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Tatort Mensch – Versagen der Immunabwehr bei Krebs

Wenn das Immunsystem mit mutierten Zellen, den Krebszellen, nicht fertig wird, kann ein bösartiger Tumor wachsen. Im Film wird demonstriert, welche Strategien Krebszellen anwenden, um die Immunabwehr auszutricksen.

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Krebserkennung

Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Seit 1971 besteht in Deutschland ein gesetzlicher Anspruch auf Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen, die die Krankenkassen bezahlen. Ab dem 20. Lebensjahr sollten Frauen unbedingt jährlich die Untersuchung der Scheide und des Gebärmuttermundes (Abstrich) und ab dem 30. Lebensjahr auch die Untersuchung der Brust (Abtasten, Ultraschall) in Anspruch nehmen. Männern wird die vorsorgliche Untersuchung der Prostata (Abtasten, Ultraschall), der Lunge (Röntgen) und auch des Mastdarmes (Blutspurentest) – wie auch den Frauen - ab dem 45. Lebensjahr empfohlen.

Krebszellen

Aufgrund von Mutationen können manche Zellen zu bösartigen Tumoren heranwachsen.

Die meisten bildgebenden Verfahren belasten den Patienten nur wenig. Tumoren der Lunge und der Brust werden in der Regel ab etwa ein Zentimeter Größe beim Röntgen - dem einfachsten bildgebenden Verfahren – sichtbar. Der Ultraschall – ganz ohne Strahlenbelastung – ist die Methode der Wahl, um innere Organe wie Leber, Niere, Milz, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Hoden, Prostata und auch die weibliche Brust nach Tumoren abzusuchen. Mithilfe der Computertomographie (CT) werden viele einzelne Röntgenbilder erstellt, sodass sich ein kompletter Querschnitt einer Körperregion ergibt. Ohne Strahlenbelastung kommt die Kernspintomographie oder Magnetresonanztomographie (MRT) aus, bei der die zu "durchleuchtende" Körperregion einem Magnetfeld ausgesetzt wird und letztlich wie bei der Computertomographie viele Schnittbilder entstehen. Bei Verdacht auf Dickdarmkrebs führt der Arzt ein flexibles Endoskop in den Mastdarm ein. Das mit einer schwachen Lichtquelle und einer empfindlichen Optik ausgestattete Diagnosegerät überträgt die Innenansicht des Darmes auf einen Bildschirm. Allerdings erfordert die Interpretation der Bilder viel Erfahrung.

Die erbliche Veranlagung für Brustkrebs lässt sich mithilfe molekularbiologischer Tests verhältnismäßig einfach nachweisen. Dabei wird nach genetischen Veränderungen bei den Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 (BRCA = breast cancer) gesucht. Beide Gene sind eigentlich Tumorsuppressor-Gene, die vor unkontrolliertem Zellwachstum schützen sollen. Sind sie krankhaft verändert, fehlt diese Kontrolle und Gewebe kann ungehindert wuchern. Der Gentest wird eigentlich nur durchgeführt, um festzustellen, ob eine familiär vorbelastete Frau ein erhöhtes Krebsrisiko hat. Selbst wenn das der Fall ist, kommt es nicht zwangsläufig zu einer bösartigen Geschwulst. Die Betroffenen werden dann aber meist einem engmaschigeren Vorsorgeprogramm unterzogen.

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