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Tatort Mensch – Zecke

Zecken können beim Blutsaugen bekanntlich Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. Aber wie dringen die Spinnentiere überhaupt in unsere Haut und saugen unser Blut, ohne dass wir etwas davon bemerken? Der Film erklärt es.

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Frühsommer-Meningoenzephalitis und Lyme-Borreliose

Manche Zecken tragen Erreger in sich, die für den Menschen gefährlich sind. Die Lyme-Borreliose, zum Beispiel, ist weltweit verbreitet.

Schneidewerkzeuge einer Zecke

Zecken haben Schneidewerkzeuge mit denen sie die Haut durchdringen können.

Allein in Deutschland treten jedes Jahr 40.000 Neuerkrankungen auf. Die Borrelien, spiralförmige Bakterien, können verschiedene Organe befallen: Haut, Gelenke, Nervensystem, Augen und Herz. Überträger der Borrelien sind fast ausschließlich Zecken. Da die Spinnentiere mit ihren "Bohr- und Schneidwerkzeugen" schmerzlos in die Haut eindringen, bleiben viele Infektionen zunächst unbemerkt. Die Borrelien gelangen beim Blutsaugen in die Einstichstelle und breiten sich von dort aus.

Die FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) ist, anders als die Borreliose, eine virusbedingte Erkrankung. Auch dieses Virus kann bei einem Zeckenbiss übertragen werden. Die Viren greifen das Zentralnervensystem an, was zu bleibenden Lähmungen führen kann. Zur Vorbeugung steht ein Impfstoff zur Verfügung. Infektionen mit FSME-Viren sind vergleichsweise selten.

Wer sich häufiger in Waldgebieten oder im Garten aufhält, sollte deshalb nach solchen Aufenthalten seinen Körper auf Zecken untersuchen. Hat sich ein Tier festgesaugt, empfiehlt es sich, die Zecke so schnell wie möglich mit einer geeigneten Pinzette zu entfernen. Man kann die Zecke auf Krankheitserreger untersuchen lassen.

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