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Einsatz im Unterricht: Wenn ich Angst habe


Themen
• Mobbing
• Zwangsstörung
• Magersucht
• Panik

Fächer
• Sachunterricht
• Soziales Lernen
• Deutsch

Klassenstufen
• ab Klasse 4, Grundschule
• ab Klasse 5, alle Schularten

  • Zeichnung: Fünf Kinder stehen auf einer Wiese. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Kinder mit psychischen Erkrankungen erzählen, wie sie mit der Situation umgehen (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Blondes Mädchen wird von Mitschülern kritisch angeschaut. (Quelle: SWR –Screenshot aus der Sendung) (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Annabel entwickelt in der neuen Umgebung Ticks und Depressionen (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Filminhalte

Fünf Kinder schildern in „Wenn ich Angst habe“ sehr einfühlsam und aus eigenem Erleben ihre individuellen Geschichten. Sie leiden unter psychischen Erkrankungen und erzählen, wie sie, meist mit professioneller Hilfe, aus der Isolation herausgekommen sind. Ihre Erlebnisse und Gedanken werden in vier Animationsclips auf sehr emotionale Art und Weise veranschaulicht.

Ariana erzählt von ihrer „Mobbing-Karriere“, Kirsty nimmt den Betrachter mit in die schwer zu durchbrechende Spirale ihrer Essstörung, Annabels Geschichte fängt mit harmlosen „Tics“ an, die sich immer mehr in Zwänge verwandeln und schließlich zu einer Depression werden. Luke und Jenny haben Verlustängste, was ihre Körper mit Panikattacken „verarbeiten“.

Die Geschichten beschönigen nichts und zeigen, wie gravierend der Krankheitsverlauf sein kann, wenn es keine professionelle Hilfe gibt. Eltern und Freunde sind mit einer solchen Aufgabe überfordert.

Den Protagonisten gelingt es, faszinierende und zumutbare Einblicke in die zerstörerische Welt dieser Krankheiten zu geben und nachvollziehbar zu machen, „wie es so weit kommen konnte“.

Es wird gerade nicht mit erhobenem Zeigefinger an die Schüler appelliert, bestimmtes Fehlverhalten zu vermeiden, sondern Wert darauf gelegt, klarzumachen, dass das Fehlverhalten wie eine ungebetene Spielfigur in das Leben des Kindes getreten ist, die immer mehr die Macht in dessen Leben übernimmt.

  • Junge in einem Treppenhaus. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Luke hat Panikattacken und erstarrt vor Angst (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Mädchen sitzt Therapeutin gegenüber. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Jenny findet Hilfe bei einer Therapeutin (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Bezug zum Bildungsplan

Der Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg (2016) weist innerhalb der Leitperspektiven für das Fach „Sachunterricht“ auf den Aspekt der Prävention und Gesundheitsförderung hin: „Der Umgang mit der eigenen Gesundheit, im Sinne eines umfassenden körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens, wie auch der Umgang mit der Gesundheit anderer, gehört zu den Alltagskompetenzen, die im Sachunterricht besonders gefördert werden.“ Des Weiteren werden bewusstes Wahrnehmen, angemessener Umgang mit Emotionen sowie die Möglichkeit, sich selbstwirksam zu erleben, genannt.

Die Bildungspläne von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg weisen auf die fächerübergreifenden Kompetenzen hin, die das Fach Sachkunde vermitteln soll. Dies soll durch didaktisch-methodisch sorgfältig gestaltete Lernarrangements unter Einbezug mehrerer Perspektiven geschehen. Als wichtige Medien sachunterrichtlichen Lernens stellt der Bildungsplan vor allem das Gespräch, sowie auch die Verwendung von filmischem Material heraus. Bereits ab Klasse 2 sieht der Bildungsplan als Kompetenz-Lernziel vor, dass Schüler für sich und andere Verantwortung übernehmen.

Unterrichtsvorschlag

Im Folgenden wird ein Unterrichtsvorschlag für die Arbeit mit den beiden Filmclips Mobbing und Essstörung gemacht.
Es empfiehlt sich, nur mit einem Film zu arbeiten, um die Schüler nicht mit negativen Emotionen zu überfrachten. Sollte in der Klasse der Verdacht bestehen, dass ein Schüler oder eine Schülerin von der vorgestellten Krankheit selbst betroffen ist, sollten Sie als Lehrkraft mit besonderer Vorsicht an das Unterrichtsprojekt herangehen. Wir empfehlen die prophylaktische Arbeit.
Das Unterrichtsmaterial zum Thema „Mobbing“ nimmt aufgrund der Wichtigkeit und Bedeutung des Themas den größeren Umfang ein.

Sowohl im Material zu „Essstörungen“ als auch zu „Mobbing“ geht es vordergründig um Empathie mit den Betroffenen, um Einfühlungsvermögen und um Kooperationsmöglichkeiten innerhalb einer Klasse. Medizinische Aspekte der Krankheiten bleiben im Hintergrund.