Im Nationalsozialismus bezeichnet Deportation die zwangsweise Verschleppung von Menschen in Ghettos und Lager als Teil der systematischen Verfolgung und Ermordung durch die Nazis.
Die Nationalsozialisten deportierten vor allem jüdische Menschen, aber auch Sinti und Roma und politische Gegner. Diese Menschen wurden gegen ihren Willen aus ihren Heimatorten verschleppt und in weit entfernte Ghettos und Lager gebracht. Die Transporte fanden oft in abgeriegelten Güterzügen statt unter menschenunwürdigen Bedingungen. In den Waggons war es sehr eng. Es gab keine Sitzplätze, keine Toiletten und oft auch nicht genug Luft. Die Menschen mussten viele Stunden, oft sogar tagelang, bei Hitze oder Kälte ausharren.
Was haben die Nazis mit den Deportationen bezweckt?
Die Deportationen waren ein zentrales Instrument der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik. Ziel der Nazis war es, bestimmte Menschengruppen systematisch auszulöschen. In den Konzentrations- und Vernichtungslagern mussten die Deportierten Zwangsarbeit leisten. Viele dieser Menschen wurden ermordet.
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Antisemitismus
Antijüdische Feindbilder gab es schon in der Antike. Im 19. Jahrhundert waren antisemitische Ideen weit verbreitet. Die Nazis knüpften daran an und planten den Holocaust.
KZ-Schriftzug "Jedem das Seine"
"Jedem das Seine" prangt am Tor des KZ Buchenwald. Dieser Ausdruck hat nichts Neutrales oder Positives mehr. Die Nazis missbrauchten ihn, um Terror und Mord zu rechtfertigen.