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Regionalpark der "Landes de Gascogne"

Das 29.000 ha große Gebiet des Parc Naturel Régional des Landes de Gascogne erstreckt sich von Arcachon bis Sabres und Brocas, entlang des Tals der Leyre. Der Park existiert seit 1970 und soll als Gegengewicht zur Küste den "Grünen Tourismus" auf dem Land attraktiver machen. Er besteht überwiegend aus Waldgebiet, durchbrochen von riesigen Maisfeldern.


Hirten bereiten Essen zu

Inmitten dieses Gebietes liegt das "Ecomusée de la Grande Lande" (auch "Ecomusée de Marquèze"), das Freilichtmuseum von Marquèze, das mit dem Auto nicht erreichbar ist. Man steigt in dem kleinen Dorf Sabres in ein historisches Bähnchen, um dorthin zu gelangen. Auf dem weitläufigen Gelände des Freilichtmuseums sind Leben und traditionelle Aktivitäten der Landes im 18. und 19. Jahrhundert zu sehen: So steht dort ein noch erhaltener bzw. teilweise rekonstruierter Gutshof mit Herren- und Pächterhaus. Viehställe, Getreidescheunen, eine Backstube und eine Mühle können besichtigt werden und man kann zusehen, wie in vergangener Zeit Harz gewonnen, Wolle gesponnen, Korn gemahlen, Brot gebacken oder Suppe gekocht wurde.


Zu konkreten Anlässen finden in Marquèze auch besondere Veranstaltungen statt. So wird am Ostermontag das "Schäferomelette" zubereitet: Nach altem Brauch trafen sich die Schäfer am Ostermontag zu einem Omelett-Essen, das aus den Eiern von Brachvögeln gebraten wurde, die zu dieser Jahreszeit in der Heide nisteten. Am 1. Mai wird "La maillade", das Mais-Fest gefeiert, Mitte Mai findet ein großes Schafscheren statt.


Begleitmaterial von Kirsten Praller


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