Respekt | Demokratie einfach erklärt

Menschen mit Behinderung – Kampf um Teilhabe und Gleichberechtigung | Film

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Spasti, Krüppel, Behindi – gängige Beleidigungen, nicht nur in der Jugendsprache. Der Film begleitet Menschen mit Behinderung und zeigt ihren alltäglichen Kampf um Wertschätzung und Gleichbehandlung. Zum Beispiel die Psychologin Anna Garbe. Aufgrund einer Autoimmun-Schwäche verschlechterte sich seit ihrer Jugend ihre Sehfähigkeit. Seit einigen Jahren ist sie nahezu vollständig erblindet, sieht nur noch vage Schatten. Anna Garbe ist genauso gut ausgebildet und leistungsfähig wie sehende Menschen. Trotzdem ist sie „behindert“ – jedoch nicht durch ihre Blindheit. Sie wird behindert, sagt sie, durch nicht-barrierefreie Internetseiten, etwa ihrer Bank, oder durch veraltete Ampelanlagen ohne Tonsignal, die das Überqueren der Straße vor ihrer Wohnung für sie lebensgefährlich macht. Der Film schildert auch das Leben des 15-jährigen Felix, der durch eine Infektion kurz nach der Geburt mit körperlichen Einschränkungen leben muss und im Rollstuhl sitzt. Trotzdem strotzt er vor Lebensfreude, besucht ein Gymnasium, macht Sport und hat Zukunftspläne wie jeder gleichaltrige Jugendliche auch.

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Europa - Idee von gestern oder Vision für morgen

Eurokrise, Brexit und Konflikte wie die Flüchtlingskrise sowie die jahrelange Schuldenpolitik bedrohen den europäischen Einigungsprozess. Immer weniger Menschen glauben an offene Landesgrenzen innerhalb der EU. Immer weniger Politiker setzen sich für Europaweite Demokratie und allgemeine Grund- und Menschenrechte ein.
Der Film „Europa – Idee von gestern oder Vision für morgen?“ erinnert an die Grundgedanken der EU: Politik für Frieden, Freiheit und Fortschritt. Politik für Demokratie, Solidarität und Menschenrechte jenseits nationaler Interessen. Der Film erinnert an die Anfangsjahre des europäischen Projekts und begleitet unter anderem den Zeitzeugen Matthias Heister. Der heute über 90-Jährige ging schon in der Nachkriegszeit auf die Straße. 1950 riss er zusammen mit Gleichgesinnten aus Frankreich und Italien Schlagbäume an der deutsch-französischen Grenze ab – als Protestaktion für offene Grenzen in Europa, für eine gemeinsame, solidarische Politik und gegen den wiederkehrenden Nationalismus.
Das war vor 70 Jahren. Doch die Gefahren für den europäischen Einigungsprozess damals und heute ähneln sich. Das zeigt der Film und macht deutlich: Die EU ist heute wichtiger denn je und muss wieder zum zukunftsweisenden, demokratischen Projekt werden.

Flüchtlinge - Vorurteile, Bürokratie und das Recht auf einen Neubeginn

Sie sind geflohen vor Krieg und Armut, auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben. Der Film hinterfragt gängige Vorurteile gegen Geflüchtete und zeigt die Chancen für ein friedliches Miteinander.

