Bannerbild (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Ich kenne ein Tier

Schildkröte und Giraffe | Unterricht

STAND
Autor/in
Margit Metzger
Graphische Gestaltung der Comics
Hans-Georg Hofmann
Schildkröte und Giraffe vor einem Haus. (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Die kurzsichtige Schildkröte entdeckt die Giraffe nicht SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Erste Hilfe geglückt: Die Giraffe hat die Schildkröte in die Wohnung gehoben SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Für alle: Die Filme eignen sich dazu, die Wahrnehmung einer anderen Perspektive zu üben.
Der Reiz dieser beiden Geschichten liegt darin, dass die selbe Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird, einerseits aus der – lange sehr eingeschränkten – Sicht der Schildkröte und andererseits aus der der Giraffe. Deshalb ist ein Filmvergleich hier eine geeignete Methode. Die Reihenfolge der Filme gibt den Zuschauenden zunächst den Blickwinkel des im ersten Film gezeigten Tieres. Die gewählten Tiere sind „groß“ und „klein“, „stark“ und „schwach“. Das Alter der Tiere wird filmisch nicht thematisiert. Auf keinen Fall sollten die Filme dazu genutzt werden, ein defizitäres Bild von alten Menschen zu erarbeiten.

Für alle: eine Wahrnehmungssensibilisierung für die Gefühle der Giraffe, nachdem der Film „Giraffe“ als Erstes angeschaut wurde. Die Lernenden erzählen gemeinsam mithilfe der Screenshots den Film nach. Fragen dazu: „Was meint ihr, wie fühlt sich die Giraffe, als die Schildkröte sie nicht beachtet?“, „Was habt ihr gedacht, warum die Schildkröte nicht reagiert?“, „Habt ihr auch schon mal erlebt, dass ihr traurig oder wütend wart, weil jemand nicht reagiert hat?“.

Für alle: eine Wahrnehmungs-Sensibilisierung für den Film „Schildkröte“ beziehungsweise für beide Filme nachdem der Film „Schildkröte“ als erster angeschaut wurde.
Die Lehrperson führt ein, dass die Kinder gleich einen kurzen Animationsfilm, in der eine Schildkröte im Mittelpunkt steht, sehen werden und dass sie vorab den Anfang des Films als Hörspiel hören können.
Der Filmanfang „Schildkröte“ ist als Audiobeitrag zu hören (bis die Schildkröte auf ihrem Rückweg den ersten Treppenabsatz wieder erklommen hat (Minute 1´24).
Dann die Fragen: „Was habt ihr gehört?“, „Was könnte das bedeuten?“, „Wie könnte die Geschichte anfangen?“. Wenn erst wenige Geräusche erkannt werden, kann dieser Audiobeitrag auch mehrmals wiederholt werden.
Danach wird der ganze Film geschaut und das Gesehene auch mit den vorab genannten Erwartungen verglichen.

Grundschule ab 2. Klasse: Übung des Perspektivwechsels, nachdem der Film „Giraffe“ als erster angeschaut wurde.
Nach dem ersten Film und dessen Besprechung (z.B. mit Hilfe der Screenshots, s.o. Unterrichtsideen für alle Filme) wird gemeinsam überlegt, wie das andere Tier die Geschichte erzählen würde, was es erlebt und wie es sich dabei fühlt. Erst dann wird der zweite Film gezeigt und ebenfalls in dieser Weise besprochen.

Vorschulbereich und Grundschule: Übung zum Einfühlen in die handelnden Figuren / Übung in Achtsamkeit.
Nachdem beide Filme schon kurz besprochen wurden, so dass gesichert ist, dass der Inhalt verstanden wurde, spielen je zwei Kinder die letzte Sequenz, in der die Giraffe der Schildkröte das Päckchen auf den Rücken legt, mit Tierfiguren und einem kleinen Päckchen nach und sprechen, was die jeweiligen Tiere denken. Nach dem Spiel werden die Kinder gefragt, wie sie sich dabei gefühlt haben.
Ein Ergebnis kann sein, dass die Schildkröte etwas Angst hat, weil sie – überraschend – von hinten gestupst und dann nach oben transportiert wird. Daraufhin kann der Film „Giraffe“ noch einmal angeschaut und an verschiedenen Stellen gestoppt und besprochen werden (Ärger und Tränen der Giraffe, „ogottogott“ der Schildkröte).
Dann wird nach anderen Lösungsmöglichkeiten gefragt und diese werden dann auch mit den Figuren gespielt (Giraffe fragt Schildkröte, ob und wie sie ihr helfen kann; Schildkröte fragt Giraffe, ob sie ihr hilft / helfen kann). Abschließend können Kinder ab der 2. Klasse diese Ergebnisse in ein Arbeitsblatt eintragen (Arbeitsblatt 9 – Jemandem helfen).

Ab 3 Klasse: Weitere Übung zum Einfühlen in die handelnden Figuren / Übung in Achtsamkeit. Gruppenarbeit: je vier Schülerinnen und Schüler besprechen, wie sich die Schildkröte fühlt, während die Giraffe sie hochhebt. Sie erhalten bzw. schneiden sich eine große Sprechblase und schreiben das auf. Anschließend werden die Sprechblasen vorgestellt, aufgehängt und besprochen. Danach werden verschiedene Alternativen besprochen (s. vorheriger Punkt). Auch diese können auf Sprechblasen notiert werden. Danach schreiben die Schülerinnen und Schüler die Varianten, die ihnen am besten gefallen, auf das Arbeitsblatt 9.

