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Unterricht: Küstenlandschaften an der Ostsee

Lehrplanbezug

Landeskundlicher Ansatz (häufig Sek I): Die SchülerInnen lernen verschiedene Raumbeispiele aus Deutschland kennen. Werden Küstenformen behandelt, so sollte dies nicht Selbstzweck sein. Die Nutzungsmöglichkeiten der Menschen sollten miteinbezogen werden. Es kann z.B. erarbeitet werden, welche Küstenform günstige Voraussetzungen für die Anlage eines Hafens bietet, wie die Küstenräume wirtschaftlich genutzt werden ... Wird der Film in der Sekundarstufe 1 eingesetzt, dann sollte dies nur zur Vertiefung des bereits Gelernten geschehen, da er ohne Vorwissen für Schüler dieser Altersstufe schwer verständlich ist.

Thematischer Ansatz (häufig Sek II): Bei der Behandlung des Gesteinsaufbaus und der Oberflächenformen der Erde als Ergebnis erdgeschichtlicher Prozesse können die Küstenformen der Ostsee beispielhaft herangezogen werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dadurch Einsicht in das Zusammenwirken exogener und endogener Kräfte.

Der Filmeinsatz im Unterricht

Die Entstehung der Küstenformen an der deutschen Ostseeküste ist derart komplex, dass ein sehr behutsames Vorgehen angeraten wird. Wie die Schulfernsehsendung, sollte auch der Unterricht vom Phänomen ausgehen. Dies kann über die ersten fünf Minuten des Filmes geschehen, in denen die wichtigsten Küstenformen kurz vorgestellt werden.

Dabei wird die Vielgestaltigkeit der Küstenlandschaft deutlich: die Gegensätze zwischen steiler Kliffküste (Abtragung) und flacher Anlandungsküste (Ablagerung), die welligen Insellandschaften und die zerlappten Buchten. Unbedingt erforderlich ist eine kurze Orientierungsphase: Hiddensee, Stralsund, Rügen - wo liegt das denn? An der Ostsee! Lage der Ostsee, angrenzende Staaten, Zugänge zum Weltmeer sollten auch erarbeitet werden.

Dann stellt sich die Frage nach der Entstehung dieser Formen. Vielleicht wissen die SchülerInnen schon etwas von der Inlandvereisung Skandinaviens während der Eiszeiten. Hier bietet die Trickdarstellung in der Schulfernsehsendung hervorragendes Material, das durch ein Arbeitsblatt noch unterstützt werden kann. Die nächsten fünf Minuten der Sendung können an dieser Stelle eingesetzt werden.

Wie das Material der Moränen und die Geschiebe (Findlinge) aussehen, zeigt der nächste Filmausschnitt, der zu einer weiteren Tricksequenz überleitet: "Vom Schmelzwassersee zur Ostsee".

Realaufnahmen zeigen, wie die alte Grundmoränenlandschaft zur heutigen Küstenlandschaft umgeformt wurde. Eine weitere Trickfilmsequenz erklärt das Prinzip der Haken- und Nehrungsbildung. Hier ist eine gute Möglichkeit, die Filmvorführung zu unterbrechen und das bisher Gesehene und Gehörte zusammenzutragen und intensiv zu bearbeiten.

Die verbleibenden rund 15 Filmminuten eignen sich dann in einer darauffolgenden Stunde dazu, das Gelernte wiederzuentdecken und die Formenvielfalt vor ihrem genetischen Hintergrund zu vertiefen.