Kriminelle, Sozialschmarotzer, Islamisten – Männer, Frauen und Kinder, die nach Europa und nach Deutschland geflüchtet sind, sehen sich mit vielen Zuschreibungen konfrontiert. Dabei gilt bis auf ganz wenige Ausnahmen: Sie alle haben ihre Heimat nicht freiwillig, sondern gezwungenermaßen verlassen, auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und bitterer Armut. Die Reportage „Flüchtlinge – Kampf gegen Vorurteile und Recht auf einen Neubeginn“ fragt nach bei Polizeistellen, bei staatlichen Behörden und bei den Geflüchteten selbst. Was ist dran an den vielen Vorurteilen? Moderator Ramo Ali, 2011 vor dem Krieg in Syrien geflohen, schildert aus eigener Erfahrung den schwierigen Neustart in Deutschland, selbstironisch und mit einem Augenzwinkern. So ist – neben den Vorurteilen – die deutsche Bürokratie meist die größte Hürde für die Geflüchteten. „Papierland“ betreten sie, wenn es darum geht, Ausbildung und Beruf anerkennen zu lassen, einen Deutsch-Kurs besuchen zu dürfen oder eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Der Film begleitet Geflüchtete, die vor allem eines wollen: eine Perspektive für sich und ihre Familien. Deshalb sind sie aus ihrer Heimat geflohen. Nicht mehr erhoffen sie sich in Deutschland. Die allermeisten Flüchtlinge sind hochmotiviert, sich zu integrieren, zu lernen, zu arbeiten oder einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Doch Integration ist nicht einfach. Auch das zeigt „Flüchtlinge – Kampf gegen Vorurteile und Recht auf einen Neubeginn“. So sei Angst vor Fremden doch völlig normal, sagt Adnan aus Syrien. Er glaubt, dass sich Deutsche und Geflüchtete erst besser kennenlernen müssten, um gegenseitige Vorurteile zu überwinden. Flüchtlinge in Deutschland, das machen die Interviews im Film deutlich, sind eine Herausforderung, aber vor allem eine große Chance.

Menschen mit Behinderung – Kampf um Teilhabe und Gleichberechtigung

Spasti, Krüppel, Behindi – gängige Beleidigungen, nicht nur in der Jugendsprache. Der Film begleitet Menschen mit Behinderung und zeigt ihren alltäglichen Kampf um Wertschätzung und Gleichbehandlung.

Zum Beispiel die Psychologin Anna Garbe. Aufgrund einer Autoimmun-Schwäche verschlechterte sich seit ihrer Jugend ihre Sehfähigkeit. Seit einigen Jahren ist sie nahezu vollständig erblindet, sieht nur noch vage Schatten. Anna Garbe ist genauso gut ausgebildet und leistungsfähig wie sehende Menschen. Trotzdem ist sie „behindert“ – jedoch nicht durch ihre Blindheit. Sie wird behindert, sagt sie, durch nicht-barrierefreie Internetseiten, etwa ihrer Bank, oder durch veraltete Ampelanlagen ohne Tonsignal, die das Überqueren der Straße vor ihrer Wohnung für sie lebensgefährlich macht.

Der Film schildert auch das Leben des 15-jährigen Felix, der durch eine Infektion kurz nach der Geburt mit körperlichen Einschränkungen leben muss und im Rollstuhl sitzt. Trotzdem strotzt er vor Lebensfreude, besucht ein Gymnasium, macht Sport und hat Zukunftspläne wie jeder gleichaltrige Jugendliche auch.

Meinungsfreiheit – Grundlage jeder Demokratie

Ohne verschiedene Meinungen zu kennen, kann sich niemand eine eigene Meinung bilden. Meinungsfreiheit gehört zum Fundament einer funktionierenden Demokratie. Wie weit darf die freie Äußerung eigener Standpunkte eigentlich gehen?

Meinungsfreiheit ist weit mehr, als das Recht zur freien politischen Meinungsäußerung. Sie beginnt bereits im scheinbar „nur“ privaten Kontext mit Kommentaren im Netz.
Das in Artikel 5 des Grundgesetzes verankerte Recht auf Meinungsfreiheit schließt die „Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film“ ausdrücklich mit ein. Und es heißt ganz klar: „Eine Zensur findet nicht statt.“

Das Gleichgewicht all dieser Faktoren wird auch in unserem Alltag immer wieder neu auf die Probe gestellt. Moderator Ramo Ali erkundet unterschiedliche Aspekte des Grundrechts „Meinungsfreiheit“. Als geflüchteter Syrer hat er erfahren, was es heißt, in einem Land zu leben, in dem freie Meinungsäußerung lebensgefährlich geworden ist. In Deutschland ist er nun mit Demonstrationen konfrontiert, die sich zum Teil gegen Geflüchtete richten – auf Basis des Grundrechts der freien Meinungsäußerung.

