zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Hauptnavigation

Inhalt

Unterricht: total phänomenal: Angriff der Viren

  • Lennart Nilsson und Wissenschaftlerin in einem abgedunkelten Raum am Bildschirm. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Der Fotograf Lennart Nilsson am Rasterelektronen-Mikropskop (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Gelbe Viren, länglich und rund, an Zellen. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Vogelgrippeviren – aufgenommen mit dem Rasterelektronen-Mikroskop (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Bezug zum Bildungsplan

Wie durch Bakterien und Viren Infektionskrankheiten ausgelöst werden, das sollen Schülerinnen und Schüler laut gymnasialem Bildungsplan, gegen Ende der Klassenstufe 8, an Beispielen beschreiben können. Sie sollen wissen, dass Antikörper bei der Immunantwort (spezifische Abwehr) eine wichtige Rolle spielen und Bescheid wissen, wie sich der Körper grundsätzlich gegen Krankheitsüberträger wehrt (unspezifische Abwehr).

Doch Krankheitserreger sind kaum oder sogar überhaupt nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Wie schwierig ist es dann, das Interesse der Schüler zu erwecken. Die Welt dieses Mikrokosmos wird sichtbar durch die Einbindung des Filmes „Angriff der Viren“ in den Unterricht. Die Bilder des renommierten schwedischen Wissenschaftsfotografen Lennart Nilsson zeigen eindrücklich den beständigen, tagtäglichen Virenangriff. Unerwartet wird der Körper des Menschen durch Animationen zu einem Schlachtfeld und die Abwehr der Eindringlinge ein Kampf auf Leben und Tod. Anhand von Filmsequenzen wird die Arbeitsweise des Immunsystems im Überblick angesprochen und im Detail mit Hilfe der Arbeitsblätter erläutert.

Unterrichtsverlauf

Menschenmassen in einer Stadt, das Vogelgrippevirus und Körperkontakt durch Händedruck: Zu Beginn der Unterrichtsstunde verdeutlicht die erste Filmsequenz (00:00 – 02:40), wo überall Viren lauern und auf den Menschen übertragen werden können. Den Schülern wird so deutlich vor Augen geführt, wie häufig ihr Körper Krankheitserregern ausgesetzt ist. Tagtägliches Virenbombardement – und wieso ist der Mensch nicht ständig krank? Weshalb der menschliche Körper in der Lage ist den Viren zu trotzen und Schlacht für Schlacht gegen sie zu gewinnen, wird in den folgenden zwei Stunden analysiert – die Abwehrmechanismen des menschlichen Körpers werden besprochen.

Mithilfe des ersten Arbeitsblattes wird die unspezifische Abwehr anhand einer Entzündungsreaktion in Einzelarbeit erarbeitet und im anschließenden Unterrichtsgespräch diskutiert. Die nächste Filmsequenz (04:55 – 06:08) verdeutlicht, weshalb der Virus in die Körperzelle gelangt und in der darauf folgenden Filmsequenz (08:53 – 10:44) wird erklärt, weshalb sich Viren in den Körperzellen vermehren können. Das zweite Arbeitsblatt hierzu ergänzt und sichert die Ergebnisse.

  • Arbeitsblatt 1: Die Abwehrfronten des Körpers – die unspezifische Abwehr
  • Arbeitsblatt 2: Die Viren greifen an!
  • Halbrunde Herpesviren, blau eingefärbt. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Herpes-Viren in Nahaufnahme (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Hat der Virus die Abwehrbarrieren des menschlichen Körpers überwunden und ist in Massen bereits in den Körper eingedrungen, so gibt es kein Entrinnen mehr – zumindest scheint es so. Welche weiteren Gefechte folglich nun im Körper ausgetragen werden müssen, das zeigt die letzte Filmsequenz (12:57 – 13:34). Das dritte Arbeitsblatt erklärt im Detail, wie nun die spezifische Abwehr des Körpers greift und welche Körperzellen daran beteiligt sind. In der Gruppe wird das Arbeitsblatt gelesen und das Ursachen-Wirkungsgefüge der spezifischen Immunabwehr mit Hilfe der laminierten Comics dargestellt. Innerhalb der Gruppe wird so Teamarbeit gefördert und die Schüler können sich gegenseitig unverständliche Dinge erklären. Zu guter Letzt sollte im Plenum das Ergebnis besprochen werden.

  • Arbeitsblatt 3: Die Abwehrfronten Des Körpers – Die Spezifische Abwehr

Die Comics des vierten Arbeitsblattes werden am Ende der Stunde ausgeschnitten und in einem Ursachen-Wirkungsgefüge ins Heft geklebt – falls es die Zeit zulässt. Bei Zeitmangel: Hausaufgabe! Das in der Schule erworbene Wissen wird so ein weiteres Mal in Ruhe wiederholt.