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Unterricht: Einsatz filmischer Mittel


Fächer
• Bildende Kunst
• Medienerziehung

Klassenstufen
• ab Klasse 8, alle Schularten

  • Modellwelt im Film: Zerstörungen an Häusern, überall hängen Hakenkreuz-Fahnen. (Quelle: SWR, LOOKS Film und Toto Studio) Element Modellwelt: Die Pogromnacht wird mit Figuren nachgestellt (Quelle: SWR, LOOKS Film und Toto Studio)
  • Junges Mädchen spricht mit Polizisten. (Quelle: SWR, LOOKS Film und Toto Studio) Element Spielszene/Drama: Sandrine spricht in der Kirche mit einem Polizisten (Quelle: SWR, LOOKS Film und Toto Studio)
  • Europakarte mit der Figur Eva in allen Ländern, in denen die Juden verfolgt wurden. (Quelle: SWR, LOOKS Film und Toto Studio) Das Element Karte ermöglicht eine schnelle geografische Orientierung (Quelle: SWR, LOOKS Film und Toto Studio)

Bildsprache - filmische Elemente

Die Filmreihe „Der Krieg und ich“ hat eine besondere Bildsprache. In drei Schritten können Schülerinnen und Schüler sich mit den filmischen Elementen der Reihe auseinandersetzen und so ein Gespür für ihre Wirkung entwickeln. Dabei schließt sich die Unterrichtseinheit am besten an die inhaltliche Auseinandersetzung mit mindestens einem Film an.

In den Filmen werden insgesamt fünf filmische Elemente eingesetzt:

● Spielszenen – fiktive Handlungen gedreht mit Schauspielerinnen und Schauspielern,
● Modellwelt – nachgestellt mit Figuren,
● historisches Bildmaterial (Archivfilm und -fotos),
● Landkarten,
● „Chorus“: Collagen aus historischen Brief-Zitaten, Fotos und Bewegtbild.

Diese fünf Elemente sind mit Bedacht miteinander verwoben: Im Mittelpunkt jeder Folge steht die jeweilige fiktive Handlung, gedreht mit Schauspielerinnen und Schauspielern. Die Protagonistinnen und Protagonisten sind zwischen zehn und 15 Jahre alt, die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer fühlen mit ihnen und ihren Geschichten. Es sind Erlebnisse im Krieg, und naturgemäß erzählen sie auch von Angst, Leiden und harten Schicksalsschlägen.

Damit die junge Zielgruppe davon emotional nicht überfordert wird, wählen die Filmemacher einen Kunstgriff: Immer wieder werden Teile der Geschichte eines Protagonisten beziehungsweise einer Protagonistin über eine Modellwelt dargestellt. Damit erzielen die Macher gleich einen doppelten Effekt: Zum einen schafft dies kurzzeitig eine innere Distanz und emotionale Entlastung beim Publikum; zum anderen verleihen die Modellfiguren der individuellen fiktiven Geschichte ein Gefühl von Allgemeingültigkeit. Sie bilden dadurch eine Art Brücke zwischen der Fiktion und den realen historischen Bildern, die von „echter“ Geschichte erzählen.
Landkarten verorten die Geschichte. Hinzu kommt noch, ergänzend, ein fünftes Element, der Chorus: Collagen aus Brief-Zitaten von Kindern und Jugendlichen aus der Zeit, illustriert mit historischen Fotos und mit Spielszenen. Diese Collagen schlagen – ähnlich wie die Modellwelt – eine weitere Brücke zwischen historischer Realität und Fiktion: Die von den Filmemachern als „Chorus“ bezeichneten Szenen sind inhaltlich eng verzahnt mit der fiktiven Handlung, orchestrieren diese. Gleichzeitig geben sie der „echten“ Geschichte ein Gesicht, ermöglichen Empathie mit realen historischen Personen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen diese verschiedenen Elemente nicht nur kennenlernen, sondern auch ein Gefühl für ihre Funktion und ihre Wirkungsweise bekommen.

  • Bild eines jungen Mädchens, daneben abgeschnittene Haare. (Quelle: SWR, LOOKS Film und Toto Studio) Im Element Chorus werden historische Bilder, Spielszenen und Zitate verknüpft (Quelle: SWR, LOOKS Film und Toto Studio)

Einsatz im Unterricht

Einstieg: Film und besondere Bildsprache

Bevor eine Episode der Reihe angesehen wird, kann die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern den Auftrag erteilen, besonders auf die Bildsprache zu achten, die im Film verwendet wird. Nach dem Sichten des Films, fragt die Lehrkraft zunächst im Klassengespräch nach den filmischen Elementen, die den Schülerinnen und Schülern in Erinnerung geblieben sind. Vermutlich erinnert sich die Klasse nicht an alle fünf Elemente.

Erarbeitung: Kennenlernen der filmischen Elemente

Mithilfe von fünf Karten (Arbeitsblatt 9a: Filmische Elemente) befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit den fünf filmischen Elementen der Reihe. Die Aufgabe kann sowohl als Einzel- als auch als Partnerarbeit angeboten werden.

Transfer: Wirkung der filmischen Elemente

Im nächsten Schritt untersuchen die Schülerinnen und Schüler Funktion und Wirkung der filmischen Elemente. (Arbeitsblatt 9b: Wirkung filmischer Elemente)
Wird damit eine fiktive Geschichte abgebildet? Oder geht es um historische Tatsachen? Fühlen die Kinder bei dem filmischen Element mit oder bleiben sie gefühlsmäßig eher neutral? In Partnerarbeit ordnen die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Elemente den beiden Dimensionen zu.

  • Arbeitsblatt 9b: Wirkung filmischer Elemente

Abschluss: Urteil

Im abschließenden Klassengespräch sollen die Schülerinnen und Schüler begründen, warum ihnen die Machart der Filmreihe gefällt, beziehungsweise missfällt.

Tabellarischer Unterrichtsverlauf

Phase Inhalt Sozialform Material
Einstieg Ansehen eines Films der Reihe; Gespräch über besondere Bildsprache Plenum PC / Beamer / Lautsprecher
Erarbeitung Kennenlernen der filmischen Elemente Einzel- oder Partnerarbeit PC / Beamer / Lautsprecher
Arbeitsblatt 9a: Filmische Elemente
Transfer Wirkung der filmischen Elemente Partnerarbeit Arbeitsblatt 9b: Wirkung filmischer Elemente
Abschluss Urteil Plenum