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Gift in der Nahrungskette "Meer"

Das Kreischen der Möwen, das beständige Rauschen der Wellen, salzig schmeckende Meeresluft und eine steife Brise: Hier am Meer scheint die Natur noch in Ordnung zu sein ... Doch plötzlich werden giftige Abwässer aus einem Frachtschiff in den Ozean gepumpt! Welch tödliche Gefahr das Gift für die gesamte Nahrungskette im Meer und letztendlich auch für den Menschen bedeutet, kann hier interaktiv erkundet werden.

Animation Gift in der Nahrungskette starten

Die interaktive Animation informiert auf zugleich lehrreiche wie auch zeichnerisch witzige Weise über die Gefahren, die sich durch eine Anreicherung von Gift in der Nahrungskette ergeben. Der Seehund als Konsument höherer Ordnung nimmt besonders viele Giftstoffe auf.



Funktionsweise der Animation

Die interaktive Animation beginnt mitten auf dem Meer – der Heimat vieler Pflanzen und Tiere. In verschiedenen Episoden erfährt man, welche gravierenden Folgen in das Meer geleitete Giftstoffe auf den gesamten Nahrungskreislauf haben.

Detailansicht der interaktiven Animation: rot markierter Fisch

Meeresbewohner, die zur Fortführung der Animation angeklickt werden müssen, sind rot markiert.

An mehreren Schlüsselszenen kann interaktiv in die Animation eingegriffen werden, indem die rot eingefärbten Objekte angeklickt werden. Durch einen Klick auf die Harpune (rechts unten) kann man zurück zur letzten Szene der Animation gelangen.

Chronologischer Ablauf der Animation

Die Animation wird durch einen Klick auf das rote Frachtschiff ausgelöst. Über einen Sprechertext wird man informiert, dass die Alge am Anfang der Nahrungskette "Meer" steht. Sie nimmt Nährstoffe auf, wächst und gedeiht in der Sonne.

Schweinerei! Aus dem Frachtschiff werden Abwässer in das Meer gekippt. Die Giftstoffe werden von den Algen aufgenommen und in ihren Zellen gespeichert. Mit weitreichenden Folgen: Alle Tiere im Meer sind von der Energie abhängig, die die Algen durch Fotosynthese produzieren. Als eines der ersten Glieder in der Nahrungskette nutzen zum Beispiel kleine Planktonkrebse die Pflanzenenergie direkt.

Detailansicht der interaktiven Animation: Die Harpune dient als Schaltfläche,

Mit der Harpune kann man zu vorigen Szenen der Animation navigieren.

Die Gifte reichen sich von Stufe zu Stufe immer mehr in der Nahrungskette an. Sie entfalten ihre tödliche Wirkung oft erst bei Konsumenten höherer Ordnung. Da der Seehund einen höheren Energiebedarf hat, nimmt er auch mehr Giftstoffe auf. Bald ist eine Giftkonzentration erreicht, mit der sein Körper nicht mehr fertig wird. Die Giftstoffe sind nicht biologisch abbaubar. Sie bleiben im ökologischen Kreislauf enthalten und richten so weiteren Schaden an.

Absolute Spitzenräuber, wie zum Beispiel Haie sind besonders gefährdet. Der Tropfen bringt das Fass zum Überlaufen – durch den hohen Konsum des mit Gift angereicherten Fleischs verendet der Hai qualvoll.

Detailansicht der interaktiven Animation:Der Haifisch ist verendet.

Da der Hai einen höheren Energiebedarf hat, nimmt er auch mehr Giftstoffe auf. Bald ist eine Giftkonzentration erreicht, mit der sein Körper nicht mehr fertig wird.

Nichts ahnend starten die Fischer im Frachtschiff ihren Beutezug. Da ist ihnen ein dicker Brocken ins Netz gegangen! Viel Freude werden sie an ihrem Fang jedoch nicht haben. Schließlich ist auch der Mensch Teil der Nahrungskette.

"Alles im Eimer" – Meere als Abfallreservoirs

Schon in der ganzen Menschheitsgeschichte wurden die Meere als Abfalldeponien genutzt. Besonders hoch ist die Belastung der Meere jedoch durch Abfall seit dem Industriezeitalter. Seither wächst das Problem immer weiter an. Müll, Industrieabfälle, Klärschlämme und Abwässer aus Haushalten und Industrieanlagen werden ins Meer entsorgt.

Zu den Hauptverursachern des Mülls gehören die international verkehrenden Schiffe. Anstatt für die Müllentsorgung in den Häfen zu bezahlen, entleeren die Umweltsünder ihren Müll oft einfach in die Meere. Hinzu kommen Haus- und Industrieabfälle, die über die Flüsse in die Ozeane gelangen.

Detailansicht der interaktiven Animation: Ein Fischer isst von einem mit Gift angereichertem 
isch.

Der Mensch als letztes Glied in der Nahrungskette ist durch den Konsum von mit Gift angereichertem Haifisch gefährdet.

Ende 2006 wurden vor der Ostseeküste 30 Fässer mit hochgiftigem Quecksilber gefunden. Sie erinnern daran, dass die Entsorgung solch hochgiftiger Stoffe ins Meer noch in den 50er- und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gang und gäbe war. Die oben genannten Fässer stammten aus der Papierindustrie, die diese völlig legal in der Ostsee versenkte. Ganze Fischpopulationen können damit vergiftet werden. Gelangen die Substanzen in die Nahrungskette, so ist auch der Mensch gefährdet.

Auch heute noch fallen in der Industrie und zum Beispiel bei der Erzeugung von Atomenergie hochgefährliche Stoffe an, deren Beseitigung Probleme bereitet. Meere gelten als mögliche "Endlager" für hochtoxische Klärschlämme oder radioaktive Abfälle. Wissenschaftler haben das Ziel diese Stoffe dort einzulagern, bis sie für die Menschen unschädlich geworden sind. Im Zentrum ozeanischer Platten, weit entfernt von Plattengrenzen und damit tektonischer Bewegung, könnten stabile, korrosionsfeste Behälter gelagert werden. Kritiker dieser Pläne halten die damit verbundenen Risiken für zu hoch.

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