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Ausgrabung am Keltengrab (für Tablets geeignet)

Sie waren Händler, Bauern, Krieger, Fürsten und Druiden. Sie schufen fantastische Kunstwerke und die besten eisernen Schwerter ihrer Zeit, jahrhundertelang, europaweit – die Kelten. Planet Schule lädt ein zu einer spannenden archäologischen Exkursion. In einem keltischen Grab schlummern kostbare Schätze, die nur darauf warten, entdeckt zu werden! Reich verzierte, goldene Fibeln, ein edler Bronzedolch, honigfarbene Bernsteinperlen und vieles mehr – wem gelingt es, die wertvollen Artefakte behutsam zu bergen?

Diese Anwendung ist in HTML5 programmiert und eignet sich somit auch für die Nutzung auf mobilen Endgeräten.

Ausgrabungsstätte besuchen (für Tablets geeignet)

Welche Kostbarkeiten sind im Erdreich verborgen? Alles deutet auf eine hohe Fundkonzentration hin. Die besondere Herausforderung für das archäologische Team besteht darin, die Strukturen richtig zu deuten und die empfindlichen Artefakte beim Graben nicht zu zerstören.

Bedienungshinweise zur interaktiven Grabungsstätte

Willkommen an der keltischen Ausgrabungsstätte! Das archäologische Grabungsteam freut sich über jede sachkundige Mitarbeit. Beim Bergen der wertvollen Fundstücke ist jedoch höchste Vorsicht geboten. Je nachdem, wie weit die Freilegung schon vorangeschritten ist, müssen unterschiedliche Werkzeuge verwendet werden.

  • Der Spaten ist nur dann geeignet, wenn noch viel Erde abgetragen werden muss.
  • Die Handschaufel hilft beim Vordringen in tiefere Schichten.
  • Mit der Spitzkelle kann man ganz exakt und vorsichtig Sediment entfernen.
  • Der Pinsel ist gut für die letzte Feinarbeit.
Detailansicht der Simulation: keltischer Wagen

Der große vierrädrige Wagen, der gegenüber der Totenliege aufgefunden wurde, war vollständig mit Eisenblech beschlagen. Dies erlaubt eine komplette Rekonstruktion des ursprünglichen Aufbaus des Wagens.

Aktiviert werden die Grabungswerkzeuge mit einem einfachen Mausklick. Dann kann durch mehrfaches Klicken der Boden an der gewünschten Stelle abgetragen werden.

Wird nicht vorsichtig genug gearbeitet, droht das Artefakt zu zerbrechen. Hat man mehr als zwei Fundstücke zerstört, bekommt man seine Grabungslizenz entzogen und die Simulation ist beendet.

Korrekt geborgene Fundstücke werden im Labor restauriert. Dort erhalten die Schüler weiterführende Informationen, indem sie die einzelnen Artefakte anklicken. Die Ausgrabung wird fortgesetzt, sobald man die Schaltfläche „zum Grab“ betätigt.

Detailansicht der Simulation: Goldschale

Während der Ausgrabung fand sich eine Goldschale mit einem Durchmesser von über 13 cm und einem Gewicht von 72 g. Die mit Kreispunzen verzierte Schale diente offenbar zum Schöpfen des Mets aus dem Kessel und zum Füllen der Trinkhörner.

Ziel einer Spielrunde ist es, möglichst alle 10 Fundstücke zu bergen. Wurde diese Aufgabe erreicht, erhält man eine Auswertung mit einer historischen Deutung der Fundstätte. Bei einem erneuten Simulationsdurchlauf verstecken sich andere Kostbarkeiten in der Erde, sodass die Lernenden weitere Kunstschätze der Kelten kennenlernen.

Folgende Artefakte gilt es insgesamt zu entdecken: Angelhaken, Armreif, Bernsteinperlen, Birkenrindenhut, Dolch, Dolchbeschlag, Fibeln, Goldschale, Gürtelblech, Halsring, Joch, Kessel, Löwenfigur am Kessel, Nagelschneider, Pfeile, Pferdefigürchen am Joch, Pferdegeschirr, Schuhbeschläge, Schale, Sofa, Teller, Trägerfigur, Trinkhorn, Wagen.

Auf den Spuren der Kelten – weiterführende Informationen

Da das geheimnisvolle Volk bis auf wenige Inschriften keine Schriftquellen hinterlassen hat, ist die Wissenschaft auf die Funde und Rekonstruktionen der Archäologen angewiesen – oder auf die Schilderungen, die z.B. die Griechen und Römer hinterlassen haben.

Detailansicht der Simulation: Armreif

Auf der Brust des „Fürsten“ lag dieser fast 8 cm breite Armreif aus Goldblech.

Die Kelten waren kein homogenes Volk, sie waren – z.B. anders als die Römer – nie zentral organisiert, hatten keinen von allen akzeptierten „Führer“ oder gar einen Staat. Vielmehr lebten sie in verschiedenen Stämmen und Stammesverbänden, die sich oft auch untereinander bekriegten.

Die Bezeichnung Kelten kommt vom griechischen "keltoi", es heißt so viel wie "die Tapferen", "die Kühnen". Viele griechische und römische Berichte reduzierten die keltischen Völker auf blutrünstige Barbaren, die grausame Opferriten pflegten. Kein Wunder, denn spätestens seit den keltischen Überfällen auf Rom und Delphi waren die europäischen Nachbarn nicht besonders gut auf die Kelten zu sprechen. Über die Selbstwahrnehmung der Kelten gibt es keine Überlieferungen.

Das Leben in der Eisenzeit

Die Archäologen nennen die Epoche, in der die Kelten ihre Spuren hinterlassen haben, die Eisenzeit – nicht zuletzt aufgrund der keltischen Meisterschaft im Umgang mit diesem Metall.

Detailansicht der Simulation: Labor

Im Labor kann die genaue Herkunft der geborgenen Artefakte bestimmt werden.

Um 800 v. Chr. lassen ähnliche Lebensweisen, wie die Bestattung in Grabhügeln, besondere Formen und Verzierungen des Schmucks, oder eben die besondere Art der Verarbeitung von Eisen in Werkzeugen und Waffen auf das Entstehen einer neuen Kultur schließen.

Das Stammland der Kelten erstreckte sich in der frühen Eisenzeit (800 – 450 v. Chr.) vom westlichen Donauraum bis nach Mittelfrankreich. In der späten Eisenzeit (450 – 60 v. Chr.) reichte ihr Siedlungsraum von Großbritannien bis weit in die Türkei.

Preisgekrönte Projekte
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