Für alle: Rollenspiele zum Thema „Jemandem helfen“.
Als Situation kann zum Beispiel vorgegeben werden:
Die Kinder sollen Puzzleteile ausschneiden. Alexander kann es nicht, zerschneidet einzelne Teile so, dass das Puzzle nicht mehr zusammengehen wird, wenn er so weitermacht. Julia sieht das und nimmt ihre Schere und macht es für ihn.
Oder, mit einem Inklusionskind: Lena ist stark sehbehindert und findet sich auf dem Schulhof noch nicht gut allein zurecht. Sie steht alleine, ihre Klasse ist auf der anderen Seite des Hofs. Da nimmt Marcel sie am Arm und sagt „Komm, ich gehe mit dir zu den anderen.“
Das Rollenspiel wird mindestens zweimal gespielt, einmal mit dem übergriffigen Verhalten und der Auswertung der Gefühle des Spielenden und Beobachtungen der Zuschauenden. Anschließend mit einem achtsamem Verhalten der helfenden Person und einer dem ersten Durchgang entsprechenden Auswertung.
Abschließend werden die Kinder nach ähnlichen Situationen gefragt, die sie selbst erlebt haben und erzählen davon.

Unterrichtsmaterial zum gesamten Schwerpunkt

Ich kenne ein Tier | Unterricht

Kinder ab vier Jahren, Kindertagesstätten, Grundschule, Sekundarstufe I, Aus- und Fortbildungen. Die Kurzfilme von „Ich kenne ein Tier“ zeichnen sich dadurch aus, dass sie ohne gesprochene Sprache auskommen – so sind sie für ganz unterschiedliche Zielgruppen geeignet, unabhängig von der Sprache, die sie sprechen. „Ich kenne ein Tier“ ist nicht nur thematisch, sondern auch von der Konzeption her ein gelungener Beitrag zum Thema „Inklusion“.

Alle Themen zum Schwerpunkt Ich kenne ein Tier

Schaf

Ein kleines Schaf macht nie das, was die Eltern von ihm wollen. Nicht mal "Mäh" will das Kleine sagen. Lieber sagt es - "Muh"! Und mit seinem Fell macht es ganz merkwürdige Sachen. Ein Toleranztest für die Eltern.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Zebra

Ein Zebra verliert bei einem Unfall seine Streifen und bekommt stattdessen die wildesten Muster. Ein echtes Schockerlebnis. Wie werden die anderen Zebras reagieren?

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Schildkröte und Giraffe

Wie kommen zwei zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten? Wie erleben beide diese Annäherung? Bei der Schildkröte klingelt es an der Tür. Aber niemand ist zu sehen. Bis die Schildkröte endlich den Besucher empfangen kann und ein Geschenk bekommt, müssen so einige Hürden überwunden werden.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Krokodil

Das Krokodil will Salzstangen knabbern vor dem Fernseher, scheitert aber erbärmlich. Seine Schnauze ist zu lang, die Arme sind zu kurz. Gut, dass es noch ein zweites Krokodil gibt.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Wal

Ein Wal ist sehr traurig und sehr einsam. Weil er so groß ist, traut sich kein Tier in seine Nähe. Doch als der Wal einen kleinen Vogel kennenlernt, wird alles anders. Denn der Wal kann etwas, was sonst keiner beherrscht.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Wolf

Was macht der Wolf im dunklen Wald? Sicher etwas Schreckliches. Man weiß ja, wie Wölfe so sind. Oder ist alles ganz anders? Als Wolf und Schwan aufeinander treffen, geschieht etwas Erstaunliches.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Tiger

Wenn ein Teller auf den Tisch kommt, gibt es bald Essen. Das ist dem Tiger auch schon aufgefallen. Er hat nämlich großen Hunger. Aber wie unauffällig an das Essen herankommen, ohne dabei erwischt zu werden? Wer genau hinsieht, entdeckt vieles.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Fledermaus

Tagsüber ist auf dem Bauernhof jede Menge Lärm und Action. Leider aber schläft die Fledermaus den ganzen Tag. Erst abends wird sie munter, dann wenn alle anderen sich zurückziehen. Einsam und traurig zieht sie durch die Nacht. Bis sie doch noch einen Freund findet, ein Wesen, das die Fledermaus lange nicht bemerkt hat.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Schnecke

Nie hat man seine Ruhe, denkt die große Schnecke, als die kleine Schnecke immer wieder anklopft. Es ist mühsam den Störenfried zu vertreiben, aber schließlich ist die kleine Schnecke endlich weg. Als ein schlimmes Gewitter ausbricht, muss die große Schnecke sich aber entscheiden.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Krake

Wenn ein Krake backt, kann er mit seinen vielen Armen ganz viele Dinge gleichzeitig machen. Aber nur wenn alle seiner Arme auch dasselbe machen wollen. Hier aber gibt es einen Ausreißer. Da muss man sich irgendwie einigen.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

Ziege

Ziegen müssen gut klettern können, denn im Gebirge brauchen sie diese Fähigkeit dringend. Die kleine Ziege soll das Klettern also von der großen Ziege lernen, auch wenn es mühsam ist. Plötzlich aber kehrt sich die Situation um und Einfallsreichtum ist gefragt.

Ich kenne ein Tier SWR Fernsehen

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Autor/in
Margit Metzger
Graphische Gestaltung der Comics
Hans-Georg Hofmann