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Tatort Mensch – Transplantatabstoßung

Nicht immer verläuft eine lebenswichtige Transplantation erfolgreich ab. Der Grund ist, dass Organe eines fremden Spenders vom Immunsystem des Empfängers mit den gleichen Waffen bekämpft werden wie Krankheitserreger. Der Film erläutert, wie die Immunzellen das fremde Organ erkennen und zu beseitigen versuchen.

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Von der ersten Herztransplantation zum künstlichen Herzen

Christiaan Neethling Barnard (1922-2001) betrat am 3. Dezember 1967 mit der ersten Herztransplantation chirurgisches Neuland. Im Groote-Schuur-Hospital in Kapstadt, Südafrika, verpflanzte er dem 55-jährigen Patienten Louis Washkansky das Herz einer wenige Stunden zuvor verstorbenen 25-jährigen Frau und sorgte für Schlagzeilen in der Weltpresse. Washkansky starb 18 Tage nach der Operation an einer Lungenentzündung. Im Januar 1968 nahm Barnard seine zweite Herztransplantation vor. Der Patient Philip Blaiberg überlebte immerhin 563 Tage mit dem fremden Herzen. Seither hat sich die Erfolgsrate stetig gesteigert.

Zerstörung des Transplantats

Nicht nur die Antigene von Krankheitserregern werden vom Immunsystem erkannt, sondern auch die fremder Gewebe.

Herztransplantationen gehören heute schon fast zu den Routineeingriffen. Mittlerweile gibt es sogar künstliche Herzen. Allerdings kann es zu starken Reaktionen des Körpers auf den Kunststoff kommen. Zudem sind die künstlichen Organe sehr teuer und erfüllen nicht annähernd die Funktion natürlicher Organe. Doch allein in Deutschland warten mehr als 14.000 Menschen auf ein Ersatzorgan. Kaum 2000 Bürger jährlich sind bereit, Organe zu spenden. Deshalb haben sich Kunstherzen als Übergangslösung bewährt. Sie lassen den Patienten mehr Zeit, auf ein neues Organ zu warten.

Organspenden werden in Österreich, Belgien, Deutschland, Luxemburg, Slowenien und den Niederlanden von der Eurotransplant International Foundation organisiert. An dieser internationalen Kooperation sind Transplantationszentren, Gewebetypisierungslabors und Krankenhäuser beteiligt, in denen Organentnahmen stattfinden. Organe hirntoter Spender werden zunächst typisiert. Eurotransplant nimmt dann Daten wie Blutgruppenantigene und Gewebemerkmale entgegen und sucht in der Warteliste nach einem geeigneten Empfänger.

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