Mordskerle

2. Zwei Jungs kämpfen sich zurück ins Leben | Film

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Für Philipp läuft es immer besser: Die Funktionen seiner rechten Hand und seines rechten Arms kommen mehr und mehr zurück, und bald wollen die Orthopädietechniker in Heidelberg ihm eine Prothese für den linken Arm anpassen. Dann aber kommt eine schwere Stunde für Philipp: Der Unfallverursacher, der damals Philipps Freundin totgefahren hatte, steht vor Gericht. Er wird ihm in die Augen blicken müssen. Und zum ersten Mal sieht Philipp auch die Eltern seiner verstorbenen Freundin wieder... Philipp kämpft sich mutig durch all die schwierigen Momente. Am Ende aber kann er die erste Fahrstunde nehmen: Vor einem halben Jahr schien das noch undenkbar! Stefan fällt die Rückkehr ins normale Leben schwer: Der Sommer ist brütend heiß, und um in seine Wohnung zu kommen, muss er mit den beiden Beinprothesen vier Stockwerke ohne Aufzug laufen. Die ganzen Sommermonate über hängt er rum, kriecht ohne Prothesen durch die Wohnung, spielt am Computer bis in den frühen Morgen – zum Unglück seiner Mutter. Und dann kommt der ersehnte Bescheid aus Regensburg: Im Oktober wird sein erstes Schuljahr losgehen, an einer großen berufsbildenden Schule. Mediengestalter will er lernen, das macht ihm Spaß; ein ganz normaler Schüler will er sein, nicht auffallen, einfach wieder dazugehören.

Weitere Filme der Reihe Mordskerle

1. Zwei Jungs kämpfen sich zurück ins Leben

Philipp ist von der Klinik im fränkischen Ansbach, wo man ihn nach seinem unverschuldeten Verkehrsunfall wieder zusammengeflickt hatte, in die Heidelberger Orthopädie verlegt worden. Das linke Bein ist weg, ebenso sein linker Arm. Und im rechten hat er kaum Kraft: Die Nerven sind gequetscht.
Philipp trainiert verbissen, tagein tagaus. Er will wieder zurück ins Leben... Aber vorher steht noch eine Operation an: Philipp hat kein Gefühl und keine Funktion mehr in seinem linken Armstumpf. So macht eine Armprothese keinen Sinn. Ein Neurologe will deshalb die Nervenenden des Stumpfs zusammennähen – werden sie dann wieder anfangen zu wachsen?

Der 19-jährige Stefan aus Landshut ist schon seit ein paar Monaten in Heidelberg. Nach dem Unfall mussten ihm beide Füße und der rechte Arm abgenommen werden. Dass er überlebt hat, war ein Wunder. Er läuft schon richtig gut mit seinen beiden Beinprothesen. Nach anfänglicher Schockstarre angesichts seines schrecklichen Schicksals reist die Familie, wann immer es geht, nach Heidelberg. Aufmunterung kann er gebrauchen: Sein Armstumpf ist so kurz, dass die Orthopädietechniker Schwierigkeiten haben, eine funktionierende Prothese zu entwickeln. Er hat Angst: Wird er mit diesem künstlichen Arm überhaupt etwas anfangen können? Und: Wie wird er zu Hause zurechtkommen, mit zwei Beinprothesen, hoch in den dritten Stock, ohne Aufzug?

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Autor/in
planet schule