern der aufwändige Lebensstil der Adeligen finanziert wurde. Vor allem über die begehrten Genüsse aus der Neuen Welt: Tabak, Kakao und Kaffee. In einem Röst-Experiment versuchen wir festzustellen, wie der selbstgeröstete Kaffee damals geschmeckt hat.

Fürstenmonopole

Kapitelübersicht:

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Wachsende Beliebtheit von Tabak und Kaffee

00:00 – 03:32

Tabak und Kaffee waren etwas Neues im Barock. Beide Genussmittel wurden schnell beliebt, doch nicht jeder konnte sie sich leisten. Für den Staat waren die Steuern auf Tabak und Kaffee wichtige Einnahmen.

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Kafferöstung und Ersatzkaffee

03:32 – 05:14

Das Kaffeerösten und die Veredelung des Kaffees ist ein Prozess, der viel Fingerspitzengefühl erfordert. Doch im Barock war Kaffee für viele zu teuer, also versuchte man Lupine, Eicheln und sogar Löwenzahnwurzeln zu rösten. Der Kaffeespezialist Hanspeter Hagen versucht sich ebenfalls daran.

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Siegeszug des Kaffees und illegales Kaffeerösten

05:14 – 08:12

Gegen Ende des Jahrhunderts war das Getränk auch in deutschen Landen auf Erfolgskurs. In Preußen wurde nicht nur auf den Verkauf Steuern erhoben, sondern auch das private Rösten des Kaffees war verboten. Sogenannte "Schnüffler" gingen durch die Städte und spürten Bürger auf, die dieses Verbot missachteten.

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Auswertung des Röst-Experiments

08:12 – 10:07

Die gerösteten Lupine, Eicheln und Löwenzahnwurzeln werden gemahlen, aufgegossen und anschließend verkostet. Insbesondere Löwenzahnwurzeln können allerdings keine echte Konkurrenz zum Kaffee darstellen. Lupine hingegen kommen dem Kaffee schon deutlich näher.

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Porzellanmanufaktur in Frankenthal

10:07 – 12:02

Nicht nur der Handel mit Tabak und Kaffee war eine wichtige Einnahmequelle der Herrscher im Barock. Auch Manufakturen - die Vorläufer späterer Fabriken - brachten der Oberschicht wichtige finanzielle Mittel, um ihren hohen Lebensstandard zu sichern. So gründete zum Beispiel der Pfalzgraf Karl Theodor eine Porzellanmanufaktur in Frankenthal.

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Tabakanbau in der Pfalz heute

12:02 – Ende

Heute wird in der Pfalz nur noch vereinzelt Tabak angebaut. Die Ernte ist aufwändige Handarbeit und wird hauptsächlich von rumänischen Erntehelfern ausgeführt. Auch heute noch gehen die Einnahmen größtenteils an die Landbesitzer und an den Staat.