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Tatort Mensch – Immunabwehr gegen Krebs

Mutationen im Erbgut einer Zelle können zu Krebs führen. Verändert sich das genetische Programm von Zellen so, dass sie unkontrolliert wuchern, entsteht ein Tumor. Wie das körpereigene Abwehrsystem dafür sorgt, dass sich nicht jede Krebszelle zu einer Geschwulst auswächst, illustriert der Trickfilm.

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Krebs

Im Körper des Menschen werden verbrauchte Zellen immer wieder durch neue ersetzt. Das Tempo, mit dem Zellen wachsen und sich teilen, richtet sich nach dem Gewebetyp. Bei Darmzellen muss es schnell gehen, da ständig welche mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Hoch ist auch die Wachstums- und Teilungsrate von Knochenmarkzellen. Nur so können sie rechtzeitig für den Nachschub von Blut- und Immunzellen sorgen. Dagegen wachsen die langlebigen Nervenzellen nur sehr langsam. Jeder Zelltyp stellt also seine innere Uhr so, dass Neubildung und Absterben im Gleichtakt bleiben. Nahezu bei allen Krebsarten ist dieser Rhythmus gestört. Die Zellproduktion läuft auf Hochtouren und geht weit über den eigentlichen Bedarf hinaus. Das verhängnisvolle Tumorwachstum wird angekurbelt.

Detailansicht des Trickfilms: Krebszellen

Krebszellen haben verräterische Strukturen.

Mehr als 100 verschiedene Krebsarten sind bislang bekannt. In Deutschland steht bei Männern der Lungenkrebs, bei Frauen der Brustkrebs an erster Stelle. Weitere sehr häufige Krebsformen sind Dickdarm-, Magen- und Prostatakrebs. Prinzipiell kann jeder Zelltyp entarten. Am häufigsten, zu 90%, entwickeln sich Tumoren jedoch aus epithelialen Zellen, d. h. aus den oberen Schichten der Haut und der Schleimhaut.

Ein besonderes Problem sind Krebszellen, die sich aus dem Zellverband lösen. Diese können sich über Lymph- und Blutgefäße im Körper verbreiten und sich weit entfernt vom Ursprungsort an anderer Stelle festsetzen. Zum Glück schafft es höchstens eine von 10.000 Krebszellen in dem tobenden Blutstrom, einen sicheren Ankerplatz an der Gefäßwand zu finden. Die Mehrzahl geht zugrunde. Ist die Verankerung dennoch gelungen, bilden die abtrünnigen Krebszellen Kolonien. Daraus entstehen Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen. Haben sie mehrere Stellen im Körper befallen, ist die Krebserkrankung oft nur schwer zu behandeln. Meist führen unentdeckte Metastasen zum Organversagen oder gar zum Tod des Patienten, weniger der Primärtumor selbst.

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