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Hintergrund: Waldschäden - Maßnahmen gegen das Waldsterben

Durch die Waldschadenserhebungen zeigte sich in den 1980er-Jahren, dass sich der Zustand des Waldes ständig verschlechterte. Die Politiker begriffen, dass schnell Maßnahmen zur Besserung der Luftqualität getroffen werden mussten. Deshalb wurden von der deutschen Bundesregierung verschiedene Verordnungen über Maßnahmen zum Schutz der Luft erlassen, z. B.:

● Kohlekraftwerke müssen ihre Abgase entschwefeln und auch Heizöl wird entschwefelt. Damit konnte die Luftbelastung mit Schwefeldioxid auf ein Viertel reduziert werden.
● Katalysatoren entfernen Stickoxide aus Autoabgasen; dies konnte die Luft leider noch nicht von Stickoxiden entlasten, denn es gibt immer mehr Autos.
● Bleihaltiges Benzin wurde abgeschafft.


Bei der jährlichen Waldschadenserhebung nehmen Forstexperten den Gesundheitszustand der Bäume ganz genau "unter die Lupe".

Ein Forstexperte im Wald (Quelle: Imago, Michael Schick)

Ein Forstexperte nimmt den Wald genauer „unter die Lupe“ (Quelle: Imago, Michael Schick)

  • Bodenschutzkalkung per Hubschrauber (Quelle: Imago, Becker&Bredel) Per Hubschrauber wird über einem Wald großflächig Kalk verteilt (Quelle: Imago, Becker&Bredel)

Die Verbesserung der Luftqualität ist das wichtigste Ziel beim Kampf gegen die "neuartigen Waldschäden", denn dadurch wird an der zentralen Ursache angegriffen. Die Forstverwaltungen versuchen zusätzlich durch "Bodenschutzkalkungen" gegen die Bodenversauerung und ihre Folgen vorzugehen. Dabei werden Gebiete mit Hubschraubern überflogen, die großflächig Kalk verteilen. Der ausgebrachte Kalk soll die Säuren im Boden binden.

Der Zustand der Luft hat sich durch die oben beschriebenen Maßnahmen zur Luftreinhaltung verbessert. Trotzdem ist die Luft noch nicht sauber und der Wald noch nicht gesund. Wir alle müssen deshalb weitere Anstrengungen für die Reinhaltung der Luft unternehmen. Jeder einzelne von uns kann einen Beitrag leisten, indem er Energie spart. Denn für die Erzeugung der Energie werden in den Kraftwerken, die mit fossilen Brennstoffen - wie Erdöl und Kohle - befeuert werden, Riesenmengen Luftschadstoffe frei, die den Wald mit zerstören.

Im Folgenden wird an einigen Beispielen gezeigt, was auch du selbst für die Reinheit der Luft und damit für die Gesundheit des Waldes tun kannst:

  • Straßenbahn (Quelle: Colourbox, Brian K.) Umweltfreundliches Vorankommen mit der Straßenbahn (Quelle: Colourbox, Brian K.)

Will man die Belastung der Luft mit Stickoxiden vermeiden, so sollte man möglichst wenig Auto fahren, denn Autoabgase gelten als die Hauptquelle für Stickoxide und damit auch für das Ozon, das durch die Reaktion mit Stickoxiden entsteht. Umweltfreundlicher als mit dem eigenen Auto kann man sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Straßenbahn, Zug) fortbewegen oder mit dem Fahrrad.

Fährt man dennoch Auto, so sollte man darauf achten, dass das Auto mit einem Katalysator ausgestattet ist, denn dieser reinigt die Abgase. Außerdem ist es immer besser, Autos mit geringem Kraftstoffverbrauch zu fahren, denn diese erzeugen auch weniger Abgase.

  • Limo in Mehrwegflaschen (Quelle: Colourbox, Olexandr Moroz) Limo in Mehrwegflaschen (Quelle: Colourbox, Olexandr Moroz)

Wo es geht, sollte man den Kauf von Wegwerf-Verpackungen vermeiden. Diese lassen nicht nur die Müllberge enorm anwachsen. Für ihre Erzeugung werden auch große Mengen Energie benötigt. Alu-Dosen für Getränke z. B. lassen sich vermeiden. Ähnlich ist es auch mit Plastikverpackungen und Einwegflaschen: Erst brauchen sie eine große Menge von Rohstoffen und Strom zur Erzeugung, dann belasten sie als Müllberge die Umwelt!

Lassen sich Verpackungen nicht vermeiden, dann sollte man trotzdem darauf achten, den Müll zu vermindern, indem man möglichst viele Abfälle der Wiederverwertung (Recycling) zuführt, denn auch dadurch wird Energie gespart. Für die Herstellung einer einzigen Alu-Getränke-Dose benötigt man so viel Energie, wie eine 100-Watt-Birne verbraucht, wenn man sie 12 Stunden lang brennen lässt. Oder ein anderes Beispiel: Der für die Herstellung einer Alu-Spraydose benötigte Strom reicht für 300 Tage elektrische Rasur.

  • Mann beim Kochen (Quelle: Colourbox) Auch beim Kochen kann man Energie sparen (Quelle: Colourbox)

Auch im Haushalt kann man viel Energie sparen, wenn man sich verantwortungsvoll verhält. So reicht eine Raumtemperatur von 20°C völlig aus - lieber sollte man, falls man es gerne wärmer hat, entsprechende Kleidung tragen. Auch beim Kochen kann man Energie sparen. Tipps hierfür:

● Der Kochtopf sollte nie kleiner sein als die Herdplatte, die Hitze strahlt sonst neben dem Topf weg.
● Wenn das Essen kocht, dann sollte man es auf einer niedrigeren Stufe weiterkochen lassen.
● Beim Kochen sollte man Pfannen und Töpfe möglichst abdecken.
● Licht sollte man nur dann brennen lassen, wenn man es wirklich braucht.
● Dasselbe gilt für alle Elektrogeräte: Man sollte sie nur einschalten, wenn sie auch wirklich gebraucht werden.

  • Steckdosenleiste (Quelle: Colourbox) Steckdosenleiste mit integriertem Schalter (Quelle: Colourbox)

Besonders viel unnötige Energie wird durch die Vielzahl von Geräten mit Stand-By-Betrieb verbraucht. Es wurde errechnet, dass allein der Stand-By-Verbrauch in Deutschland die Strommenge zweier Großkraftwerke mit jeweils rund 1000 Magawatt Leistung benötigt; dies entspricht Energiekosten von etwa drei Milliarden Euro. Den Stand-by-Betrieb erkennt man meist daran, dass z. B. am Fernseher - auch wenn er über die Fernbedienung abgeschaltet wurde - immer noch eine kleine Leuchte in Betrieb ist. Das Gerät ist somit im Wartezustand für das nächste Anschalten über Fernbedienung. Und es braucht weiter Strom - nicht nur für die kleine Leuchte. Um diese Energieverschwendung zu stoppen, hilft nur das konsequente Trennen vom Netz, indem der Stecker aus der Steckdose gezogen wird. Etwas komfortabler und ebenso effektiv können Stand-By-Geräte auch über Steckdosenleisten mit integrierten Schaltern vom Netz getrennt werden.

Es gibt noch unzählige weitere Beispiele, wie du zum Energiesparen beitragen kannst. Mach dir Gedanken dazu!