zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Material 6

Rasse, Jobs und Verschmutzung in Bayou

Hier, wo sich der Mississippi auf den letzten Meilen dahinschlängelt, bevor er sich ins Meer ergießt, sind im Laufe der Jahre petrochemische Werke entlang der sumpfigen Ufer dieses mächtigen Flusses entstanden.

Für einige Anwohner ist die Absicht, noch ein Werk zu den bereits 16 bestehenden in der Gemeinde St. James zu bauen, ungerecht gegenüber einer armen, vorwiegend schwarzen Bevölkerung. Andere wiederum sehen in den möglichen $45.000-Jobs nur eine gute Sache. Der Plan, hier im Herzen der Chemielandschaft eine Plastikfabrik für 700 Millionen Dollar zu errichten, hat einen erbitterten Streit zwischen diesen beiden Gruppen entfacht. Die Auseinandersetzung hat Industrieanwälte, Umweltschützer und Bürgerrechtsbewegungen aus dem ganzen Land angezogen. Während Greenpeace und Jesse Jackson den Bauplan angreifen, verteidigt der Gouverneur von Louisiana, Mike Foster, dieses Projekt für die weitere Entwicklung der Region.

Shintech, ein Tochterunternehmen des japanischen Chemieriesen Shin-Etsu, verspricht 165 Dauerarbeitsplätze sowie 1.800 Jobs während der Bauzeit des Werkes. Shintech hat diesen Standort wegen des Zugangs zum Fluss, wegen des Gleisanschlusses und wegen vorhandener Rohstoffe wie Gas und Salz gewählt. Die Firma weist den Gedanken, die schwarze Bevölkerung habe eine Rolle gespielt, zurück. Mehr als 80 Prozent der Bewohner im Umkreis von vier Meilen um den geplanten Standort sind schwarz. Lisa Lavie von der Universität Tulane sagt:

"Es ist klar, wer betroffen ist. Arme Leute können sich keine Haltung gegen die Industrie leisten." Dennoch freuen sich andere auf die gut bezahlten Arbeitsplätze. "Wenn wir wollen, dass unsere Kinder hier bleiben, müssen auch Arbeitsplätze vorhanden sein."

Aufgaben:

  • Beschreibe die beiden gegensätzlichen Positionen in Bezug auf die geplante Industrieansiedlung.
  • Auf welcher Seite stehst du? Warum?

Race, Jobs, Pollution in Bayou

Here, where the Mississippi creeps its last few miles before emptying into the sea, petrochemical plants have grown along the mighty river's muddy banks.

To some residents, the idea of adding yet another plant to the 16 already standing in St. James Parish is unjust on a poor, mostly black community. But to others in the area, the prospect of $ 45,000 jobs com-ing to town can only be a good thing. The proposal to build a $ 700 milion plastics plant here in the heart of the chemical corridor has set off a battle between these two groups.

The debate has attracted industry advocates,environmentalists, and civil-rights organizations across the country. Indeed, Greenpeace and the Rev. Jesse Jackson have attacked the proposal, while Louisiana Gov. Mike Foster is for the much-needed development project.

Shintech, a subsidiary of Japanese chemical giant Shin-Etsu, promises 165 full-time jobs plus 1,800 temporary jobs during construction. Shintech chose the site for its access to the river, railway lines, and raw materials such as natural gas and salt. The company denies the race factor in the location.

More than 80 percent of the residents in a four-mile radius of the proposed plant are black. Lisa Lavie from Tulane University says, "It's a reality, that's who's being affected. Poor people don't have the luxury of being anti-industry.” Yet some area residents look forward to the prospect of high-paying plant jobs. "If we expect our children to stay here there have to be jobs.”

Tasks:

  • What are the two opposing opinions on the planned plastics plant in St. James Parish?
  • Which side are you on? Why?