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Hintergrund: Waldfunktionen - Wald reinigt die Luft

  • Grüne Krone eines Laubbaums (Quelle: Colourbox) Grüne Krone eines Laubbaums (Quelle: Colourbox)

Der Wald filtert Staub und Ruß aus der Luft, da sich diese an den Blättern absetzen und beim nächsten Regen abgeschwemmt werden. Gasförmige Verunreinigungen werden aus der Luft gefiltert indem sie von den Pflanzen aufgenommen werden.

Mit ihren großen Kronenoberflächen wirken die Waldbäume als Filter für Luftverunreinigungen. Die Menge der ausgefilterten Stoffe und ihre Haftung an den Nadeln und Blättern hängen weitgehend von der Oberfläche des Waldes ab. Je ebener die Kronenoberfläche ist, desto weniger Luftschadstoffe werden an der Pflanzenoberfläche abgeschieden. Je unebener das Kronendach ist, desto mehr Luftschadstoffe werden abgelagert. Eine variable Schichtung (siehe auch "Stockwerke") des Waldes bietet also auch in diesem Bereich große Vorzüge gegenüber Monokulturen.

Dass die Waldluft wesentlich sauberer ist als Stadtluft zeigen folgende Zahlen: 1 m³ Luft über Industriestädten enthält 500.000 Rußteilchen, 1 m³ Waldluft 500 Rußteilchen.

Die positive Auswirkung des Waldes auf die Luftqualität beruht auch auf der Sauerstoffproduktion der Bäume. Sie versorgen die Atmosphäre mit dem lebensnotwendigen Gas.


Beitrag einer 100-jährigen Eiche zum Schutz der Luft

● Sie verarbeitet jährlich etwa 5000 kg CO2 zu organischen Substanzen und gibt dabei etwa 4500 kg Sauerstoff ab; damit deckt sie den Jahres-Sauer-stoffbedarf von 11 Menschen.
● Sie filtert jährlich etwa 11 t Staub und Schadstoffe aus der Luft.

Diese Eigenschaften der Bäume werden auch bewusst in der Stadtplanung berücksichtigt. Es wird darauf geachtet, dass Wälder in der Nähe größerer Siedlungen und Ballungsräume erhalten bleiben oder neu angelegt werden und so für "frische Luft" sorgen.


Jährliche Sauerstoffproduktion

1 ha Nadelwald: 30 t
1 ha Laubwald: 15 t
1 ha Garten- und Ackerland: 2-10 t