Nachhaltigkeit – wie wichtig ist gesellschaftliche Verantwortung?

Klimawandel, Armut, stagnierende Wirtschaft – viele drängende Probleme sind seit Jahren ungelöst. Die Politik bleibt viel zu oft Antworten schuldig. Warum das so ist und mögliche Auswege zeigt die RESPEKT-Reportage.

Rassistisch? - Ich doch nicht... Was weiß sein ausmacht

Viele weiße Menschen sehen ihr Weißsein gar nicht. Nicht-weiße Menschen dagegen erleben täglich, dass sie als „anders“ wahrgenommen und diskriminiert werden. Wie passt das zusammen? Ist die angebliche Farbenblindheit weißer Menschen ein Trick, um unbewussten Rassismus zu verschleiern? Rassismus in Deutschland galt lange als kleines Nischen-Problem. Und viele - weiße - Menschen denken, dass die Hautfarbe eines Menschen hierzulande gar keine Rolle spielt. Dabei ignorieren sie, dass ihr Weißsein mit großen Privilegien verbunden ist. Sie blenden die verbreitete rassistische Diskriminierung nicht-weißer Personen aus und merken nicht, dass sie selbst sich oft unbewusst rassistisch verhalten. Respekt-Moderatorin Christina Wolf fragt sich, wie ihr Weißsein ihre Weltsicht prägt. Wie privilegiert ist sie, wie weiß ist ihr Denken und was macht das mit ihrem Verhalten? Im öffentlichen Leben herrscht meist Weiß-Sein vor. Ob im Fernsehen, in der Politik oder in der Kirche. Gott, Jesus und Maria werden meistens als Weiße dargestellt.
Über die Folgen von weißem Denken – Alltags-Diskriminierung in Schule, Job, Öffentlichkeit – spricht Christina Wolf mit dem schwarzen Musikjournalisten Malcolm Ohanwe, der auf Twitter zum Nachdenken übers Weißsein auffordert. Und mit dem weißen Ex-Polizisten Thomas Müller, der gegen rassistisches Denken bei aktiven Polizisten ankämpft.

Alles Lüge? - Sind Fake News echt gefährlich?

Vier Millionen bei Demo gegen Corona-Maßnahmen? Fake! CDU-Abgeordneter fordert Pizza-Steuer? Stimmt! Fakten und Fakes sind oft kaum zu unterscheiden. Fake News boomen in den sozialen Medien. Wer steckt hinter solchen Falschinformationen, und wie gefährlich sind sie? RESPEKT lernt Betroffene kennen und besucht Faktenchecker*innen. Wie arbeiten die und was kann jede*r von ihnen lernen?
RESPEKT-Moderator Malcom Ohanwe testet, wie anfällig er selbst für Falschinformationen ist und nimmt Nachhilfe bei Sophie Rohrmeier und Sammy Khamis, Profi-Faktenchecker*innen beim Bayerischen Rundfunk. Wer steckt hinter solchen Falschinformationen und wie gefährlich sind sie? Wie funktionieren Faktenchecks und kann das jede*r lernen? Von Studentin Clara erfährt Malcolm, wie leicht selbst scheinbar leicht zu durchschauende Fake News echte Panikgefühle erzeugen können.

Mit Till Eckert von der Recherche-Plattform Correctiv spricht Malcom darüber, wieso es oft nichts nützt, Fakes professionell zu entlarven, warum es auch zu wenig bringt, uns alle als Faktenchecker zu schulen. Wie die Politik Social Media-Plattformen dazu bringen, Fake News einzudämmen. Und dass es keine so gute Idee ist, wenn wir bei Fakten einfach nur denen vertrauen, die wir kennen und mögen.

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Planet Schule